Montag, 18. August 2014

Ausflug: Belantis - oder: von Gewittern, Pannen und Achterbahnen

Vorletzte Woche waren wir im Belantis, dem einzigen Freizeitpark in Ostdeutschland. Südlich von Leipzig gelegen, also nicht ganz um die Ecke von Berlin aus. Berlin hat ja bekanntlich keinen Freizeitpark mehr und das, was davon übrig war, ist seit dieser Woche auch noch teilweise abgefackelt.

Wie dem auch sei, wir hatten beim Familienpass einen Tagesausflug ins Belantis gewonnen, samt Busfahrt und Verzehrgutschein in Höhe von 5 Euro (womit man nicht weit kommt, aber trotzdem sehr nett). Um 7:45 Uhr ging es los, mit gleich 2 (!) Doppeldecker-Bussen wurden die zahlreichen Teilnehmer des Gewinnspiels in Richtung Leipzig gekarrt.

Man hätte auch mit dem Rad anreisen können...

Ich war schon lange in keinem Freizeitpark mehr. Seit der Spreepark nicht mehr ist, müsste man immer weit fahren, um zu einem Park zu gelangen. Hinzu kommt bei mir eine Art "Freizeitpark-mit-Bus-Reise-Trauma". Als ich ca. 12 Jahre alt war, haben meine Eltern  einen Tagesausflug mit dem Bus in den Heidepark Soltau gebucht. Die Freude war groß. Noch größer war dann leider der Stau auf der Autobahn, so dass wir erst nachmittags ankamen, ein wenig durch den Park liefen, dort abermals lange Staus an Fahrgeschäften anschauten und dann schon wieder zum Bus nach Hause mussten. Grandios... Ich war seitdem nie wieder im Heidepark.

Letzte Woche lief es auf dem Weg nach Leipzig besser. Auf der Autobahn war zwar ein Laster umgekippt, aber der kostete uns nur 30 Minuten. Neben uns saß eine Familie, deren Kind, ca. 2 Jahre alt, die gesamte Fahrt über durch ihren Schnuller hindurchsang: "Atemlos...durch die Nacht...". Goldig! Wirklich. Dabei mag ich Helene Fischer gar nicht.

Vor Ort angekommen, war ich erstaunt. Ein leerer Parkplatz. Und der Eingangsbereich sah aus, als habe er etwas Farbe durch Sonneneinstrahlung eingebüßt. Nachdem wir dann endlich im Park waren, fanden wir uns in einer Art Empfangsbereich wieder, der aussah, wie das Shopping-Outlet bei Berlin. Wie eine künstliche Stadt. Typisch Freizeitpark eben. Hier gab es auch Toiletten und die Möglichkeit, Taschen einzuschließen (Kostenpunkt: 1 Euro, kein Pfand).

Die Schließfächer sind relativ klein. Ein Rucksack passt hinein, aber einige aus unserem Bus hatten Rollkoffer (!!) dabei. Die konnten sie dann durch den Park rollen. Was war da nur drin? Fresspakete für die nächsten Wochen, falls es einen riiiiesigen Stau gibt?

Und dann ging es los... Ich hatte vorab schon gelesen, dass der Park ein paar Probleme mit der Bepflanzung habe - aufgrund des früheren Braunkohleabbaus in der Gegend. Ok, das kann ich schon verstehen, aber wächst da jetzt wirklich nur Hainbuche, etwas Rasen und noch ein mir unbekannter Bodendecker? Ein paar mehr Pflanzen, gern auf etwas sommerlich blühendes, hätte den Park hübscher gemacht.

Eigenwillig: diese singenden Steine, die überall am Wegesrand stehen und leise dudeln.


Eigenwillig ist auch die Wegführung. Teilweise sollen die Besucher bewusst in Schlangenlinien durchs Gelände gelotst werden. Was passiert? Es entstehen natürlich Trampelpfade auf dem geraden Weg, teilweise mitten durch Hecken. Da hilft auch ein "Wir wollen wachsen!"-Schild vermutlich nicht viel.

Auch die Tatsache, dass man irgendwann, wenn man den Wegen folgt, im Dorf der  Apatschen (pitschpatsch...ja,  sie schreiben es so und ja, ich weiß, man kann das auch so schreiben, aber es sieht komisch aus) feststeckt und dann den ganzen Weg wieder zurückmuss, finde ich komisch. Uns hat es sicher 30 Minuten gekostet, eh wir gemerkt haben, dass wir da einfach nirgendwo weiterkommen und einen langen Weg um den ganzen See, der mittig im Park ist, noch einmal herumlaufen müssen.


Im Endeffekt hat Belantis drei Hauptattraktionen. Die Loopingbahn Huracan, die mit 5,5 g und 5 Überschlägen die heftigste Achterbahn Deutschlands sein soll. Die Wildwasserbahn Fluch des Pharao, die dank Aufzug (!) richtig hoch ist und die Achterbahn Drachenritt. Auch das Karussel Ikarus, bei dem man in sehr luftiger Höhe, selbst mit den Armen rudernd Überschläge machen kann, ist cool.
Ansonsten gibt es viel bekanntes, von der Schiffsschaukel, einem Karussel, das einen auch in luftige Höhen hebt bis zu Kinderkarussels. Von denen gibt es aber wenige.


Es wird relativ vieles freizeitpark-untypisches angeboten, also nicht nur Fahrgeschäfte, sondern ein Heckenlabyrinth, Indianerzelte, Kanus, eine Art kleiner Bauernhof mit Ziegen (?), Spielplätze, ein Waldlehrpfad... Das sind alles an sich schöne Sachen, aber ich denke nicht, dass jemand dafür in einen Freizeitpark kommt. Da möchte man für sein hohes Eintrittsgeld so viele Fahrgeschäfte wie möglich nutzen.  Entsprechend leer waren diese Attraktionen, die wie Lückenfüller wirken.



Was mich gewundert hat, war, welche Fahrgeschäfte schon für relativ kleine Kinder erlaubt sind. Die Achterbahn Drachenritt ist mit 70 km/h und einer Höhe von 18 m nicht gerade eine Kirmes-Achterbahn. Meine Neunjährige wurde kurz blass um die Nase und ich fand die Fahrt auch nicht ganz ohne. Diese Bahn war jedenfalls ab 4 Jahre. Hola die Waldfee, segeln die da nicht raus?

Was mich auch wunderte: es gab an dem einen Tag mehrere technische Pannen an Fahrgeschäften.  Erst ging das Karussel, das einen in beachtlich luftige Höhen bringt, nicht mehr, dann gingen beim nächsten Fahrgeschäft die Sicherheitsbügel nicht mehr auf (naja, besser als umgekehrt...). Während die davon Betroffenen da feststeckten, zog ein Gewitter auf. Perfekt. Ein Mann fluchte, dies sei seine vierte Panne an einem Tag. Wie gesagt, wir bekamen nur zwei mit, was mir aber auch schon viel vorkam.



Gegen aufkommenden Hunger gibt es Fastfood in Form von Hamburgern. Oder Fastfood als Chicken Nuggets. Oder Fastfood - Pizza. Oder Fastfood-Schnitzel. Oder man isst Waffeln. Die Preise fürs Essen sind natürlich freizeitparktypisch etwas höher angesiedelt. Waffeln für 2 Euro sind ok, Hotdog für 3,50 Euro finde ich schon recht happig. 500 ml Fanta für 3,80 Euro dann schon eher Wucher.

Das Personal ist überwiegend nett und legt, genau wie die meisten Besucher, einen (für meine Ohren) lustigen Dialekt an den Tag. Da fällt mir immer wieder der Satz ein:
"Wie bestellt ein Sachse in New York einen Weihnachtsbaum? - A Tännsch`n, please!" ;-)
Aber ick jeb´s ja zu.. berlinern klingt och nich scheen.

In der Gegend wird übrigens die brandenburger Bicolore noch getoppt. Man trägt hier die sächsische Tricolore auf dem Kopf - Haare dreifarbig! In Orange, rot und lila!! Und dazu rote Strumpfhosen zu knielangen Jeans. Leider kann man die Glitzersteine nicht erkennen...



Ach ja, und noch etwas: beim Fluch des Pharao sollte man sich keinesfalls von der kurzen Warteschlange vor der Pyramide täuschen lassen. Das geht in einer Art "Innenhof", wenn man durch die Pyramide ist, weiter mit dem Anstehen. Ich stand da geschlagene 30 Minuten, konnte aber wegen des bereits hinter mir gelassenen Drehkreuzes auch nicht mehr weg. Das wäre nicht so schlimm gewesen, hätte ich nicht meine Tochter, die für die Wasserbahn wenige Zentimeter zu klein war,  mit einem "bin gleich wieder da, warte mal hier!" draußen gelassen hätte. Zum Glück war sie die Geduld in Person und hat fröhlich gewunken, als ich dann endlich in dieser Bahn saß... Trotzdem...Mein Adrenalinspiegel war durch das "Mist, sie ist unbeaufsichtigt auf völlig fremden Terrain - gibt es hier Bösewichte, Wespen oder die Möglichkeit eines Sonnenstichs?!" vermutlich mehr gestiegen als dann bei der Wasserbahnfahrt...

Am Ende des Tages waren wir mit (fast) allen Fahrgeschäften einmal gefahren, wir haben uns auch im Labyrinth verirrt und sind Kanu gefahren. Schade war, dass es, obwohl es eher leer war, eben doch einige Warteschlangen gab. Warum Wagen der Achterbahn und auch der Wildwasserbahn ständig halbleer fuhren bei dem Andrang, erschloss sich mir nicht. Aber klar, jeder will vorne sitzen...

Alles in allem ein schöner Ausflug, einige gute Fahrgeschäfte, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass Freizeitparks früher voller waren mit Attraktionen. Oder ist das wieder so eine verschobene Wahrnehmung, weil man sich an Sachen von "früher" anders erinnert?

Freitag, 15. August 2014

Leeecker...

Wenn man nach dem Genuss dieses Getränks SO guckt, möchte ich es auf keinen Fall ausprobieren...


Mittwoch, 13. August 2014

Eidechse

Noch nie habe ich in Berlin eine Eidechse gesehen, noch nie. Vorgestern entdeckten wir eine und zwar in der Murellenschlucht bei Ruhleben. Als wir sie aus der Nähe auf der Wiese fotografieren wollte, kroch sie auf die Hand.


Es führt übrigens ein interessanter, wenn auch inhaltlich bedrückender Spiegelweg hinunter zu der Schlucht. Am Wegesrand sind Verkehrsspiegel angebracht, auf denen Texte zu lesen sind. Das Ganze ist eine Installation einer Künstlerin und trägt den Titel "Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg".
Die Geschichte der Schlucht mit allen Details gibt es beim oben genannten Link.





Montag, 11. August 2014

Wieprecht

Also bei dem Namen kann ich verstehen, dass die Mieze abgehauen ist... Oder heißt die Katze gar nicht so und das ist einfach nur der Nachname?




Sonntag, 10. August 2014

Häufchen an der Kaffeetafel

Wenn Kinder "trocken werden", neigen erstaunlich viele Mütter dazu, lauter unappetitliche Details zu diesem Entwicklungsschritt ihrer Kinder der Menschheit mitzuteilen. Anale Phase für Mütter sozusagen. Ich persönlich mag diese Geschichten nicht, denn es gibt Dinge, die ich nicht wissen wollte und an die ich mich sonst auf ewig erinnern werde (ich habe leider ein schier unendlich großes Gedächtnis für furchtbar unwichtige Dinge -  da wird das alles gespeichert.) Und außerdem: wie fühlt man sich als Kind, wenn man vor anderen, teilweise auch noch völlig fremden, Menschen so bloßgestellt wird?! Die Kinder sind ja meist um die 3 Jahre alt, da versteht man schon sehr viel von dem, was so gesagt wird...

Was wir kürzlich auf einem Kindergeburtstag erlebt haben, war das Paradebeispiel für diese Phase...

Alle sitzen an der Kaffeetafel, es gibt Kuchen, alles ist gut. Plötzlich läuft eines der Kinder knallrot an. Hm? Am Kuchen verschluckt? Nein. Die Mutter legte los:

"Oh... er muss ka***!"
*Ja, dann geht halt aufs Klo?!*
"Er kann das noch nicht!"
*Wieso hat er dann keine Windel an?*
"Er braucht ja eigentlich keine Windel mehr, aber zum Häufchen machen schon... hat jemand von Euch eine Windel da?"
*Wieso hat sie nix dabei, wenn sie das Problem, das ja kein seltenes ist, kennt? Weil man das nicht mehr macht, wenn man eine Supermutti ist und das Kind den dritten Geburtstag hinter sich hat?*
Einige der Mütter bestritten vehement, Windeln dabei zu haben. Mag sein. Es klang nur so, als hätten sowas ja seit Jaaaaahren nicht mehr. Schließlich nestelten dann einige doch eine Windel aus der Handtasche.

Das Kind lief in der Zeit immer röter an. Die Oma des Geburtstagskindes merkte lachend an, dass es sicher eh schon zu spät sei. Die Mutter dazu beschwichtigend: "Nein, nein!" und verschwand mit dem Junior ins Bad.

Ende gut, alles gut? Denkste...

Mutter und Junior erscheinen wieder. Junior hockt sich neben die Kaffeetafel (!!), läuft noch röter an (!!!), bis er lautstark Vollzug meldet.

Ich hatte danach keine Lust mehr auf Kuchen.

Mich erinnerte das an einen anderen Kindergeburtstag, auf dem ich vor Jahren mit meiner Tochter, damals 4, gewesen bin. Da hatten alle anwesenden Jungs gerade das Pinkeln im Stehen gelernt und legten einen Spielplatz mitten in Prenzlauer Berg den ganzen Nachmittag unter Wasser. Gestört hat es (außer uns, ich gebe es offen zu), anscheinend keinen.

Freitag, 8. August 2014

ausprobiert: Kirondo

Nach meinem Reinfall mit dem textilankauf, habe ich einen neuen Anlauf gestartet, um Kleidung loszuwerden. Es sammelt sich ja doch immer wieder etwas an. Da sich der Artikel zum Textilankauf so großer Beliebtheit erfreut, gibt es nun eine weiteren, diesmal zu Kirondo.

Auf Ebay habe ich nach etlichen schlechten Erfahrungen keine Lust mehr, bei den Kleinanzeigen passiert oftmals exakt gar nichts, auf Seiten wie mamikreisel kann man auch warten bis die Sachen aus der Mode sind... Im Freundeskreis war das Interesse auch gering.

Also...wohin damit, wenn am örtlichen Kleidercontainer schon so ein Schild prangt...?


 
Werbung von Kirondo blinkte mich kürzlich an. Kirondo ist eine Webseite, die gebrauchte Kinderkleidung ankauft, aber ausschließlich Markenware in sehr sehr gutem, quasi neuwertigen Zustand. Alles andere wird abgelehnt. Sie schreiben bereits auf ihrer Webseite, dass nur 60% der Zusendungen ihren hohen Ansprüchen entsprechen. Ok. Das ist eine klare Ansage.

Und was machen sie damit? Ganz einfach: sie verkaufen es wieder. Sie haben einen Online-Shop für gebrauchte Markenkleidung. Die ist auch nicht ganz billig, auf Ebay kann man die billiger finden, dafür kann man in der Bucht auch mal richtig Pech haben, was den Zustand der Sachen angeht.

Kleidung, die abgelehnt wird, bekommt man wahlweise zurück (das kostet dann 6 Euro) oder sie wird gespendet.  Kirondo spendet für jeden ausgezahlten Euro 5 Cent an soziale Einrichtungen.

Man kann auf der Webseite unter "Was du verdienen kannst" sofort sehen, wie viel für was geboten wird. Es varriert logischerweise nach Größen und vor allem nach der Marke. Für Sachen von H&M gibt es extrem wenig, aber das Zeug ist ja schon neu nicht teuer und dazu Massenware. Unbekanntere, aber teure Marken wie Catimini bringen bei kirondo recht viel. Mehr als bei Ebay, wo viele User diese Marken gar nicht kennen und man Gefahr läuft, solche Sachen für einen Euro an die eine Person, die die Marke kennt, zu verkaufen.

Um Kleidung zu verkaufen, muss man sich eine Tüte von Kirondo zuschicken lassen. Diese Zusendung kostet nichts. Dort liegt dann auch der Rücksendeschein für die kostenlose Einsendung der Kleidung bei. Die Tüte soll man dann gefüllt wieder zurückschicken. Es entstehen einem keine Versandkosten. Auch dann nicht, wenn man anstelle der Tüte einen Karton nimmt.
Die angeforderte Tüte war innerhalb von 24 Stunden in der Briefpost bei mir.

Es gibt keine Mindestmenge, die man einschicken kann. Im Prinzip könnte man auch ein Teil hinschicken, aber das wäre albern.

Ich habe Kirondo jetzt getestet und folgendes eingeschickt:
    • Kleid, dpam, Größe: 8 Jahre
    • Kleid, C.F.K, 8 Jahre
    • Shorts,  Mexx, 122/128
    • Badeanzug, dpam, 6 m, mit Etikett
    • Badeanzug, dpam, 12 m, neu mit Etikett
    • Rock, dpam, 3 ans, neu mit Etikett
    • Shirt, trägerlos, Levi´s, 8 Jahre
    • Rock, Orchestra, 104
    • Tunika, trägerlos, Benetton, 3 Jahre
    • kurze Sporthose, adidas, 128
    • Strickjacke, jacadi, 8 Jahre
    • Strickjacke, jacadi, 8 Jahre
    • Shirt, Tom Tailor, 104
    • Shirt, trägerlos, PJE, 128
    • Rock, GAP, 4 Jahre
    • Kleid, orchestra, 6 Jahre
    • Kleid, billabong Größe S
    • Pullunder, Armata Di Mare, 6 m
    • Pullunder, Sanetta, 72
    • Handschuhe, Sterntaler
    • Hose, Okaidi, 8 ans
    • Bluse Okaidi, 8 ans
    • Jeans, Benetton, Gr. 98
    • 1 Strampler, Carter´s, 3 m
    • 1 Shirt Petit Bateau, 6 m
    • 1 Body Petit Bateau, 6 m
    • 1 Shirt Old Navy, 3-6 m

      Alles tatsächlich so wenig genutzt, dass es keine Flecken, keine Löcher und auch kein Waschpilling gab. Drei Sachen waren noch mit Etikett (Fehlkäufe in einem ausländischen Shop, bei dem die Rücksendekosten in keinem Verhältnis zum Warenwert standen). Es sollte also passen mit den hohen Qualitätsansprüchen.

      Ich habe alles, bis auf die Sachen mit Etikett, noch einmal gewaschen und ab die Post...  Es muss übrigens keine Packliste ausgefüllt werden wie bei anderen Ankauf-Plattformen. Mich hat das irritiert. Sie erkennen die Tüte wohl einfach an der Nummer auf dem zugeschickten Paketschein und wissen, welchem User sie die zuordnen müssen. Aber ich habe dennoch vorsichtshalber ein Anschreiben mit Auflistung der Waren beigelegt.

      Ich würde immer raten, vor dem Einschicken in der Kirondo-Suche zu schauen, was es ganz konkret geben wird. Ist es weniger als ein Euro, könnte sich der Ebay-Verkauf doch lohnen. Irgendeinen Bieter findet man schließlich fast immer... Aber das Erstellen eines Angebots macht eben auch deutlich mehr Arbeit, Ebay nimmt Gebühren und man hat öfters Ärger, selbst wenn man die Sachen noch so gewissenhaft beschreibt.

      Bei Kirondo entfällt natürlich das nervige Nachverhandelere der Käufer, bei denen selbst Neuware mit Etikett grundsätzlich auf dem Postweg Löcher und Flecken bekommt... DAS ist für mich der Hauptgrund, warum ich auf Ebay nicht mehr verkaufe. Es gibt zu viele Leute, die versuchen, die Sachen kostenlos zu bekommen, indem sie einem wilde Drohmails oder freche Nachfragen schicken.

      Zwei Tage nach dem Abschicken bekam ich von Kirondo eine Mail. Mein Paket sei angekommen, man würde mir innerhalb von 8 Tagen ein Angebot machen. Finde ich gut, dass es eine solche Zwischenmeldung gab...

      Nur weitere zwei Tage später kam das Angebot: 20 Teile von 29 wurde angenommen, ausgezahlt werden mir etwas über 56 Euro. Zusätzlich bekam ich noch einen Gutschein für den kirondo-Shop in Höhe von 18 Euro. Damit bin ich zufrieden. Es sind zwar nur ca. 2,80 Euro pro Teil, aber mehr gibt es auf Ebay für Einzelteile auch nur in den seltensten Fällen, da dort inzwischen auch kaum mehr jemand etwas kauft. So realistisch muss man einfach sein. Kleidung ist quasi nach dem Kauf nichts mehr wert. Für manches zahlte Kirondo jetzt sogar über 5 Euro, für anderes unter einem Euro. Unterm Strich ist es ok und ich bin viel auf einmal losgeworden.

      Ich bin damit zufrieden und werde, wenn ich wieder einmal in den Kleiderschränken der Kinder Platz schaffe und dabei Sachen finde, die quasi aussehen wie neu, weiterhin Kirondo nutzen.

      Mittwoch, 6. August 2014

      Lost, Nachschlag

      Vor kurzem hat sich unsere an Demenz erkrankte Oma, mal wieder, nachts aus dem Altenheim davon gemacht, war die ganze Nacht weg und wurde schließlich von einem Rettungswagen der Feuerwehr ins Krankenhaus gekarrt. Nun kam Post. Von der Feuerwehr. Die hätte dann jetzt gern mal  eben 319 Euro von der Oma bzw. von uns für den Einsatz.

      Kann das sein? Sie lag, gestürzt und verwirrt, bei Nacht in einer Kleingartenanlage. Ist das kein Notfall?

      Google befragt.... Je nach Bundesland kann es sein, dass man für Suchaktionen nach dementen Personen zahlen muss. Aber meist nicht.  Da es eben ein Notfall ist. Keine "eigene Doofheit"...Für Feuerwehreinsätze wie "Ölspur verursachen", "Katze auf den höchsten Baum scheuchen und nicht mehr runterkriegen" oder ähnliches muss man zahlen.

      Muss man eigentlich auch zahlen, wenn man irgendwo betrunken herumliegt und aufgefunden wird? Im Ernst... das ist ja (je nach Witterung und Alkoholpegel) ein Notfall...aber ein selbst verschuldeter...?   Bisher ging ich davon aus, dass in der gesetzlichen Krankenkasse Notfälle "inklusive" sind.

      Sozialarbeiterin im Altenheim gefragt... Sie höre so etwas zum ersten Mal. Aber es sei bestimmt rechtens, dass wir das bezahlen müssen. Wenn die Feuerwehr eine Tür aufbrechen muss, weil man dahinter ohnmächtig liegt, bekäme man dafür auch eine Rechnung (also, vor der Ohnmacht stets noch rasch die Tür aufmachen!)... Wir könnten uns ja einen Anwalt nehmen.

      Wir haben lieber ganz schlicht und einfach die Krankenkasse angerufen. Denn auf der Rückseite der Rechnung stand in kompliziertem Amtsdeutsch, dass bei Notfällen die Kasse zahlt. Und ich dachte mir, dass die Oma wohl höchstwahrscheinlich keine Krankenkassenkarte dabei hatte, daher also die Kasse gar nicht zahlen könnte, da die nichts davon weiß.

      Krankenkasse angerufen...und es war wie vermutet, ein schlichter Notarzteinsatz und da die Oma keine Krankenkassenkarte hatte, konnte die Feuerwehr es nicht anders abrechnen. Ob die Oma nun wegen Demenz oder sonstwas unterwegs war, ist egal. Wir sollten vorbeikommen und dann klären sie das. In der Filiale der Kasse war die Sache in weniger als einer Minute vom Tisch!

      Also,bei solchen Rechnungen immer nachfragen und nicht einfach zahlen.

      Und übrigens... die Behauptung vom der Heimmitarbeiterin bezüglich einer Notfall-Türöffnung war ebenfalls falsch. Auch das zahlt die Krankenkasse im Notfall.

      Sonntag, 3. August 2014

      Sommer, Sonne, Schwimmen...


      Drei Wochen Kita-Ferien sind vorbei. Ich fühle mich urlaubsreif. Es sind ja auch noch 3 Wochen Schulferien...Aber der Urlaub kommt noch. Da die Kita-Ferien so schön mittig in den Schulferien lagen, dass das Verreisen jetzt exorbitant teuer gewesen wäre (und wir das daher auf einen anderen Zeitraum gelegt haben), waren wir zu Hause. Und was macht man bei Sommerwetter und mit zwei Kindern? Klar: schwimmen gehen. Denn das Planschbecken im Garten war irgendwie dann doch auf Dauer zu langweilig.


      Die Erkenntnisse des bisherigen Sommers und dem mehrfachen Besuch von Sommerbad Pankow, Strandbad Lübars und Teufelssee im Grunewald:
      • wenn man vormittags ins Sommerbad Pankow geht, sind dort tatsächlich (fast) nur Familien - recht viele Ökos... direkt um die Ecke vom Sommerbad kann man übrigens das hier kaufen: 

      Ich überlegte kurz, ob Sonja Moor der Name der Kuh ist. Google belehrte mich eines besseren. Eine Bildungslücke, da wir so selten im Bio-Laden sind...
      • es ist, in diesem sonst so berüchtigten, Sommerbad insgesamt ruhiger geworden -  und während man vor einigen Jahren im Bikini dort noch schwer underdressed war, fällt man nun in Badekleidung nicht mehr auf - frau benötigt also keine Boxershorts zum Schwimmen mehr ;-)
      • man sollte ein Vorhängeschloss mitbringen, anders bekommt man die Umkleideschränke nicht zu
      • die Spielfiguren im Kleinkinderschwimmbecken sind immer noch kaputt... das sind sie schon seit mindestens 8 Jahren
      • die Superspeed-Rutsche war auch wieder nicht in Betrieb - hat sie jemals schon einmal jemand in Benutzung gesehen oder steht die da nur so herum?
      • man darf nach wie vor keine Wasserpfeifen mitbringen. Ok...hatte ich auch nie vor, aber gibt es wirklich Leute, die neben dem ganzen Badekram, der eh schon furchtbar viel Platz in den Taschen einnimmt, auch noch so etwas sperriges einpacken? 

      •  im Freibad Lübars futtern einem die Schwäne die Waffeln weg, wenn man kurz nicht hinschaut. Pommes mögen sie auch. Und Kekse sollte man auch nicht liegen lassen.
      • Schwäne beissen nicht, sie "raspeln nur".. ist das besser?
      •  Strandmuscheln, die sich mit einem Schwupp selbst auffalten, bekommt man nie nie nie wieder zusammengefaltet. NIE wieder.
      • die Rutschen in Lübars sind zwar nicht spektakulär, dafür aber leer. Das gleiche gilt für die Sprunganlage.

      • man sollte mit einem Dreijährigen nicht an den (teilweise) FKK-Strand am Teufelssee gehen. Es sei denn, man möchte riskieren, dass er lauthals über die Größe der äußeren Geschlechtsorgane fremder Menschen philosophiert...
      • es gibt an dem See massenhaft Mücken, Antibrumm hilft aber ganz gut
      • und um 19 Uhr kommen die Wildschweine, ebenfalls unbekleidet, um die Wiese durchzupflügen