Freitag, 24. Juni 2016

Schlagabtausch

Letztes Wochenende, direkt hier bei uns an der Straße... Wo es eigentlich immer ruhig ist. So ruhig es an einer Kopfsteinpflasterstraße eben sein kann. Aber normalerweise hört man hier nur die Autos monoton brummen, ab und an die Straßenbahn laut klingeln (gelegentlich gefolgt von einem "BUMM", wenn mal wieder jemand in die Tram gekracht hat, was ungefähr 5x im Jahr vorkommt) und ab und an hört man unseren Nachbarn singen.

Aber dieses Wochenende gab es Geschrei. Ein paar Radfahrer lieferten sich ein Duell mit zwei Fußgängern. Alle sahen so gar nicht wie die Leute aus, die man so typischerweise bei Auseinandersetzungen und Schlägereien in der Stadt beobachtet. Es waren keine Jugendlichen, sie waren nicht betrunken, es war nicht in der U9 und auch nicht in Neukölln. Alle Beteiligten waren schätzungsweise knapp vor dem Rentenalter. Es passte also alles so gar nicht. Aber es ging ab.

Schimpfworte aller Art wurden laut herumgebrüllt, bis es zum Angriff überging. Aber statt zurückzuschlagen, entfachte eine Diskussion, ob das jetzt erlaubt war und was das für medizinische Konsequenzen haben wird.

Da brüllten die beiden Fußgänger wieder los. Er behauptete lauthals "Ich bin Anwalt, ich darf das!" und sie "Ich bin Ärztin. Der Schlag war nicht schlimm". Und zogen weiter.

Und die Radfahrer warfen noch ein paar Schimpfwörter hinterher und diskutieren lautstark, ob diese Berufsangaben wohl gestimmt haben könnten...

Echt passiert, am Rande von Pankow.

Dienstag, 21. Juni 2016

Deutschland im Putzfieber...

Wer bitte denkt sich so etwas aus?


Gesehen bei Penny.

Montag, 20. Juni 2016

Nachts duschen...

Was möchte uns dieses Schild sagen?


Dass es sich nach 22 Uhr ohnehin nicht mehr lohnt, zu duschen, denn dann ist man so dreckig, dass man es gleich sein lassen kann? Oder dass nach 22 Uhr die Dusche so versifft ist, dass man schmutziger hinauskommt, als man hineingegangen ist? Oder dass nach 22 Uhr kein Personal mehr da ist und somit die Dusche nicht mehr geputzt wird? Oder die Dusche nach 22 Uhr zweckentfremdet werden würde und man sie daher lieber direkt schließt?

Gesehen auf einem Parkplatz in der Nähe vom ICC.




Montag, 13. Juni 2016

Die Papiertüte und die grüne Tonne

Deutschland ist bekanntlich das Land der Mülltrenner. In Berlin ist es eigentlich nicht ganz so extrem. Aus Süddeutschland kenne ich es so, dass man genau aufpassen muss, bloß nicht etwas falsch einzuwerfen. Vielleicht ist das dort auch nur auf Dörfern so, aber als ich das erste Mal in Baden-Württemberg war, war ich beeindruckt, als mir jemand mit voller Ersthaftigkeiten die Mülltonnen erläuterte...So als käme man ins Gefängnis, wenn man auch nur ein Stück falsch einwirft oder den Joghurtbecher nicht auswäscht, bevor man ihn entsorgt, weil sich ja dann Verpackungsmüll mit Essensresten (also quasi Bio-Müll) mischt...

Vielleicht kam die Frau dorther, die mir letzte Woche an einer Raststatte an der Avus über den Weg lief. Ich stand da eigentlich nur so herum und schaute auf mein Telefon. Neben mir stand zufällig ein ganz normaler, aber grüner Abfalleimer.

Plötzlich neben mir eine Stimme:

"Sagen Sie, diese Tonne hier... die ist ja grün. Meinen Sie, ich darf dort das hier wegwerfen?" und hielt mir ein zerknüllte Brötchentüte aus Papier hin.
"Ja klar. Das ist eine Mülltonne."
"Aber sie ist grün!"
"Egal. Das ist eine Mülltonne, werfen Sie den Müll hinein."
"Aber... darf man das? Die Tonne ist grün!"
"Es ist aber weder eine Bio-Tonne noch sonstwie gekennzeichnet, dies ist ein Mülleimer!!"
"Ja, aber... darf man nun?"
*Nein, Sie werden bestimmt gleich verhaftet... wegen einer Papiertüte in einer grünen Mülltonne. Schauen Sie, da hinten, da wird gleich die Polizei angesaust kommen, sobald Sie diese Papierkugel in diesem grünen Mülleimer versenken...*

Nichts sagen, nur wundern. Wirklich passiert am Rande Berlins. Und was wirft man eigentlich in die orangen Eimer in der Stadt?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Leckermäulchen....

Irgendwo in Marzahn...

Mein erster Gedanke: "Oh, es gibt hier noch Schlecker... Die haben es nicht bemerkt!"

Aber der Laden war doch leer. Aber man muss sagen, der Aufkleber ist gut gemacht...



Dienstag, 7. Juni 2016

Spatz

Es gibt Dinge, die muss man nicht haben. Beispielsweise tote Vögel in der Wohnung. Aber von vorn...

Auf unserem Balkon tummeln sich seit Wochen Spatzen. Sie haben gebrütet, sie futtern die Reste des Winterfutters, bringen ihre kleinen Spatzen, die sehr flauschig sind, vorbei und baden immer abwechselnd in einem Blumentopf, den ich aus dem Grund nicht mehr bepflanze.

Normalerweise sind sie ziemlich scheu. Wenn man die Balkontür offen stehen lässt, kommen sie nicht hinein, wenn man eben im Zimmer sitzt. So als sei man eine ledendige Vogelscheuche...

Gestern habe ich ausnahmsweise die Balkontür offen gelassen, als ich Post holen ging. Als ich zurück kam, flatterte etwas in der Küche. Ein Spatz. Er wollte die Abkürzung quer durch die Wohnung nehmen und saß nun auf einem Kaktus (!) am geschlossenen Fenster.

Ich wollte ihm einfach das Küchenfenster öffnen, aber während ich daran hantierte, flog er panisch los zurück Richtung Balkon, verfehlte die offene Tür und krachte gegen das Fenster direkt nebendran.

Und landete zwischen Spielzeugautos vom Junior, der zum Glück gerade im Kindergarten war.

Ich habe leider kein Foto für Euch... Auch wenn der Spatz so schön aussah wie der Eichelhäher im LandLebenBlog.






Montag, 6. Juni 2016

Wellness-Rätsel

Im Holiday Inn in Spandau hängt in der Dusche vom Poolbereich dieses Schild. Ich verstehe das Bild links unten tatsächlich nicht.  Daher nun eine Frage hier in die Runde...was bedeutet das?

Der Rest ist klar...Schwimmen mit ungewöhnlich langem, unnatürlich geknickten Arm....Liegen unter Lampen, wobei es sich auch um ein Ufo handeln könnte... Sauna im Nebelregen, also ein Dampfbad?

Aber das Bild links unten... Handtuch bitte SO halten? Bogenschießen mit vier Bögen?



Freitag, 3. Juni 2016

Vögelchen

Gestern purzelte mir im Grunewald dieser niedliche Vogel quasi direkt vor die Füße. Er beobachtete mich sehr genau und mir war leicht unwohl, ihn dort allein zurückzulassen, aber natürlich werden die Eltern in Rufnähe gewesen sein.

Ist es eine Drossel? Oder ein Eichelhäher?