Sonntag, 22. Januar 2017

Verloren und liegen gelassen

Wieder einmal eine Sache, bei der ich mich frage: wie passiert so etwas? Mich wundert es immer wieder, was man so verlieren kann. Es liegen ja öfter mal Kleidungsstücke in der Landschaft... Man merkt ja eigentlich, wenn man einen Schuh verliert. Oder die Unterhose. Oder gar die Jeans. Oder die Zahnspange?!

Falls sie jemand vermisst: die Klammern liegen im Volkspark Friedrichshain, am Friedhof der Märzgefallenen...






Dienstag, 17. Januar 2017

Nailed it - mal wieder

Aus der Kategorie: was wir backen wollten - und was es wurde.

In einem Rezeptheft entdeckte der Junior einen Kuchen mit Herz... Den könnten wir ja mal machen... Also gut, gesagt, getan, eingekauft und losgebacken. Ich gestehe, mir ist erst mittendrin aufgefallen, dass man für diese Kreation sogar ZWEI Kuchen backen muss und samt Back- und Abkühlzeiten locker auf einige Stunden Zubereitungszeit kommt...Bei uns waren es zwei Nachmittage.

Erst wird ein komplett rosafarbener Kuchen gebacken. Wenn der abgekühlt ist, schneidet man ihn in Scheiben, sticht Herzchen aus und bereitet den hellen Rührteig vor. In den Teig legt man man hintereinander die ausgestochenen Herzen und dann wird eben dieser helle Kuchen auch gebacken. Die Herzen, die ja schon gebacken sind, sind gut eingepackt im anderen Rührteig und behalten ihre Konsistenz.

Während der Wartezeit kann man den Kuchenverschnitt vom pinkfarbenen Kuchen schon einmal aufessen...

Und dann, nach der erneuten Abkühlzeit, kam der große Moment... wie werden unsere Herzen im Kuchen aussehen? Seht selbst, es sind... rosa Flecken...Bloß gut, dass dieser Kuchen nur mal ein Test war und keine Valentinstagsüberraschung oder so etwas... Geschmeckt hat er übrigens sehr gut. Und ich vermute, unsere Herz-Ausstechform war schlicht zu klein. Und irgendwie sind die kleinen Herzen im Teig herumgewandert.




Sonntag, 15. Januar 2017

Eine verlassene Brücke

Irgendwo in Adlershof... das ist eine verlassene Eisenbahnbrücke, sie liegt direkt neben einer noch intakten (und genutzten) Bahnbrücke. Das Foto sieht aus, als sei ich mutiger gewesen als ich eigentlich in Wirklichkeit war, um diese Aufnahme zu machen :-)


Donnerstag, 12. Januar 2017

Winterwonderland

Berlin ist im Winter meist eins: grau, grau, depressiv grau. Schon Ende November zieht es einen herunter. Meine Oma bekam immer ihr Stimmungstief pünktlich zur dunklen Jahreszeit. Man konnte drauf warten. Ich verstehe es mittlerweile. Aber manchmal ist Berlin auch mal im Winter schön...

Zum Beispiel, wenn es in Adlershof geschneit hat und die Köllnische Heide so aussieht:

Diese "Brücke" hielt tatsächlich:


Winter auch am Schlachtensee...



Hunde sollen am Schlachtensee ja inzwischen verboten sein (oder doch nicht? Ich weiß es nicht, das ändert sich so oft). Es wimmelt jedenfalls nicht mehr vor Hunden, dafür gibt es viele Enten:


Das Eis hält. Aber nicht nachmachen! Das hier war an der Badestelle, Wassertiefe ca. 5 cm - und es krachte beeindruckend. Ich habe mich trotz geringer Wassertiefe ziemlich erschreckt. Minuten später sah ich eine ganze Gruppe Teenager barfuß (!!) und ohne Jacken aufs Eis laufen, am Ufer stand jemand mit Kamera. Ich hoffe, es ging gut aus.


Und auch kurz hinter der Stadtgrenze ist der Winter angekommen, zum Beispiel in Eiche (an alle mitlesenden Geocacher: hinfahren und schöne Weihnachtsdosen finden :-)):


In der Ferne waren Rehe!


Winterschatten mit ca. 5 Schichten Kleidung übereinander...


Montag, 2. Januar 2017

Das bürokratische Irrenhaus, Teil 1

Momentan habe ich das Gefühl, wir machen gerade bei "Verstehen Sie Spaß" mit. Wobei, dafür ist das Thema zu ernst. Aber fast jeden Tag, wenn ich die Post öffne, wird alles immer absurder, so dass man denkt, es kann nur noch ein Witz sein.

Alles begann Mitte November. Der Opa ist verstorben. Der Ehemann der dementen Oma, die hier ab und an schon Thema war. Er war immer fit und gut drauf für sein Alter, hatte einige ernste Krankheiten, die manch andere umhauen, überstanden, aber eine Lungenentzündung war dann zu viel.

So weit, so traurig. Der Junior malt immer noch Bilder von Opa. Kürzlich sogar mit "Kiste", die gruselig gut gezeichnet war. Und er fragt immer noch, ob ein Pfarrer Gott kennt und wenn nicht, warum sprechen Pfarrer dann so, als ob dem so wäre? Tja.

Zurück bleibt die demente Oma. Die (zum Glück?) vom Tod ihres Mann nichts mitbekommen hat, weil sie auch nach der dritten vorsichtigen Erklärung nicht verstand, was "verstorben" ist.

Und es sind nun etliche bürokratische Dinge zu regeln.  Zum Glück haben sie ja vorgesorgt. Dachten wir. Noch zu gesunden Zeiten, vor gut 10 Jahren, haben die Großeltern beim Notar eine seitenlange Vorsorgevollmacht für alle erdenklichen Bereiche erstellen lassen. Alles genau darin festgehalten - für Gesundheitsvorsorge, für Entscheidungen, ob Maschinen abgestellt werden sollen, für Finanzen, für alles und auch über den Tod hinaus.  Diese Vollmacht ist absolut eindeutig und wurde von uns in der Vergangenheit bereits genutzt - für Angelegenheiten im Heim, für Einverständniserklärungen für Narkosen und ähnliche Dinge. Wurde immer akzeptiert. Warum auch nicht. Dass die Oma dement ist, sieht seit Jahren ein Blinder, Diagnosen samt CT-Aufnahmen der vaskulären Demenz liegen vor. Es gibt Schreiben von der Gerontopsychatrie und Neurologen.

Aber nun geht es los. Es fing alles damit an, dass die Oma nun kein Konto mehr hat. Wie das sein kann? Sie hatte ein gemeinsames Konto mit ihrem Ehemann. Da er verstorben ist, bekommt sie - theoretisch-  ein neues Konto auf ihren Namen. Das wäre an sich kein Problem. Wäre sie nicht dement und damit geschäftsunfähig. Sie kann sich nicht "legitimieren", wie es so schön heißt. Es liegt bei der Bank eine Vollmacht vor, auf den Namen meines Mannes, der laut Vorsorgevollmacht auch sonst bevollmächtigt ist für eben alles erdenkliche. Das nutzte in dem Fall nichts oder wenig. Dank der Vorsorgevollmacht wird derzeit immerhin alles noch einmal geprüft. Wie oft wir schon mit der Hotline telefoniert haben, weiß ich nicht.

Aber ohne Konto keine Rente, weder die eigene der Oma, noch irgendwann Witwenrente. Aber es laufen ja jeden Monat 2000 Euro Heimkosten auf...

Dummerweise hatten die Großeltern - als sparsame Schwaben - ihr Konto auch noch bei einer Direktbank. Das erschwert die Sache ohnehin schon (mal eben in die Filiale gehen und es klären, ggf. zur Not die Oma vorzeigen, damit einem geglaubt wird, geht halt nicht). Aber dazu kommt noch, dass diese Bank kein Konto zulässt, die von einem wie auch immer gearteten Betreuer betreut werden. Sprich, für nicht geschäftsfähige Personen geht da eh nichts.

Also klapperten wir diverse Filialbanken ab. Fast überall wurden wir abgewiesen. Eine Bank gab uns einen Termin. Die Kontoeröffnung wollte der Filialleiter machen, der sich vorab informierte. Ja, das sei alles ok, was wir bei diesem Termin an Unterlagen anbrachten - die Vollmacht und Atteste vom Neurologen - aus den Jahren 2010 bis 2016 waren die Schreiben, das aktuelleste immerhin vom Sommer und damit recht frisch.

Es wurde darin immer wieder eine weiter voranschreitende Demenz attestiert. Es wird darin auch immer angekreuzt, was sie alles nicht mehr kann. Quasi alles. Sie weiß nicht mal mehr ihren Namen und kann nicht mehr sprechen, außer höchstens mal ein Wort, das es zwar gibt, aber nicht in den Zusammenhang passt (Beispiel: "Wie geht es dir?"-" "Bürste"....Und DAS ist an einem guten Tag! An einem schlechten kommt so etwas wie "bapihefhosfhpwefj?!").

2 Wochen nach dem Termin der Bank, die uns 100% sicher zusagte, dass die Kontoeröffnung eines reinen Guthabenkontos klappen wird, kam ein Brief "Ohne Gutachten vom Neurologen zur Geschäftsfähigkeit kein Konto". Wir mögen dies bitte binnen 7 Tagen vorlegen.

Also...Anfrage beim Neurologen, ob er ein solches Gutachten erstellen kann. Ja, kann er. Dauert mehr als 7 Tage, kostet im vierstelligen Bereich. Sei vermutlich aber unnötig bei Vorliegen einer Vollmacht. Hm.

Wir vereinbarten einen Beratungstermin bei der Sozialstation. Uns wurde gesagt, dort bekäme man Beratung. Bekommt man auch, man ist dort sehr nett und hilfreich. Dort erklärte man uns aber auch, wir hätten alles richtig gemacht, die Sache sei vertrackt und man könne da auch gar nichts raten.

Rente kommt mangels Konto vorerst nirgendwo her und wird gestapelt, bis sich die Sache geklärt hat Nicht mal ihre eigene kommt. Von Hinterbliebenenrente auch noch keine Spur. Denn bis die Sterbeurkunde kam - ohne die geht in dieser Richtung logischerweise nichts-  dauerte es erstmal 6 Wochen (!). Denn Berlin hat aktuell wohl so gut wie keine Standesbeamten.

Wir haben versucht, mit der Vollmacht und den Attests die Rentenversicherung dazu zu bewegen, die Rente auf  das Konto meines Mannes zu überweisen, da er laut Vollmacht zuständig für die Oma ist. Und gehofft, man könne auf diese Weise - wenn das Geld an ihn geht und er es dem Heim überweist und das natürlich auch alles genau dokumentiert- das Kontoproblem so umfahren kann. Erst hieß es, das ginge. Vollmacht und Atteste sind ja eindeutig.

Heute dann Post. An die demente Oma gerichtet. Da ihre Rente aufgrund ihrer Geschäftsunfähigkeit ja an die in der Vollmacht genannte Person und nicht an sie gehen soll, möge sie bitte auf dem beiliegenden Formular unterschreiben.

Als ich das las, kam ich mir langsam vor wie ein hysterischer Clown. Welchen Sinn macht eine Unterschrift in ihrem Fall, hat sie irgendwelchen Wert, da sie ohnehin nicht weiß, was sie tut? Und wie soll jemand unterschreiben, der nicht mal mehr seinen Namen weiß, nicht mehr einen Stift halten kann, sich die Zahncreme in die Haare schmiert und mit der Brille den Kaffee umrührt -. und selbiges höchstwahrscheinlich auch mit einem Stift tun wird? Was machen wir nun? Sie einfach mal "schreiben" lassen und hinschicken, egal, wie es aussieht? Oder bei der Rentenversicherung anrufen und erklären, dass Unterschreiben definitiv unmöglich ist, sie im Glücksfall vielleicht ein gekritztelte Linie bekommen, aber selbst dies unwahrscheinlich ist - und was sie eigentlich mit einer Unterschrift einer geschäftsunfähigen Person anfangen können?

To be continued.... denn es kommen noch viele weitere Dinge in naher und ferner Zukunft, die geregelt werden müssen. Und da haben die Großeltern und wir alle immer gedacht, sie hätten ja für den Fall der Fälle vorgesorgt...

Montag, 12. Dezember 2016

Kiek gleich noch einmal runter - am PoDaPla

Die letzten Wochen haben wir, wenn auch aus traurigem Anlass, viel Besuch gehabt. Da gab es nicht nur schwangere Fernseher in einer Ferienwohnung zu sehen, sondern auch Sightseeing mit all denen, die Berlin bisher noch gar nicht kannten.

Also, nix wie los und die relativ knappe Zeit genutzt, um mal das Wichtigste in Kürze abzuklappern...Alex, Dom, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Schlenker zum Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt, denn aus irgendwelchen Gründen liebt Besuch aus dem Ausland immer Weihnachtsmärkte. Kurz in den Tiergarten, Goldelse und Igors Kanone, Reichstag und dann rüber zum Potsdamer Platz. Da gibt es schließlich noch ein winziges Mauerstückchen... Und die Lego-Giraffe. Und den Panorama Point.

Den kannte ich bisher nur vom Hörensagen, Freunde von mir, die auf Touristenpfaden in der Stadt waren, haben davon erzählt. Ich habe auch mal die recht dezenten Schilder gesehen, die für diese Aussichtsplattform im 25.Stock des Hochhauses am Potsdamer Platz 1 werben. Ganz ehrlich, ich hätte es vermutlich trotz dieser Schilder nicht wirklich gefunden. Hätte ich nicht eben aus erster Hand gewusst, dass es das geben muss...

Gegenüber dem Fernsehturm sind die Vorteile offensichtlich. Keine Wartezeit an der Kasse oder dem Aufzug, der übrigens der schnellste Aufzug Europas sein soll. Die Fahrt ist erstaunlich unspektakulär, aber ja, sie ist schnell vorbei. Es ist hier alles deutlich billiger als am Fernsehturm. Kaffee und Kuchen gibt es da oben auch, auch mit guter Aussicht. Die Aussicht finde ich sogar besser als beim Fernsehturm, eben weil man nicht so hoch ist. Man erkennt alles besser. Dafür sieht man nicht soooo weit in die Ferne. Weiterer Vorteil: es ist angenehm leer.

Die Nachteile: man ist draußen und der Wind pfeift. Ein hohes Gitter hält einen davon ab, dass einen der Wind nach unten wedelt (mir persönlich als Höhenangstgeplagte sehr wichtig, auf dem Eiffelturm dachte ich, theoretisch wäre ein Segeln über die Brüstung möglich - am Panorama Point ganz sicher nicht...).  Die Sicht ist nicht endlos. Und das große Gebäude der Bahn nimmt sie in eine Richtung komplett. Wir haben dort jemanden beim Büroschlaf - mitsamt Füßen auf den Tisch - gesehen ;-)

Und natürlich gibt es Fotos...

Die Bahn...

Der Ballon zum Runtergucken

Leipziger Platz

Philharmonie

Tiergarten und Sonycenter - und wieder die Bahn...





Sonntag, 27. November 2016

Der schwangere Fernseher




Gesehen habe ich dieses seltsame Stück in einer Ferienwohnung hier in Berlin (bevor jemand sich wundert: dort hatten sich Verwandte eingemietet)... Was zum Teufel ist das? Kann man so etwas wirklich kaufen? Nicht, dass ich Bedarf hätte, mir einen schwangeren Röhrenfernseher ins Wohnzimmer zu stellen, ich frage mich eher, ob das ein Eigenbau ist und wenn ja: warum macht man so etwas?

Angeschlossen war daran ein alter Videorecorder (mit Videokassetten!). Es gab zwei Videos, das eine hieß "Globus" und erscheint mir noch irgendwie sinnvoll in Kombination mit diesem Fernseher. Da war allerdings das Band gerissen. Und so blieb nur noch das Video, das im Rekorder lag - ein Film über Hitler.

Wir haben dann doch lieber am absolut flachen Fernseher mit DVD-Player den kleinen Nemo geschaut...


Mittwoch, 16. November 2016

Kiek mal wieder runter...

Als Berliner besucht man Sehenswürdigkeiten ja meist nur, wenn man Besuch von "Auswärts" hat und dieser gern eben Sightseeing machen möchte. Sonst denke ich mir eigentlich immer "kenn´ ich, kann man ja auch immer mal hin...". Nachdem im Kindergarten des Kleinen nun wochenlang Berlin das Thema war und natürlich auch der Fernsehturm in allen Varianten nachgebastelt wurde, dachten wir uns, wir sollten mal einen Ausflug machen und uns unter die Touristen mischen.

Momentan, noch bis Ende des Jahres, bekommen Berliner 20% auf den Eintrittspreis, die Aktion nennt sich "kiek mal wieder rin" und ist nur auf der Webseite zu finden. 

Die Schlange am Einlass war lang wie eh und je, auch die Early Birds mit den vorgebuchten Tickets waren nicht deutlich flotter als wir.  Taschenkontrolle an der Tür, Schlangestehen am Ticketschalter, noch einmal eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen, aber alles entspannter als  2008 bei unserem letzten Besuch.

Was auffiel: wirklich freundliches Personal, das auch gut Englisch sprach. Ja, das sollte normal sein, erlebt man nicht so oft in Berlin.

Die Aufzüge sind seit meinem letzten Besuch erneuert worden. Die haben nun ein Glasdach, was eine tolle Sicht in den Aufzugsschacht bietet. Lustigerweise habe ich mich gerade vor einer Woche mit einem Freund unterhalten, dass er in Brüssel im Atomium Aufzüge mit Glasdach gesehen hat und es toll wäre, wenn der Fernsehturm dies auch hätte...

Und es gibt sie immer noch, die "Knubbel" neben der Treppe. Die fand ich schon als Kind faszinierend. Vermutlich stand man früher immer auf dieser Treppe in der Schlange...

Die Sicht war leider nicht so gut wie erhofft. Man erkannte den Flughafen Tegel nicht, auch der Müggelsee war nicht zu sehen. Dafür aber immerhin die alte Abhörstation auf dem Teufelsberg. Und da ich anscheinend immer aussehe wie die wandelnde Auskunft, fragte mich jemand, was das ist, wie man dorthin kommt, ob man mit dem Auto hinfahren und ob man hinein kann. Ja, kann man mittlerweile. Da müssen wir auch noch hin...

Mit Schatten...

Spree, Sea Life, IHZ...

S-Bahn und die Gegend um den Hackeschen Markt

Das Park Inn und der Prenzlauer Berg im Hintergrund


Leuchtet da das Kreuz?

Treppenknubbel

Turmbär