Freitag, 31. Juli 2015

Ferienprogramm: Ein Tag am Flughafen

Auf der Webseite der Berliner Flughäfen entdeckte ich vor einigen Wochen das Ferienprogramm "Ein Tag am Flughafen". Zugegeben, ich war die treibende Kraft, die dafür sorgte, dass wir das unbedingt mal machen müssen...

Damit darf man fast überall hin ;-)

Das Anmelden kann per Email oder Telefon erfolgen. Ich habe es per Email gemacht und es hat wunderbar funktioniert. Eine Antwort bekam ich binnen weniger Minuten, auf Nachfragen wurde genauso flott geantwortet.

Da auf der Webseite von einem FERIENprogramm die Rede war und es auch 6 Stunden dauert, ging ich davon aus, dass das Programm erst für Kinder ab dem Schulalter gedacht ist. Eine Altersangabe oder zumindest Empfehlung fand ich aber nirgendwo.
Kinder müssen immer von einem Erwachsenen begleitet werden. Es ist also keine "Ich gebe mein Kind zum Bespaßen einen Tag ab"-Veranstaltung.

Vor Ort mussten wir feststellen: mit 10 Jahren gehörte meine Tochter eher zu den älteren. Der Großteil unserer Gruppe waren Vorschulkinder, Kleinkinder und sogar ein Baby, das gerade einmal laufen konnte, war dabei.

Die Gruppe war mit ca. 20 Teilnehmern, davon eben nur die Hälfte Kinder, sehr überschaubar und das war auch prima. Denn so konnte wirklich jedes Kind genug sehen und bei den "Mit-mach-Stationen" auch wirklich mitmachen. Mit Gruseln erinnere ich mich an unsere nächtliche Führung durchs überfüllte Zoo-Aquarium...

Der Spaß kostet pro Person 20 Euro, Kinder unter 6 Jahren zahlen, wie wir vor Ort feststellten, 5 Euro. Davon stand auf der Webseite nichts.

Schönefeld

Der Tag begann, pünktlich um 9 Uhr, im Terminal D des Flughafens Schönefeld. Dort befindet sich, recht gut ausgeschildert, ein Treffpunkt für die Flughafentouren. Jeder erhielt einen Ausweis und dann ging es auch schon los.

Geleitet wurde die Tour von einem Mitarbeiter, der seit 1968 (!) am Flughafen Schönefeld arbeitet und dem man die Begeisterung für Flugzeuge sofort abnahm. Er ist bereits über 70 und möchte noch so lange weiterarbeiten, bis der BER öffnet ;-).

Interflug aus Holz


Es ging los mit einem Frühstück in der Betriebskantine. Interessant fand ich dort die Holzverkleidungen mit Interflug-Flugzeugen. Vermutlich sah diese Kantine schon immer so aus? Man hatte im Rahmen des Ferienprogramms nicht die volle Auswahl an Speisen, aber es gab Rührei, Würstchen, Brötchen (und Marmelade, Wurst etc.) sowie Milch/Kakao und für die Erwachsenen Kaffee. Obstsalat und ähnliches hätte bezahlt werden müssen.

Hier übt die Feuerwehr
Dann kam Programmpunkt 1: Besuch bei der Flughafen-Feuerwehr. Ich dachte, man schaut sich das nur mal kurz an, aber nein, gleich mehrere Feuerwehrleute kamen und erklärten gut eine Stunde lang etwas über die Fahrzeuge, die Abläufe am Flughafen, die Übungen und vieles mehr. Am Ende konnte man auch das Übungsgelände (mit verkohltem Flugzeug, vermutlich ein Nachbau) ansehen und mit Wasser spritzen.Jeder konnte in Ruhe alles ausprobieren, kein Vergleich zu dem "husch-husch" sonst beim Tag der offenen Tür bei Feuerwehren.

Das war auch an der nächsten Station der Fall. Hier durften die Kinder alle mal in einer (ausrangierten) Piper Seneca Platz nehmen. Erst als Passagiere, dann durfte jeder nach vorne und Pilot spielen, also mal alle Klappen am Flieger zum Bewegen bringen und wirklich ausgiebig herumprobieren. Zeit für Fotos war ebenfalls.


Es folgte eine Busfahrt über das Vorfeld. Das ist in Schönefeld nicht unbedingt sooo spannend... viel easyJet, viel Ryanair. Aber wir sahen UP, den Billig-Fllieger von El Al, der gerade von einem Panzerfahrzeug (?) der Bundespolizei zum Start begleitet wurde.



Interessanter wurde es dann in dem Bereich, in dem Privat-und Firmenjets standen. Unter anderem dieser hier vom Hard Rock Café.


Es folgte dann der für mich beste Programmpunkt. Die Besichtigung der Lufthansa Technik-"Werft". Hier wurde gerade ein großer Check einer Lufthansa-Maschine durchgeführt. Es standen alle Sitze draußen, viele Teile waren ausgebreitet, das Wetterradar konnte man sehen, weil es quasi "offen" war, die Triebwerke waren auf "aufgeklappt" und man konnte einen guten Einblick gewinnen.
Leider war es hier verboten, zu fotografieren oder etwas anzufassen, mitzunehmen oder gar etwas dazu zu legen ;-)

Weiter ging es mit dem Bus zum BER. Hier ging es hinauf auf den Info-Tower. Schön, dass es einen Aufzug gab. In 30 m Höhe kann man hier rausgucken. Die eigentlich gute Sicht ist allerdings durch eine wabbelige, nicht mehr wirklich durchsichtige Folie schwer getrübt. Man kann dem Turm auch aufs Dach steigen, da ist die Brüstung so hoch, dass zumindest Kinder schwer etwas sehen können. Mich hat da oben die Höhenangst leider gepackt.

Info-Tower von unten
Weiter ging es dann zur Polizei. Auch hier nahm man sich eine Stunde Zeit. Es konnten die (ganz neuen) Räumlichkeiten am BER besichtigt, Pässe auf Echtheit geprüft, Polizeiuniformen anprobiert und Handsonden getestet werden. Und es gab lustiges "Taschen-Inhalt-Raten" am Röntgengerät. Auch Handschellen wurden ausprobiert. Dieser Programmpunkt war vermutlich für die kleinsten Teilnehmer der Runde am besten geeignet.

Schließlich ging es wieder mit dem Bus in die Kantine, es gab Mittagessen. Nudeln mit Tomatensauce und Grießbrei gab es, außerdem Currywurst und Pommes. Kinder bekamen, auch wenn sie über 6 und damit Vollzahler waren, nur halbe Portionen. Komisch. Zu guter letzt gab es noch ein Eis.

Alle bekamen außerdem eine Brotbox vom BER geschenkt (kann man regulär für 3 Euro auch kaufen).

Als Abschluss ging es auf die Aussichtsplattform. Dort gab es noch einige Erläuterungen rund um den Flughafen und die Abfertigung der Koffer. Und dann passierte etwas, was sicher kein Programmpunkt war, aber interessant anzusehen... ein Koffer, der gerade in den Flieger gebracht werden sollte, platzte auf dem Rollfeld auf (zu vollgestopft? Reissverschluss morsch?). Kleidung überall, ein sichtlich erboster Flughafen-Mitarbeiter, der bald darauf mit irgendetwas ankam, um den Koffer wieder zu schließen und vorsichtig ins Flugzeug zu tragen ;-).

Kleidung verstreut...
Alles in allem: Ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat. Die 20 Euro sind gerechtfertigt für ein 6-Stunden-Programm mit wirklich viel Zeit, um alles anzuschauen und hinter die Kulissen zu sehen. Zudem sind zwei Mahlzeiten, die Brotbox, die Besichtigung des Info-Towers (regulärer Eintrittspreis 2 Euro (1 Euro für Kinder)) und die Aussichtsplattform (regulär 2 bzw. 1 Euro Eintritt) dabei.

Also, wir können es empfehlen :-)

Montag, 27. Juli 2015

Bombenstimmung, Teil 2

Es ist schon ein paar Tage her, genau genommen war es vor unserem bombigen Erlebnis im Grunewald.

Vorletztes Wochenende wurde in Britz der Sendemast des Rias gesprengt. Machte auch ziemlich laut Bumm, aber nicht so erschreckend überraschend wie im Grunewald. Und es ging erstaunlich schnell...

Beobachtet und fotografiert haben wir es von einer nahen Currywurst-Bude aus ;-)



Donnerstag, 23. Juli 2015

Bombenstimmung, Teil 1

Es ist Kita-Schließzeit und Sommerferien, also sind wir viel unterwegs. Gestern waren wir im Grunewald, nur der Kleine und ich, da meine Tochter diese Woche beim Ferienprogramm ist. Wir waren wenig planschen am See, danach drehten wir noch eine recht große Runde durch den Wald. Es war ruhig. Da es warm war, waren wenig Leute im Wald. Die Grillen zirpten, Schmetterlinge flatterten und Vögel zwitscherten.

Plötzlich hörten wir ein Tuten wie von einer Eisenbahn. Ich überlegte noch, ob das von der nahen Eisenbahn kommen könnte. Mein Sohn fragte, ob es das eine Dampflok ist.

Und plötzlich machte es BUMM. Aber nicht zu knapp. Dazu bebte die Erde ein wenig. Der Schreck hat gesessen. Mein erster Gedanke war, dass vielleicht irgendwelche Tiere gejagt werden und wir womöglich jeden Moment für ein Reh gehalten werden. Da ich schon drei Mal im Wald Schüsse gehört habe (was mich in einem belebten Wald am Tage eigentlich wundert), kam mir das am wahrscheinlichsten vor. Leichte Panik kam auf und ich fragte mich, ob ich vielleicht irgendwo ein Schild mit der Aufschrift "Jagd" übersehen haben könnte. Falls es sowas gibt.

Genau in dem Moment kamen zwei ortskundige Radfahrer des Weges. Sie meinten, auf dem Sprengplatz Grunewald sei eben ein Blindgänger gezündet worden. Das machen die da immer, so 70x im Jahr. Manchmal wird dann auch die Avus gesperrt. Oha.

Und laut Karte standen wir nur etwa 300 m entfernt. Mir war auf der Karte sogar das Wort Sprengplatz aufgefallen, aber ich dachte niemals, dass da wirklich etwas explodiert. So wie am Baggersee nicht gebaggert wird (oder zumindest nicht mit Baggern...).

Nachdem mein Sohn das Worte "Bombe" von den Radfahrern gehört hatte, war dann alles vorbei. Er hat sich so erschreckt, dass er sich aller Erklärungen ("Das war nur die Polizei, es ist nichts passiert...") zum Trotz erst nach 30 Minuten wieder beruhigte.

Ich notiere: nicht nochmal mit Kind nichtsahnend an diesem Platz vorbeilaufen. Aber ich habe inzwischen gelesen, dass man dort an Führungen teilnehmen kann. Ich muss mich mal informieren, vielleicht ist das interessant.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Lost Place: S-Bahnhof Düppel

Als ich vor einiger Zeit am S-Bahnhof Zehlendorf auf die S1 wartete, fielen mir einerseits die ungewöhnlich vielen englischsprechenden Menschen auf (ich vermute, eine internationale Schule hatte Schulschluss und alle strömten zur Bahn?) und andererseits fiel mir ein verlassener Bahnsteig auf - mit abgebröckelter Farbe und viel Natur, die sich alles zurückerobert. Da fährt kein Zug mehr...

Wenn man entlang der Bahnstrecke in Zehlendorf mit dem Rad langfährt (oder läuft) findet man auch Schienen, Signale und auch verlassene Bahnhöfe. Den Bahnhof Zehlendorf Süd habe ich noch auf meiner "To-do-Liste", am S-Bahnhof Düppel war ich mittlerweile.

Viel ist nicht übrig von der ehemaligen Stammbahn, die vor dem Krieg ohne Umweg über Wannsee nach Potsdam fuhr. Die Strecke nach Potsdam wurde im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, es ging schließlich einiges an Strecke durch den Bereich der Mauer. Bis 1980 fuhr die S-Bahn aber bis Düppel.

An dieser Stelle war dann wohl Schluß... Und die Natur hat daraus ein fast schon romantisches Plätzchen gemacht.



Sonntag, 19. Juli 2015

Krötenwanderung

Heute morgen habe ich gelesen, dass momentan kleine Kröten wandern. Daraufhin dachte ich mir, dass wir ja mal nachschauen könnten, ob das stimmt. Viel Hoffnung hatte ich eigentlich nicht, denn nach unserem dauerhaften Pech mit Kaulquappen... (wobei, in diesem Frühjahr habe ich EINE im Tegeler See gesehen).

Aber kaum hatten wir das Auto am Waldrand in Hohen Neuendorf abgestellt, quietschten die Kinder auch schon los... "Schaut mal, sooooo viele kleine Frösche!!". Es waren wirklich viele, es hüpfte überall wohin man sah. Und handzahm waren sie auch noch...



Freitag, 17. Juli 2015

Schauriges Plätzchen...

Am Wochenende haben wir eine Radtour entlang des Mauerwegs im Süden Berlins gemacht. Am S-Bahnhof Schichauweg ging es los, von dort eben zum Mauerweg und dann immer an der ehemaligen Wand lang bis nach Wannsee.  Die Gegend eignet sich gut für Radtouren. Das Gelände ist flach, man kreuzt nur selten mal eine Straße und fährt nur auf Radwegen.

In Wannsee hätte man zwar noch weiterradeln können, aber nach einigen Stunden und fast 50 gefundenden Geocaches war es Abend geworden.

Mitten im Wald entdeckten wir das hier. Ich weiß nicht, was es ist. Es sieht aus wie ein kleiner Bunker und es lag sehr gut versteckt. Es wäre ein perfekter Ort um hier Blair Witch-Project nachzuspielen... Allerdings wimmelte es vor Mücken, was unseren Aufenthalt an diesem Ort dann stark verkürzte.

Ich vermute einen Zusammenhang mit den Maueranlagen, weiß es aber nicht. Falls es jemand weiß, freue ich mich über Kommentare.





Donnerstag, 16. Juli 2015

Sandkunst

Gesehen am Tegeler See... Eine Art Mini-Sphinx... Kurz vor ihrer Zerstörung durch eine Schaufel...


Mittwoch, 15. Juli 2015

Ferienstart...

Und wo wir schon beim Thema Sommer gerade sind, noch ein Tipp zu Beginn der Sommerferien...

Es gibt jetzt den neuen Ferienpass für 9 Euro in jedem Kaiser´s. Er gilt in allen Schulferien, für Kinder von 5-18 Jahre und beinhaltet neben vielen Rabattgutscheinen und Gewinnspielen (mit wirklich guten Gewinnchancen !) auch immer eine Badekarte beinhaltet, mit der man freien Eintritt an allen Ferientagen in den Bädern der Bäderbetriebe hat.

Das gab es schon zu meiner Schulzeit, aber ich bin immer wieder erstaunt, dass das eher wenige wissen... Den Preis hat man fix raus nach ein paar Schwimmbadbesuchen.

Also, Ferienpass holen und dann gratis ins Columbia-Bad ;-). Oder doch lieber anderswo hin. Wir haben uns vorgenommen, dieses Jahr alle Sommerbäder zu testen. Da dann nur ich als Erwachsene Eintritt zahlen muss, wird der Schwimmbadbesuch auch nicht so teuer (und es ist nicht so ärgerlich, falls man doch schnell wieder geht oder das Bad geschlossen wird...).

Ach ja, nicht irritieren lassen von den Altersangaben. Man kann den Pass einfach nur von beiden Seiten (Vor-und Rückseite) lesen. Als ich ihn gekauft habe, dachte die Verkäuferin, es gäbe zwei verschiedene, hat meine Tochter nach ihrem Alter gefragt und lange nach dem passenden Ferienpass gesucht ;-)