Donnerstag, 6. August 2015

Besuch beim Erdbär

Sobald die Erdbeer-Erntezeit kommt, ist Berlin voller Erdbeerhäuschen. Und seit einiger Zeit hat Karls Erdbeerhof, der hinter diesen Häuschen steht, nicht nur an der Ostsee einen Erdbeer-Erlebnishof, sondern auch bei Berlin. In Elstal, genau genommen ist der und als wird als Freizeitpark beworben. Ja, das ist gleich beim B5-Outlet und bei den vielen leeren Kasernen.
 
Mit Schild...
Meine Tochter berichtete mir mehrmals, mehrere Freundin von ihr hätten gesagt, der Erlebnishof sei ganz toll. Eine Freundin schwärmte mir direkt davon vor. Da gäbe es alles aus Erdbeeren, alles voller Erdbeeren, unvorstellbar viele Erdbeeren. Vor meinem geistigen Auge erschient ein Ort komplett in Erdbeer-Rot und voller Früchte. Wir müssten dort unbedigt mal hin, wurde mir gesagt.

Ok. Also waren wir nun dort. Es war vielleicht nicht die beste Idee, an einem sehr sonnigen Sonntag in den Sommerferien zu erscheinen. Aber immerhin: der Parkplatz war noch nicht voll. Es kann auch mehr Ansturm geben, vermute ich. Denn es gibt einen Ersatz-Parkplatz. Einen Fahrradparkplatz gibt es ebenfalls.

Das Erlebnisdorf kostet keinen Eintritt. Das erstaunte mich. Denn wenn etwas nichts kostet, taugt es entweder nichts oder es ist ein Teil einer Marketing-Strategie. Das ist nichts verwerfliches, nirgendwo bekommt man einfach so etwas geschenkt. Und mir sind gut gemachte Attraktionen, bei denen mir noch jemand etwas verkaufen möchte (was man ja nicht tun MUSS) lieber als die Attraktionen, die nichts kosten, nichts verkaufen und (deshalb?) heruntergekommen aussehen.

Marmeladenküche
 Gleich nach dem Eingangsbereich (mit Erdbeer-Springbrunnen) geht es erstmal durch eine Art riesigen Erdbeer-Supermarkt. Hier gibt es tatsächlich alles mit Erdbeeren.. Marmelade, Erdbeerwein, Erdbeerbonbons, Kleidung mit Erdbeeren drauf, Erdbeer-Körbe, Erdbeer-Keine-Ahnung-was-noch-alles. Live wird direkt Marmelade gekocht, die Früchte stehen badewannenweise (!) bereit. Noch warme Gläser kommen in den Verkauf. Das hat schon etwas, wenn Marmelade SO frisch in den Verkauf kommt. Man bekommt in dieser Halle auf Brot (Stück 3,90 Euro) und noch vieles vieles mehr. Es ist wie ein Supermarkt, es gibt auch Einkaufswägen.


Erdbeeren...!
Da muss man erstmal durch. Dann gelangt man ins Innere des Dorfes. Ein Irrgarten wartet auf die Besucher. Er ist nicht mit dem Mais-Labyrinth zu verwechseln. Der Besuch des Irrgartens ist gratis. Kinder können eine Metall-Erdbeere auf einen Zettel abpausen, dafür gibt es eine Überraschung im nächsten Erdbeer-Laden an der Kasse. Es gibt einen Lolli.

Es gibt auf dem Gelände mehrere Spielplätze. Sie sind nicht zu riesig, sondern noch übersichlich, was mir auf "unbekanntem Terrain" mit Menschenmassen auch ganz lieb ist. Es gibt Wasser auf den Spielplätzen, was bei dem Sommerwetter natürlich klasse ist (unbedingt Wechselsachen oder Badezeug einpacken!). Warum eine Seilbahn MITTEN durch den Spielplatz gehen muss, statt wie sonst üblich an der Seite, ist mir unklar. Mein Vierjähriger ist beim nichtsahnenden Rennen quer über den Spielplatz nur sehr knapp einer Kollision entgangen.

Auf den Spielplätzen sind auch Bagger (mit Einwurfschlitz für einen Euro) bzw. so ein Wackelboot, ebenfalls mit Münzeinwurf. Ok, muss man ja nicht mitmachen.

Cool ist bestimmt die Wasserbomben-Schleuder. Leider waren bei unserem Besuch die Wasserbomben aus. Stockbrot kann man auch backen, für 1,50 Euro bekommt man Teig.

Blick aufs Maislabyrinth

Ab Juli, also momentan, gibt es das Mais-Labyrinth und derzeit auch eine Sand-Ausstellung. Im Winter gibt es Eisskulpturen. Diese Ausstellungen kosten Eintritt. Nicht viel, aber es kann sich mit Familie dann doch so langsam läppern. Würde ich normalerweise 4 Euro pro Person für einen Besuch auf einem Maisfeld zahlen? Eher nicht. Hier tut man es dann schon, schon weil die Kinder sich das gerne ansehen wollen. Immerhin gibt es Kombikarten für Sand- und Mais...Und die sind dann auch Dauerkarten, die sich lohnen, wenn man um die Ecke wohnt.

Für ca. 12 Euro pro Person (ermässigt 7,50 Euro) kann man auch das angrenzende Schaugehege Döberitzer Heide ansehen. Es gibt Wasserbüffel und Wildpferde. Es wird dort auch bald eine Dino-Ausstellung geben.

Mulde...
 Auch andere Attraktionen wie die Fahrt mit einem Traktor kosten ein wenig (2 Euro pro Perso, nur Kinder unter 90 cm sind frei).  Mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern ist man also hier auch gleich mal einige Euro los. Für eine Rund Trekker fahren auf Schienen.

Die Nutzung der riesigen Rutsche, mit der man nur in einem Kartoffelsack rutschen kann, ist gratis. Auch die Hüpfkisten sind gratis. Und auch die beiden Seifenblasen-Näpfe, die sehr begehrt waren und die einige Mütter verteidigten wie eine Festung ("Mein Kind hat zuerst das Seifenblasen-Zepter in der Hand gehabt!!)", sind gratis nutzbar. Ein Streichelzoo ist auch einfach zugänglich. Und der Indoor-Spielplatz war gratis und in gutem Zustand.
Also, es gibt schon einiges "einfach so" in diesem Freizeitpark.

Einer von mehreren Spielplätzen
Das Ponyreiten kostet dann, logischerweise wieder. Wieder nicht viel. Man merkt es kaum, wie man hier und da und dort Geld lässt ;-). Praktischerweise gibt es überall noch Verkaufsstände, oft auch passend zur jeweiligen Attraktion... Es gibt Spielzeugtraktoren bei der Traktorbahn, es gibt Biene Maja-Sachen, weil man ja hier auch Bienen sehen kann. Das Konzept ist stimmig.

Fürs leibliche Wohl sorgen mehrere Restaurants. Wer Imbiss-Buden vermutet, liegt falsch. Ich hatte ungefähr ein Budget wie bei einem Besuch im Freibad eingeplant beim Essen und war dann doch erstaunt, dass man für einen Eierkuchen hier mindestens 6,50 Euro lassen muss.  Aber gut, sie sind nicht einfach wie beim Crepe-Stand, sondern mit warmer Vanillesauce, Eis oder Marshmallows oder Schinken belegt... Relativ günstig sind nur die Erdbeeren - eine Schale verzehrfertiger Erdbeeren kostet 3 Euro. Egal, ob mit oder ohne Vanillesauce.

Es gibt kaum Schatten, eventuell liegt es daran, dass der Hof noch sehr neu ist. Jetzt im Hochsommer ist das abseits der Wasserspielplätze dann schon unangenehm und zu sonnig.

Das Bauernhof-Motto zieht sich durch den ganzen Hof, es ist eben das Konzept. Ich persönlich fand das altmodische Flair mit Kaffeekannen-Ausstellung, alten Kisten, alten Traktoren, Wäscheleine mit alter Kleidung und so weiter an sich ganz passend. Bezeichnungen wie "Furzmulde" für den Sitz am Traktor, Kackfidel (!) für einen Eierkuchen für Kinder und die gelbe, wie hingetropfte Linie als Wegweiser zum Klo irgendwie... naja... nicht so schön.

Wer wagt es, Nummer 7 zu bestellen? ;-)

Alles in allem: Es ist ok. Es ist nicht so gigantisch, wie uns Werbung und auch Berichte von Bekannten versprochen haben. Vielleicht waren unserer Erwartungen dadurch auch zu hoch. Wer Erdbeeren mag und Produkte mit Erdbeeren, wird hier sicher fündig. Die Auswahl ist riesig. Die Spielplätze sind schön, viele Attraktionen kosten aber durchaus etwas und unter einem Freizeitpark verstehe ich eher etwas mit Achterbahnen, aber es ist in Ordnung.

;-)

Ordnung in das Foto-Chaos...

Ein paar Tage sind es noch bis zu unserem diesjährigen Sommerurlaub. Da auf meinem Telefon derzeit fast 3000 Fotos vorhanden sind - beginnend beim letzten Familienurlaub in Dänemark vor einem Jahr - und das Telefon schon eine Weile immer länger einen „Lade-Kringel“ anzeigt, wenn ich die Galerie aufrufe, müssen die Fotos vorher rechtzeitig herunter. Auch die SD-Karte auf der Kamera ist am Ende ihrer Speicherkapazität angekommen.

In solchen Momenten beneide ich ja eine Freundin von mir, die mal sagte, sie kann auch mit digitalen Fotos so sparsam umgehen, wie früher, als man Filme noch kaufen, damit dann nur eine begrenzte Anzahl Fotos machen und jeden Abzug einzeln bezahlen musste. Ich schaffe das einfach nicht. Hier ein Schnappschuss, da ein Foto, hier ein Bild fürs Blog...

Aber einfach nur auf der Festplatte unseres heimischen Servers möchte ich sie auch nicht speichern. Da ist so viel drauf, dass man am Ende nichts mehr wiederfindet, obwohl alles nach Datum sortiert ist. Außerdem schaut man sich das ohnehin nie wieder wirklich an. Weil sich dort neben schönen Schnappschüssen auch jede Menge eher nicht wirklich spannender Bilder befinden.

In unserer Familie wird gerne fotografisch alles dokumentiert. Das hat Tradition. Mein Schwiegervater hat damit angefangen. Wir könnten das Haus der Schwiegereltern, das in den 70ern gebaut wurde, problemlos nachbauen, denn er hat jeden Balken und jedes Bauelement beim Ein-und Anbau fotografiert. Mein Mann fotografiert jedes seiner Projekte und unsere Tochter fotografiert Lego-Sets, Experimentierkästen und Malen-nach-Zahlen-Bilder beim Spielen beziehungsweise Malen. Man könnte alles zusammenschneiden und hätte Videos. Aber so sind es einfach viele Fotos. Die obendrein jedem der „Fotografen“ heilig sind – aber das entspannte Durchsehen der Fotos erfolgreich verhindern.

Allein schon aus diesem Grund, ist es wohl sinnvoll, mal wieder ein Album zu erstellen, in dem nur sehenswerte Fotos hineinkommen. Fotobücher kommen immer gut an, ich bin immer ganz erstaunt, wie oft man doch dazu greift und es durchschaut. Es ist einfach doch anders als Bilder auf dem Laptop oder Telefon. Und auch besser als einzelne Fotos, die auch dazu neigen, durcheinander zu geraten, wenn man sie nicht in einem Album fest einbaut. Solche Alben gibt es heute ohnehin kaum noch. Dann lieber gleich ein Fotobuch, in dem man die Bilder in richtiger Reihenfolge einstellen kann und am besten auch gleich beschriftet.

Bisher habe ich Fotobücher immer nur am Jahresende erstellt, quasi als Jahresrückblick. Da war dann aber immer schon ziemlich genaues Aussuchen gefragt, wenn man nicht einen ganzen Wälzer zusammenstellen wollte. Das Erstellen dauerte aufgrund von vielen Bildern auch oft mehrere Stunden und verteilte sich über Tage. Von mehreren Freunden habe ich nun gehört, dass sie nach jedem Urlaub ein Fotobuch erstellen. Die meisten als echtes Buch, andere als Erinnerung mit Google Fotos. Diese App erstellt einem aus Schnappschüssen, die man mit dem Telefon macht, direkt ein virtuelles Buch oder Album, wie auch immer man es nennen möchte. Und das sogar beschriftet, mit Orten und Uhrzeiten. Ich muss allerdings gestehen, dass mir DAS ein wenig unheimlich ist. Ich habe bei diesen Alben immer Bedenken, dass ich irgendeinen Haken in der App falsch gesetzt habe und meine Fotos versehentlich mit der Welt teile.

Daher werde ich lieber wieder ein echtes Buch bestellen. Kleine Fotobücher sind auch mittlerweile erstaunlich günstig. Während ich für mein erstes Fotobuch vor Jahren noch gut 20 Euro bezahlt habe, finde ich nun in manchen Shops bereits Fotobücher ab 6 Euro. Ich probiere immer verschiedene Anbieter aus, da jeder wieder etwas anderes im Angebot hat. Man staunt manchmal wie unterschiedlich die Bücher aussehen – angefangen von der Papierqualität bis hin zu den Farben. Ich bin auch immer neugierig auf die gebotenen Hintergründe, ClipArts oder Gestaltungsmöglichkeiten. Heraus kam ich diesmal auf meiner Suche bei FotoPremio, einem Anbieter für Fotos, Fotobücher und -geschenke. Sie bieten kleine Fotobücher im „Handtaschen-Format“ ab 5,95 Euro. Das dürfte als Urlaubsalbum sicher reichen. Abonniert man den Newsletter bekommt man ein solches Fotobuch sogar geschenkt. Es soll sogar binnen 1-2 Tagen per Post ankommen. Wir werden sehen, ob das dann nach unserem Urlaub auch wirklich klappt.

Freitag, 31. Juli 2015

Ferienprogramm: Ein Tag am Flughafen

Auf der Webseite der Berliner Flughäfen entdeckte ich vor einigen Wochen das Ferienprogramm "Ein Tag am Flughafen". Zugegeben, ich war die treibende Kraft, die dafür sorgte, dass wir das unbedingt mal machen müssen...

Damit darf man fast überall hin ;-)

Das Anmelden kann per Email oder Telefon erfolgen. Ich habe es per Email gemacht und es hat wunderbar funktioniert. Eine Antwort bekam ich binnen weniger Minuten, auf Nachfragen wurde genauso flott geantwortet.

Da auf der Webseite von einem FERIENprogramm die Rede war und es auch 6 Stunden dauert, ging ich davon aus, dass das Programm erst für Kinder ab dem Schulalter gedacht ist. Eine Altersangabe oder zumindest Empfehlung fand ich aber nirgendwo.
Kinder müssen immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Es ist also keine "Ich gebe mein Kind zum Bespaßen einen Tag ab"-Veranstaltung.

Vor Ort mussten wir feststellen: mit 10 Jahren gehörte meine Tochter eher zu den älteren. Der Großteil unserer Gruppe waren Vorschulkinder, Kleinkinder und sogar ein Baby, das gerade einmal laufen konnte, war dabei.

Die Gruppe war mit ca. 20 Teilnehmern, davon eben nur die Hälfte Kinder, sehr überschaubar und das war auch prima. Denn so konnte wirklich jedes Kind genug sehen und bei den "Mit-mach-Stationen" auch wirklich mitmachen. Mit Gruseln erinnere ich mich an unsere nächtliche Führung durchs überfüllte Zoo-Aquarium...

Der Spaß kostet pro Person 20 Euro, Kinder unter 6 Jahren zahlen, wie wir vor Ort feststellten, 5 Euro. Davon stand auf der Webseite nichts.

Schönefeld

Der Tag begann, pünktlich um 9 Uhr, im Terminal D des Flughafens Schönefeld. Dort befindet sich, recht gut ausgeschildert, ein Treffpunkt für die Flughafentouren. Jeder erhielt einen Ausweis und dann ging es auch schon los.

Geleitet wurde die Tour von einem Mitarbeiter, der seit 1968 (!) am Flughafen Schönefeld arbeitet und dem man die Begeisterung für Flugzeuge sofort abnahm. Er ist bereits über 70 und möchte noch so lange weiterarbeiten, bis der BER öffnet ;-).

Interflug aus Holz


Es ging los mit einem Frühstück in der Betriebskantine. Interessant fand ich dort die Holzverkleidungen mit Interflug-Flugzeugen. Vermutlich sah diese Kantine schon immer so aus? Man hatte im Rahmen des Ferienprogramms nicht die volle Auswahl an Speisen, aber es gab Rührei, Würstchen, Brötchen (und Marmelade, Wurst etc.) sowie Milch/Kakao und für die Erwachsenen Kaffee. Obstsalat und ähnliches hätte bezahlt werden müssen.

Hier übt die Feuerwehr
Dann kam Programmpunkt 1: Besuch bei der Flughafen-Feuerwehr. Ich dachte, man schaut sich das nur mal kurz an, aber nein, gleich mehrere Feuerwehrleute kamen und erklärten gut eine Stunde lang etwas über die Fahrzeuge, die Abläufe am Flughafen, die Übungen und vieles mehr. Am Ende konnte man auch das Übungsgelände (mit verkohltem Flugzeug, vermutlich ein Nachbau) ansehen und mit Wasser spritzen.Jeder konnte in Ruhe alles ausprobieren, kein Vergleich zu dem "husch-husch" sonst beim Tag der offenen Tür bei Feuerwehren.

Das war auch an der nächsten Station der Fall. Hier durften die Kinder alle mal in einer (ausrangierten) Piper Seneca Platz nehmen. Erst als Passagiere, dann durfte jeder nach vorne und Pilot spielen, also mal alle Klappen am Flieger zum Bewegen bringen und wirklich ausgiebig herumprobieren. Zeit für Fotos war ebenfalls.


Es folgte eine Busfahrt über das Vorfeld. Das ist in Schönefeld nicht unbedingt sooo spannend... viel easyJet, viel Ryanair. Aber wir sahen UP, den Billig-Fllieger von El Al, der gerade von einem Panzerfahrzeug (?) der Bundespolizei zum Start begleitet wurde.



Interessanter wurde es dann in dem Bereich, in dem Privat-und Firmenjets standen. Unter anderem dieser hier vom Hard Rock Café.


Es folgte dann der für mich beste Programmpunkt. Die Besichtigung der Lufthansa Technik-"Werft". Hier wurde gerade ein großer Check einer Lufthansa-Maschine durchgeführt. Es standen alle Sitze draußen, viele Teile waren ausgebreitet, das Wetterradar konnte man sehen, weil es quasi "offen" war, die Triebwerke waren auf "aufgeklappt" und man konnte einen guten Einblick gewinnen.
Leider war es hier verboten, zu fotografieren oder etwas anzufassen, mitzunehmen oder gar etwas dazu zu legen ;-)

Weiter ging es mit dem Bus zum BER. Hier ging es hinauf auf den Info-Tower. Schön, dass es einen Aufzug gab. In 30 m Höhe kann man hier rausgucken. Die eigentlich gute Sicht ist allerdings durch eine wabbelige, nicht mehr wirklich durchsichtige Folie schwer getrübt. Man kann dem Turm auch aufs Dach steigen, da ist die Brüstung so hoch, dass zumindest Kinder schwer etwas sehen können. Mich hat da oben die Höhenangst leider gepackt.

Info-Tower von unten
Weiter ging es dann zur Polizei. Auch hier nahm man sich eine Stunde Zeit. Es konnten die (ganz neuen) Räumlichkeiten am BER besichtigt, Pässe auf Echtheit geprüft, Polizeiuniformen anprobiert und Handsonden getestet werden. Und es gab lustiges "Taschen-Inhalt-Raten" am Röntgengerät. Auch Handschellen wurden ausprobiert. Dieser Programmpunkt war vermutlich für die kleinsten Teilnehmer der Runde am besten geeignet.

Schließlich ging es wieder mit dem Bus in die Kantine, es gab Mittagessen. Nudeln mit Tomatensauce und Grießbrei gab es, außerdem Currywurst und Pommes. Kinder bekamen, auch wenn sie über 6 und damit Vollzahler waren, nur halbe Portionen. Komisch. Zu guter letzt gab es noch ein Eis.

Alle bekamen außerdem eine Brotbox vom BER geschenkt (kann man regulär für 3 Euro auch kaufen).

Als Abschluss ging es auf die Aussichtsplattform. Dort gab es noch einige Erläuterungen rund um den Flughafen und die Abfertigung der Koffer. Und dann passierte etwas, was sicher kein Programmpunkt war, aber interessant anzusehen... ein Koffer, der gerade in den Flieger gebracht werden sollte, platzte auf dem Rollfeld auf (zu vollgestopft? Reissverschluss morsch?). Kleidung überall, ein sichtlich erboster Flughafen-Mitarbeiter, der bald darauf mit irgendetwas ankam, um den Koffer wieder zu schließen und vorsichtig ins Flugzeug zu tragen ;-).

Kleidung verstreut...
Alles in allem: Ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat. Die 20 Euro sind gerechtfertigt für ein 6-Stunden-Programm mit wirklich viel Zeit, um alles anzuschauen und hinter die Kulissen zu sehen. Zudem sind zwei Mahlzeiten, die Brotbox, die Besichtigung des Info-Towers (regulärer Eintrittspreis 2 Euro (1 Euro für Kinder)) und die Aussichtsplattform (regulär 2 bzw. 1 Euro Eintritt) dabei.

Also, wir können es empfehlen :-)

Montag, 27. Juli 2015

Bombenstimmung, Teil 2

Es ist schon ein paar Tage her, genau genommen war es vor unserem bombigen Erlebnis im Grunewald.

Vorletztes Wochenende wurde in Britz der Sendemast des Rias gesprengt. Machte auch ziemlich laut Bumm, aber nicht so erschreckend überraschend wie im Grunewald. Und es ging erstaunlich schnell...

Beobachtet und fotografiert haben wir es von einer nahen Currywurst-Bude aus ;-)



Donnerstag, 23. Juli 2015

Bombenstimmung, Teil 1

Es ist Kita-Schließzeit und Sommerferien, also sind wir viel unterwegs. Gestern waren wir im Grunewald, nur der Kleine und ich, da meine Tochter diese Woche beim Ferienprogramm ist. Wir waren wenig planschen am See, danach drehten wir noch eine recht große Runde durch den Wald. Es war ruhig. Da es warm war, waren wenig Leute im Wald. Die Grillen zirpten, Schmetterlinge flatterten und Vögel zwitscherten.

Plötzlich hörten wir ein Tuten wie von einer Eisenbahn. Ich überlegte noch, ob das von der nahen Eisenbahn kommen könnte. Mein Sohn fragte, ob es das eine Dampflok ist.

Und plötzlich machte es BUMM. Aber nicht zu knapp. Dazu bebte die Erde ein wenig. Der Schreck hat gesessen. Mein erster Gedanke war, dass vielleicht irgendwelche Tiere gejagt werden und wir womöglich jeden Moment für ein Reh gehalten werden. Da ich schon drei Mal im Wald Schüsse gehört habe (was mich in einem belebten Wald am Tage eigentlich wundert), kam mir das am wahrscheinlichsten vor. Leichte Panik kam auf und ich fragte mich, ob ich vielleicht irgendwo ein Schild mit der Aufschrift "Jagd" übersehen haben könnte. Falls es sowas gibt.

Genau in dem Moment kamen zwei ortskundige Radfahrer des Weges. Sie meinten, auf dem Sprengplatz Grunewald sei eben ein Blindgänger gezündet worden. Das machen die da immer, so 70x im Jahr. Manchmal wird dann auch die Avus gesperrt. Oha.

Und laut Karte standen wir nur etwa 300 m entfernt. Mir war auf der Karte sogar das Wort Sprengplatz aufgefallen, aber ich dachte niemals, dass da wirklich etwas explodiert. So wie am Baggersee nicht gebaggert wird (oder zumindest nicht mit Baggern...).

Nachdem mein Sohn das Worte "Bombe" von den Radfahrern gehört hatte, war dann alles vorbei. Er hat sich so erschreckt, dass er sich aller Erklärungen ("Das war nur die Polizei, es ist nichts passiert...") zum Trotz erst nach 30 Minuten wieder beruhigte.

Ich notiere: nicht nochmal mit Kind nichtsahnend an diesem Platz vorbeilaufen. Aber ich habe inzwischen gelesen, dass man dort an Führungen teilnehmen kann. Ich muss mich mal informieren, vielleicht ist das interessant.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Lost Place: S-Bahnhof Düppel

Als ich vor einiger Zeit am S-Bahnhof Zehlendorf auf die S1 wartete, fielen mir einerseits die ungewöhnlich vielen englischsprechenden Menschen auf (ich vermute, eine internationale Schule hatte Schulschluss und alle strömten zur Bahn?) und andererseits fiel mir ein verlassener Bahnsteig auf - mit abgebröckelter Farbe und viel Natur, die sich alles zurückerobert. Da fährt kein Zug mehr...

Wenn man entlang der Bahnstrecke in Zehlendorf mit dem Rad langfährt (oder läuft) findet man auch Schienen, Signale und auch verlassene Bahnhöfe. Den Bahnhof Zehlendorf Süd habe ich noch auf meiner "To-do-Liste", am S-Bahnhof Düppel war ich mittlerweile.

Viel ist nicht übrig von der ehemaligen Stammbahn, die vor dem Krieg ohne Umweg über Wannsee nach Potsdam fuhr. Die Strecke nach Potsdam wurde im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, es ging schließlich einiges an Strecke durch den Bereich der Mauer. Bis 1980 fuhr die S-Bahn aber bis Düppel.

An dieser Stelle war dann wohl Schluß... Und die Natur hat daraus ein fast schon romantisches Plätzchen gemacht.



Sonntag, 19. Juli 2015

Krötenwanderung

Heute morgen habe ich gelesen, dass momentan kleine Kröten wandern. Daraufhin dachte ich mir, dass wir ja mal nachschauen könnten, ob das stimmt. Viel Hoffnung hatte ich eigentlich nicht, denn nach unserem dauerhaften Pech mit Kaulquappen... (wobei, in diesem Frühjahr habe ich EINE im Tegeler See gesehen).

Aber kaum hatten wir das Auto am Waldrand in Hohen Neuendorf abgestellt, quietschten die Kinder auch schon los... "Schaut mal, sooooo viele kleine Frösche!!". Es waren wirklich viele, es hüpfte überall wohin man sah. Und handzahm waren sie auch noch...



Freitag, 17. Juli 2015

Schauriges Plätzchen...

Am Wochenende haben wir eine Radtour entlang des Mauerwegs im Süden Berlins gemacht. Am S-Bahnhof Schichauweg ging es los, von dort eben zum Mauerweg und dann immer an der ehemaligen Wand lang bis nach Wannsee.  Die Gegend eignet sich gut für Radtouren. Das Gelände ist flach, man kreuzt nur selten mal eine Straße und fährt nur auf Radwegen.

In Wannsee hätte man zwar noch weiterradeln können, aber nach einigen Stunden und fast 50 gefundenden Geocaches war es Abend geworden.

Mitten im Wald entdeckten wir das hier. Ich weiß nicht, was es ist. Es sieht aus wie ein kleiner Bunker und es lag sehr gut versteckt. Es wäre ein perfekter Ort um hier Blair Witch-Project nachzuspielen... Allerdings wimmelte es vor Mücken, was unseren Aufenthalt an diesem Ort dann stark verkürzte.

Ich vermute einen Zusammenhang mit den Maueranlagen, weiß es aber nicht. Falls es jemand weiß, freue ich mich über Kommentare.