Montag, 27. April 2015

Globeboot 2015

Alle Jahre wieder läutet die Globeboot in verschiedenen Städten die Outdoor-Saison ein. Es ist eine Veranstaltung des Outdoor-Shops Globetrotter und ja, natürlich geht es um Werbung - für den Laden selbst und diverse Marken, die mit Ständen vertreten sind. Aber die Veranstaltung bietet genug Spaßfaktor, dass man sie auch einfach mal besuchen kann als Familienausflug.


Die Globeboot in Berlin findet im Strandbad Wannsee statt, Eintritt ist nicht zu zahlen. Man könnte sich dann theoretisch quasi für lau auch an den Strand legen und baden gehen, aber dafür ist es Ende April eigentlich immer zu kalt.

Man kann klettern in einer Art kleinem Kletterpark, man kann einen Berg von Magic Mountain erklimmen oder aber Boote auf dem Wannsee ausprobieren. Auf Slacklines balancieren oder Stockbrot backen. Kinder können T-Shirts bemalen, Schätze suchen und noch vieles mehr - wer aktiv ist und an vielen Ständen war, bekommt Punkte und am Ende ein kleines Geschenk (Karabinerhaken, Spiel, Malset). Das ist eigentlich jedes Jahr so.


Man kann Zelte von innen ansehen und auf Isomatten Probeliegen. Wer sich hier etwas kaufen möchte, erscheint typischerweise bereits am Samstag des Globeboot-Wochenendes und reserviert sich sofort sein "Traum"-Zelt oder Boot. 30% Rabatt bekommt man, wenn man das Ausstellungsstück nimmt - bei Booten, die teilweise fast vierstellige Beträge kosten und auch bei teuren Zelten, lohnt sich das. Am Sonntag stand an fast jedem Zelt ein "Reserviert"-Schild (nur am neongrünen nicht, denn da tummelten sich unglaubliche Mengen von Fliegen, die anscheinend voll auf Neongrün fliegen ;-))


 Unser Fazit:
  • meine Kinder haben meine Höhenangst nicht geerbt
  • wir hätten gern ein Kanu, wüssten aber nicht, wo wir in Berlin damit herumfahren sollen
  • Stand Up Paddeling ist einfacher als es aussieht (ja, wirklich, man purzelt nicht herunter)
  • das Strandbad ist ziemlich rostig



Ach ja, dran denken: bald kommt der Sommer und dann ist schon fast wieder Weihnachten. Zu Weihnachten kann man immer den Weihnachtsmann von Globetrotter in einer Waldschule treffen. Es ist eine ebenfalls kostenfreie Veranstaltung, sehr gemütlich am Lagerfeuer im dunklen, ruhigen Wald - mit Waldwanderung, Spielen und Essen (Suppe, Lebkuchen). Am Ende gibt es kleine Geschenke. Wer einen Platz fürs Kind samt Eltern sichern will, sollte sich JETZT anmelden.

Donnerstag, 23. April 2015

Rennpferd

Vor ein paar Wochen habe ich in Karlshorst das hier an einer Bahnunterführung gesehen. Ich mag alte Schriften und Schilder, die einen Blick in die Vergangenheit ermöglichen. Sicherlich ist es nicht mehr aktuell, denn man kann dort überhaupt gar nicht mehr fahren. Auch langsam nicht, denn da stehen Blumenkübel zur Verkehrsberuhigung. Vielleicht haben zu viele Leute Rennpferde umgekarrt...




Mehr Schlaf im Sommer...

Die Zeitumstellung ist schon einige Wochen her. Früher hat mich das nie wirklich gestört. Aber seit ich Kinder habe, nervt mich die Zeitumstellung sehr. Die Kinder kommen abends kaum ins Bett. Die Große schwört, die merke gar nicht wie spät es schon ist - was ich ihr auch durchaus abnehme. Und der Kleine diskutiert Abend für Abend, dass es ja noch überhaupt gar nicht dunkel sei.

Und auch ich habe jedes Mal wochenlang eine Art Jetlag nach der Zeitumstellung. Ich kann zur Sommerzeit locker bis ein oder zwei Uhr wach bleiben und sogar kreativ arbeiten, aber dann kommt das Morgengrauen. Es wird früh hell und schon ist die Nacht vorbei. Die Frühjahrsmüdigkeit trifft mich also jedes Mal - was weder an der Sonne noch an der vielen frischen Luft liegt, an der man sich dann tagsüber aufhält, sondern sicher einfach nur an der Tatsache, dass ich zu wenig Schlaf bekomme, wenn es abends spät dunkel wird und früh schon wieder hell. Und bei den Kindern ist nicht anders. Vor allem der Kleine ist im Frühling deutlich müder als sonst und kommt auch auf weniger Schlafstunden.

Momentan haben wir in den Kinderzimmern und im Schlafzimmer Jalousien, die man bekanntlich so drehen kann, das kein Licht mehr hereinkommt. Sie erfüllen den Zweck aber nur teilweise, seitlich kommt immer noch Licht hinein und so richtig dunkel wird es nicht. Der Kleine schaut jedes Mal an der Jalousie seitlich vorbei und erklärt mir Abend für Abend, es sei hell. Ich suche daher schon nach einer Weile nach einer Lösung für dieses Problem und dachte da an Verdunklungsrollos. Ich wäre auch durchaus bereit, etwas direkt an die Fenster zu montieren

Nach vergeblichen Versuchen in Baumärkten – entweder gab es gar keine Rollos oder keine in der passenden Größe, habe ich auf der Webseite von Veluxshop habe ich hier diese Rollos gefunden. Das ist genau das, was ich suche und es ist für alle gängigen Fenstergrößen verfügbar. Für Kinderzimmer gibt es auch einige Designs, die nicht nach einfach dunkel aussehen, sondern bunt, wie beispielsweise dieses hier:

Quelle: Veluxshop.de

Wie löst Ihr das Problem mit dem hellen Licht an Sommerabenden? Bleibt Ihr einfach länger draußen und wach? Oder habt Ihr auch solche Rollos und wenn ja, welche? 

sp

Montag, 20. April 2015

Ledigenheim

Was es früher so alles gab... Heute ist es ein Studentenwohnheim. Passt also irgendwie immer noch.



Ganz in der Nähe vom Lietzensee entdeckt... Schöne Gegend, gerade jetzt bei dem Frühlingswetter. Ich verstehe gar nicht, warum ich dort bisher noch nie war. Man kann am See sitzen und Kaffee trinken oder mit den Kindern auf die beiden vorhanden Spielplätze gehen. Beide Spielplätze sind nicht unbedingt die allercoolsten, aber in Ordnung.



Und nicht für Studenten und Kinder ist hier gesorgt, es gibt gleich neben dem Seniorenspielplatz auch einen Treffpunkt für eben diese. Bin ich die einzige, die das Wort "Lebensherbst" irgendwie unschön findet? Was kommt danach? Der Winter?

Dienstag, 14. April 2015

Alda!

Neulich im Bus... Eine indische oder pakistanische Familie stieg ein.  Die Männer trugen Turban, die Frauen rote Punkte auf der Stirn. Sie saßen direkt neben mir und sprachen einen Mix aus dem typischen indischen Englisch und Deutsch.

Der Vater korrigiert seine Kinder jedes Mal, wenn sie etwas auf Englisch sagten... Er schien sehr großen Wert darauf zu legen, dass seine Kinder Deutsch sprechen. So weit, so gut.

Allerdings korrigierte er sie immer folgendermaßen:

"Das heißt nicht meter (Englisch), sondern Meter, Alda!"
"Nein, nicht meters, sondern Meter, Alda! Toy´R´us ist 500 Meter entfernt, Alda!"
...
"Was heißt "queen" auf Deutsch? Richtig, K-Ö-N-I-G-I-N, Alda!"
...
"Das heißt mich und nicht mir, Alda!"

Hm. So gut wie er sonst die Sprache beherrschte, denke ich fast, er hat sich aus diesem Satz-Anhängsel einen großen Spaß gemacht ;-).


Montag, 13. April 2015

Mögen alle Wesen glücklich sein

Aus der Reihe "Orte, die viele Berliner nicht kennen": Das buddhistische Haus in Frohnau. Ich kannte es schon, aber auch nur, weil einer meiner Profs im Seminar "Asien in Berlin" jede Woche eine Exkursion organisiert hat und uns der Weg einmal auch hierher führte. Vor kurzem war ich mal wieder dort und bin durch den Garten gelaufen. Es fühlt sich etwas komisch an, einfach hineinzugehen, aber es ist erlaubt.


Man rechnet mitten in Frohnau gar nicht mit einem solchen Ort. Es hat so gar nichts gemein mit dem ganzen Yoga-Lifestyle in den hippen Gegenden Berlins. Es ist am Rande der Stadt, das Haus alt und etwas baufüllig, es wehen keine Gebetsfahnen, aber es gibt Mediationskurse, eine Bibliothek und einen Tempel.


Und einen frei zugänglichen Garten. Es lohnt sich, einfach mal hindurch zu spazieren. Was mich überraschte: an jeder, der zahlreichen Buddha-Figuren lag eine Packung  Katzenfutter. Eine Katze habe ich aber nirgendwo gesehen.

Auf einem Auto des Hauses stand "Mögen alle Wesen glücklich sein!". Sehr schön. Und erinnert mich an Bhutan - das buddhistische Königreich, wo es das Bruttosozialglück gibt. Eine sehr schöne Sache. So ein bisschen davon könnte man hierzulande auch gebrauchen.

Donnerstag, 9. April 2015

Fünf Bücher

Man hat mir mal wieder ein Stöckchen zugeworfen. Kiezneurotiker war es, der wissen wollte, welche fünf Bücher ich in diesem Jahr lesen möchte. Ich habe das Stöckchen, das schon vor einer Weile kam, nicht vergessen, aber...

… es war eine schwierige Frage. Ich lese eigentlich gerne und viel. Zugegebenermaßen wenig Romane, denn es gibt zu wenige, die mir gefallen und mich wirklich fesseln. Und dann lese ich sie auch nicht. Ich bin in der Hinsicht vielleicht komisch. Ich mag auch keine Filme- Filme nach Romanvorlagen sind das schlimmste ;-).

Aber das war ja nicht die Frage, sondern welche Bücher ich lesen möchte in der näheren Zukunft. Normalerweise nehme ich mir nicht lange im Voraus vor, was ich lesen möchte. Ich bin da sehr spontan und habe keine wirklichen Lese-Pläne.

Früher bin ich gern in Buchläden gegangen. Dann habe ich jahrelang Bücher im Netz bestellt, aber mittlerweile kaufe ich so gut wie keine Bücher mehr. Nach dem Lesen will ich sie ohnehin nicht behalten. Mein Bücherschrank ist nach den letzten Entrümplungsaktionen stark geschrumpft, lediglich meine Reiseführersammlung darf weiterhin bleiben.

Meine Art Bücher auszuwählen, ist vermutlich eigenartig, aber es läuft schon seit einigen Jahren so:

Ich gehe in die Bibliothek, meist in die Humboldt-Bibliothek Tegel, weil die schön ist und jede Menge aktuelle Bücher hat (was man ja nicht von jeder Bibliothek Berlins behaupten kann). Und dort gibt es im Eingangsbereich immer ein kleines drehbares Regal mit den Büchern, die die Bibliothek neu erworben hat. Sie scheinen ständig neue Bücher zu kaufen, denn ich bin etwa alle 3-4 Wochen dort und es gibt immer etwas anderes. Und nahezu immer werde ich dort fündig. Und dann habe ich meist direkt fünf Bücher für die nächsten Wochen.

Ansonsten suche ich mir Lesestoff auf gern in öffentlichen Bücherschränken. Ich bringe dort auch oft Bücher hin (irgendwo findet sich immer noch eins an, das weg darf) und tausche dann eben. Manches lese ich im Bus nach Hause nur mal quer – und dann wird das Buch manchmal direkt dort „vergessen“... So als subtile Nachricht an andere im Bus „Schau mal, ein Buch... lies mal wieder!“ ;-)

Tja, fünf Bücher, die ich lesen möchte. Es ist so gar nicht politisch oder hochtrabend wichtig. Ich lese sehr gern politische Diskussionen im Netz, ich lese auch gern Kommentarspalten bei Online-Zeitungen, aber bei Büchern bin ich langweilig.

Auf meinem Plan für die nächste Zeit:

  • Vernetzt verwanzt verloren – ein Buch zum Thema Wirtschaftsspionage und frei nach Motto „Nicht nur die NSA spioniert alles aus“. Wirtschaftsspionage ist jetzt nicht unbedingt ein für mich relevantes Thema im Speziellen, aber ganz allgemein finde ich sehr interessant, was so alles möglich ist und gemacht wird und daher habe ich mir das Buch mal ausgeliehen. Ob es hält, was es verspricht, weiß ich noch nicht. Es hat gar keine Rezensionen. Das ist ein eher schlechtes Zeichen, aber mal sehen...
  • Nähen für Dummies – ich kann nicht nähen und möchte das ändern. Ich möchte meine Kinder zwar nicht in die klassischen selbstgeschneiderten Sachen mit Apfelmuster stecken, in denen man in Berlin auf jedem Spielplatz stets mehrere Kinder sieht, aber ich möchte auch nähen. Auch für mich, weil ich einfach beim Shoppen (oder dem Versuch) mittlerweile echt die Krise bekomme. Wer hat die 50er, 60er oder 70er aus der Altkleiderkiste geholt? Wattierte Jacken im Matrosen-Style, Blazer in altrosa und mit Rüschen – im Ernst, bekommen die das je los beim schwedischen Modeladen?! Ich möchte so etwas jedenfalls nicht und da mittlerweile auch meine Lieblingsshops immer mehr von diesem seltsamen Zeug haben, werde ich mal lieber nähen lernen, bevor es zu spät ist ;-).
  • Geheime Bunkeranlagen der DDR. Das Buch liegt auf meiner amazon-Wunschliste, vermutlich werde ich es tatsächlich kaufen, wenn es mir nicht bald irgendwo ausleihbar über den Weg läuft. Ich finde Bunker und verlassene Orte bekanntlich spannend und es gibt sicher noch viel viel mehr zu entdecken, als das was wir bereits kennen.
  • Reiseknow How Polnische Ostseeküste – das hat einen ganz praktischen Hintergrund: die Planung der Sommerferien. In die Gegend um Danzig soll es gehen. Ob mir das Buch da weiterhilft, da bin ich mir noch nicht ganz sicher, da es irgendwie recht komisch geschrieben ist.
  • Mit dem gleichen Hintergrund lese ich auch: Mit Kindern die Welt entdecken: Ein Reisehandbuch. Das Buch habe ich eigentlich bereits gelesen und nehme es immer wieder zur Hand. Es ist das erste, das mir zu dem Thema in die Hände fällt, das wirklich hilfreich ist (und ich habe VIELE gelesen, auf Deutsch und Englisch, wobei die englischsprachigen noch schlimmer waren...). Meine Kinder sind fast 10 und 4 Jahre alt, also eigentlich kennt man das Thema „Reisen mit Kindern“ gut genug, aber ich habe lange nach wirklich hilfreichen Tipps gesucht, vor allem da jetzt bei mir das lang etwas verschüttete Fernweh ganz arg durchkommt.

So, das war es. Keine tollen Romane, keine Gesellschaftskritiken, keine Klassiker, eher praktisches....

Ich weiß gar nicht, wem ich ein Stöckchen zuwerfen sollte. Wer eins mag, darf sich aber gern eins nehmen und die Lesestoff-Planung verraten :-)

Samstag, 4. April 2015

Andalusien...

Als ich heute absolut nichtsahnend Google Now öffnete, um zu schauen, was der Versandstatus meiner DHL-Pakete macht, staunte ich nicht schlecht. Denn dort stand das:




Was?! Ich weiß von nichts, habe nach dieser Gegend nicht einmal gegooglet, geschweige denn eine Reise geplant oder gar gebucht. Webprotokolle und Standort-Erkennung sind in Google Now ohnehin abgeschaltet (so dass ich davon ausgehe, dass es nicht mehr speichert, wonach ich suche).

Angeblich basiert diese Angabe auf einer "bevorstehenden Fahrt in meinem Gmail-Konto". Also ich weiß ja nicht, wo mein Gmail-Konto hinfährt, aber ich finde das äußerst unheimlich.

Ich habe erstmal das Passwort geändert und warte jetzt mal ab. Weiß jemand von Euch, wie so etwas passieren kann und wo finde ich denn im Google-Konto "bevorstehende Fahrten"?