Mittwoch, 6. März 2019

Escape Game, Teil 2: Flucht aus dem Knast Nr.13

Vor einiger Zeit war ich bereits bei Escape Berlin, darüber habe ich hier bereits berichtet. Das hat großen Spaß gemacht, es erinnerte mich ans Geocachen - denn so ein Escape Game ist wie ein sehr gut gemachter Cache, bei dem garantiert alles funktioniert und lösbar ist, Hinweise kommen, wenn man sie braucht - man dafür aber unter Zeitdruck steht. Die Spiele sind inzwischen beliebt und in Berlin gibt es einige Anbieter.

Nun bekam ich erneut eine Einladung von Escape Berlin, um noch einmal zu spielen. Den Gutschein zum Spielen mit insgesamt bis zu 6 Personen habe ich gratis zur Verfügung gestellt bekommen. Es steht mir vollkommen frei, wie ich über den Besuch berichte.

Im Freundeskreis fanden sich schnell einige, die Lust hatten, mal wieder ein Escape Game zu spielen. Alle von uns kannten das Prinzip bereits. Man wird quasi in einem Szenario eingesperrt und muss mittels Lösen von Rätseln und Aufgaben wieder hinauskommen. Man darf alles anfassen und ausprobieren, oft sind es die eher kuriosen Aktionen, die zum Erfolg führen. Wenn man Panik aufgrund des geschlossenen Raums bekommt, kann man einen der gut sichtbaren Knöpfe drücken und schon gehen die Türen auf - allerdings ist dann auch das Spiel vorbei.


Escape Berlin bietet derzeit fünf unterschiedliche Spiele an. Es dürfte für wohl jeden Geschmack etwas dabei sein. Beim letzten Mal waren wir bei dem Horrorspiel Kidnapped, das sehr gut war, aber nichts für ganz schwache Nerven.

Eine Übersicht der Escape Games, nicht nur in Berlin, gibt es hier.

Dieses Mal entschieden wir uns für das neue Spiel Knast 13.  Hier muss man als Gruppe "Verurteilter" aus dem Knast entkommen. Man hat eine Stunde Zeit für den Ausbruch, danach würden die Wärter wieder erscheinen. Der Spielleiter ist quasi auch Wärter, aber auch Komplize, denn im Fall des Falles gibt er Hinweise über einen Monitor. Man wird beim Spielen als permanent beobachtet.  Der Spielleiter greift ein, wenn man mit den Armen wedelnd Hilfe ruft oder wenn er merkt, man steckt fest und die Zeit wird knapp.
Ich habe gehört, dass andere Escape-Spiele mit Walkie Talkies arbeiten. Ich finde einen Monitor besser, denn so kann man quasi in Ruhe den Hinweis nachlesen.

Gebucht haben wir über die Webseite, man kann dort problemlos einen Termin auswählen. Ich bin ein großer Fan solcher Reservierungssysteme. Das ist viel einfacher und übersichtlicher als wenn man anruft und nach freien Terminen fragen muss (die man dann wiederum mit seinen Mitspielern abstimmen muss...).

Man wird in der Reservierungsbestätigung gebeten, etwa 15 Minuten vor Spielbeginn zu erscheinen, denn die Spiele sind live, ein Spielleiter wartet auf einen und er muss ja hinterher auch wieder aufräumen und wieder herrichten, bis die nächste Gruppe kommt und ohne Wartezeit spielen möchte. Wir waren kurz vor 19 Uhr dort. Nach kurzer Zeit im Warteraum, wo man sich mit Geduldspielen die Zeit vertreiben kann, ging es los. Jacken, Taschen und vor allem auch Telefone müssen weggesperrt werden. Die Schließfächer funktionieren mit bereits dort vorhandenen Vorhängeschlössern, man braucht keinen Euro oder ähnliches.

Vorab waren wir etwas unsicher, denn in der Spielbeschreibung zu Knast 13 stand, dass man das Szenario gegeneinander spielen könnte - bedeutet dies, wir spielen gegen eine andere (fremde) Gruppe? Oder wird unsere Gruppe aufgeteilt? Da wir - aufgrund eines Krankheitsfalls - nur zu fünft waren, war uns lieber, gemeinsam in einem Szenario zu spielen und das war auch problemlos möglich. Vor Ort erkannten wir dann auch, wie das mit den zwei Gruppen eigentlich gedacht ist. Es gibt quasi zwei Zellentrakte - man kann gegeneinander spielen, wenn die Gruppe groß ist (über 6 Leute),  aber man kann auch mit einer Gruppe nur einen Zellentrakt bespielen.

Quelle: Escape Berlin
Wie auch bei dem Spiel Kidnapped sind die Räume sehr passend gestaltet. Es gibt keine Fenster, wenig Licht, die Zellen wirken authentisch. Schon im ersten Raum ist so manches kniffelige Rätsel, aber wir kamen hier ganz gut durch, ohne einen Hinweis zu benötigen. Auch war hier schon klar, warum in der Beschreibung stand, dass rudimentäre körperliche Fitness vorhanden sein sollte, denn hier wurde zumindest von einem Spieler eine Leiter erklommen. Danach ging es durch den Fluchttunnel, von dem man auch in der Spielbeschreibung lesen kann. Im Tunnel war es sehr dunkel und dadurch durchaus aufregend, aber nicht gruselig.

Im nun folgenden Raum haben wir zwar gut angesetzt, uns dann aber ewig verzettelt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zudem sind hier, wie auch im ersten Raum, einige falsche Fährten gelegt ;-). Aber irgendwann war es geschafft, es wurde noch einmal sportlich und dann standen wir erneut etwas ratlos herum. Bis ein Geistesblitz einer Mitspielerin das sehr spaßige Ende des Spiels einläutete. An der Stelle wäre ein Spiel gegeneinander mit einem zweiten Team richtig lustig gewesen, aber auch so war es toll und als die Türen aufsprangen und das Licht anging, waren noch 5 Minuten Restzeit auf dem Ticker.

Wie beim letzten Spiel wurden mit einigen Requisiten noch Fotos gemacht. Man erhält dann einen QR-Code, den man direkt mit dem Telefon scannen, die Bilder anschauen und abspeichern kann. Die Bilder müssen nicht irgendwie gesondert gekauft werden.

Wir hatten wieder viel Spaß, das Spiel war klasse gestaltet und aufgemacht, die falschen Fährten manchmal ein wenig irreführend, aber das gehört dazu. Der Spielleiter war sehr nett und wie beim letzten Mal hatte ich den Eindruck, dass das Personal schaut, dass man motiviert wird und sich nicht zu sehr unter Zeitdruck gesetzt fühlt. Wir kommen auf jeden Fall gern wieder und können auch dieses Escape Game empfehlen.

Freitag, 7. Dezember 2018

Erklärbär

Jeder kennt es aus dem Medien, überall heißt es, gerade in Deutschland hängt Bildung vom Elternhaus ab. Das hat viele verschiedene Ursachen. Ich muss sagen, ich denke, eine davon ist, dass Bildung auch davon abhängt, ob man zu Hause jemanden hat, der gerade biegt, wenn Lehrer partout nicht erklären können.

Klingt komisch, aber ich habe es in meiner Schulzeit selbst so erlebt... immer eine Niete z.B. in Chemie gewesen, bis ein Chemie-Student meinen Weg kreuzte und mir in einem einstündigen Telefonat die Sache neu und anders erklärte.. zack, plötzlich wurde aus meiner seit Jahren nicht zu verbessernden 4 eine 2. Und sogar Mathe, das Fach, in dem ich in der Oberstufe total versagte, habe ich 10 Jahre später plötzlich verstanden. Anderer Zugang, andere Motivation und ...tada...

Meine Tochter ist nun in der 9.Klasse. Der Lehrer für den Naturwissenschaftsunterricht ist ein frischer Quereinsteiger. Das muss nichts negatives sein, aber seine Erklärfähigkeiten sind ausbaufähig. Die gesamte Klasse versteht Bahnhof, aber ein großer Teil der Eltern kann den Stoff, also wird zu Hause alles zurecht gebogen. Was geschieht, wenn ein Chemie-Prof-Papa sich ins Thema ph-Werte in Chemie einmischt, kann man sich vielleicht vorstellen... das Chaos war perfekt, als der Mitschüler den anderen etwas von Logarhythnem erklärte und niemand davon je gehört hatte.

 Das Ergebnis der ganzen Erklär-Misere: in Physik hilft mein Mann unserer Tochter die Unklarheiten zu beseitigen und in Chemie schaut eine befreudete Chemikerin drüber. So läuft es dann sehr gut. Ohne das wäre der Faden schon verloren. Wir stellten fest: die sind theoretisch total weit im Stoff, teilweise weiter als wir es selbst beim Abi je waren, aber sämtliche Basics fehlen. Logisch, dass man dann erstmal die Grundlagen zu Hause klären muss. Schön, wenn man es kann oder einen kennt, der es kann. 

Heute habe ich darauf mal eine andere Mutter angesprochen. Ja, dass da alle Basics zu Hause selbst erarbeitet werden müssen, sei ihr auch aufgefallen. Ich meint, dass es heutzutage ja immerhin tolle Erklärvideos auf Youtube gibt, so dass man eine reale Chance hat. So etwas hätte ich früher echt hilfreich gefunden

Antwort mit einem amüsierten, ungläubigen Grinsen: "Nein, so etwas brauchen wir als Naturwissenschaftler selbstverständlich nicht."
Genau, und alle, deren Eltern das nicht (mehr) können, haben eben Pech gehabt.


Donnerstag, 29. November 2018

1,2, 3, 4.... viele Farbmäuse

Vor ungefähr 8 Wochen hatten wir die Idee, wir könnten unsere beiden Mäuse mit zwei weiteren Mäusen vergesellschaften, da die optimale Mäusegruppe ab vier Tieren beginnt. Eigentlich wollten wir ins Tierheim fahren, aber dann haben wir auf Ebay Kleinanzeigen Jungtiere entdeckt. Ich war etwas unentschlossen, ob das eine gute Quelle ist, aber die Tiere sahen gesund aus, die Verkäuferin schien auch viel damit zu handeln, also keinen "Ups-Wurf" im Kinderzimmer zu haben und eine bessere Quelle als der Zooladen schien mir schon zu sein.

6 Wochen alte Maus
Angeblich waren alle angebotenen Jungtiere Weibchen. Die Böckchen seien bereits bei Schlangenbesitzern gelandet - das leider typische Schicksal männlicher Mäuse. Denn mit Weibchen kann man sie nicht halten, da es eine Mäuseschwemme gibt. Mit unkastrierten Männchen auch nicht, da es Kämpfe gibt. Also müsste man sie kastrieren, was nicht mal viele Tierärzte tun und zudem mehr kostet als 10 Mäuse (natürlich sollte das kein Argument sein, aber die Relation muss man schon sehen).

Wir suchten zwei Mäuschen aus. Die Verkäuferin meinte, 99% Weibchen, sie habe da am Vortag mit einer Freundin noch geschaut. Echt sicher. Und falls war ist, sollen wir uns melden. Man könnte umtauschen.

Taschenmäuserich
Die Vergesellschaftung lief super, nach wenigen Tagen saßen alle Mäuse kuschelnd im Haus. Ich schaute immer mal wieder, ob ich Anzeichen dafür sehe, dass es doch keine Weibchen sind. Aber nicht wirklich. Man sieht es bei jungen Mäusen schlicht nicht gut. Irgendwann kamen leichte Zweifel, aber es war eben nicht so eindeutig wie bei den ausgewachsenen Mäusen im Zooladen.

Die eine Maus zeigte auch ein leicht anderes Verhalten. Aber da dies ja nichts heißen muss, schoben wir es auf ihre vielleicht etwas andere Persönlichkeit. Sie wurde auch manchmal von den anderen in das andere Haus geschickt und war dort offenbar dann allein, aber scheinbar nicht unglücklich.

Einen Tag vor der Geburt der Kleinen
Letzte Woche fiel mir auf, dass eine unserer Mäuse sehr viel frisst, sehr viel trinkt und zunimmt wie nix Gutes. Soooo viel konnte sie gar nicht gefressen haben. Mittwoch schaute ich beim Saubermachen bzw. mit dem Plan, dies zu tun, ins Haus. Und dachte, ich spinne... Mäusebabys. Immerhin nur zwei. Wir haben sie seitdem noch nicht gesehen, es sind aber erst ein paar Tage vergangen und sämtliche Weibchen sitzen den ganzen Tag im Haus. Ich hoffe, die anderen beiden ziehen nicht demnächst nach mit Nachwuchs. Zu sehen ist bislang nichts.

Das Böckchen wurde nun erstmal einzeln gesetzt, wird kastriert (wenn ich einen Tierarzt finde, der das tut) und wird ansonsten mit kastrierten Mäusen aus dem Tierheim vergesellschaftet. Dann können sie eine Jungs-WG eröffnen ;-).

Dienstag, 27. November 2018

Rummelsburg, Wuhlheide und Fähre

Vor kurzem war ich mal wieder auf Stralau, am Rummelsburger Ufer und im Treptower Park. Und das Herbstwetter war sonnig genug, um Fotos zu machen. Sogar das Riesenrad vom Spreepark sieht so bunt aus wie es ja auch ist. Bei Wind dreht es sich übrigens, was ziemlich spukig aussieht...

Schließlich ging es mit der BVG-Fähre rüber nach Wilhelmstrand. Die Fähre soll eventuell eingestellt werden, da es jetzt nebenan eine Brücke gibt. Aber für Radfahrer ist so eine Fähre natürlich viel schöner. Es handelt sich übrigens um die älteste Fähre der Stadt.







Man kann diese Schilder übrigens kaufen, die Nummer stand auf der Rückseite...

Mittwoch, 22. August 2018

Expedition zu den Polen - Gdynia, Danzig, Sopot

Schon vor vielen Jahren, damals wohnte ich noch in Mitte, habe ich erstmals einen polnischen Zug gesehen. Den Berlin-Warschau-Express. Er fuhr quasi an dem Haus vorbei, in dem ich gewohnt habe und ich überlegte immer, ob man damit nicht mal fahren könnte. Aber Warschau ist ganz schön weit weg... Irgendwann sah ich am Bahnhof, dass bei dem Zug nach Polen manchmal nicht Warschau, sondern Gdynia dransteht. Wo ist das? Klingt das zufällig so ähnlich wie Gdansk?



Also habe ich nachgeschaut. Gdynia ist gleich bei Gdansk, oder eben Danzig, dazwischen ist Sopot oder auch Zoppot, ein Ostseebad. Die drei Städte bilden eine Art Dreistadt, weil sie ziemlich zusammengewachsen sind.
Ostsee ist immer gut. Polnische Ostseeküste auch. Da gibt es Bernstein und es ist nicht so ein Freiluftaltenheim wie viele Orte an der deutschen Ostseeküste. Dass es auch noch günstiger ist, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Also wurde beschlossen, dass wir das ausprobieren werden. Eine Freundin samt Baby war spontan mit dabei. Wir nahmen uns noch einen Geocaching-Mystery-Trail in der Gegend vor und dann wurde Zugticket und AirBnB-Wohnung gebucht und los ging es...

Das Buchen der Zugtickets war... absurd. Es gibt bei der Deutschen Bahn immer das Europa-Special. Das gilt auch für Polen. Ab 19 Euro geht von Berlin nach Posen, für 39 Euro gibt es eine längere Fahrt. So weit, so gut. Rein aus Neugierde wollte ich schauen, was die gleichen Tickets bei der polnischen Bahn kosten. Es ist mir auf der Webseite der polnischen Bahn nicht gelungen, auch nur Preise zu sehen geschweige denn ein Ticket zu buchen. Die Seite ist zwar auch auf Englisch verfügbar, aber nicht so wirklich komplett übersetzt und einen Button zum Buchen fand ich nicht. Als ich eine polnische Freundin fragte, kam ein lachendes "Das gibt es noch nicht, wir sind noch im Mittelalter... gäbe es schon Online-Tickets, würde ich meinen Mann nicht kennen - den habe ich am Ticketschalter in Krakau kennengelernt." Na dann...

Nun wollte ich logischerweise nicht zu einem polnischen Ticketschalter ins Nachbarland fahren und buchte bei der Deutschen Bahn online die Tickets. Und war erstaunt, dass ich es weder einfach ausdrucken noch aufs Handy laden konnte. Nein, ich musste 5 Euro Versandkosten zahlen, da mein online gebuchten Ticket gedruckt und mir per Post zugesandt wurde. Also... spontan ist anders. Kurz mal weg geht nicht. Ich bekam ein ganzes Pamphlet zugeschickt - Tickets, die aussahen wie im letzten Jahrhundert (nee, keine kleine Pappkarte, aber so ein breites, kleines Papierticket für jede Fahrt) und dazu noch mehrere Seite Schreiben, die verwirrend klangen und aus denen nicht hervorging, ob wirklich alle gebuchten Fahrgäste auch auf dem Ticket stehen, ob die BahnCard25 angerechnet wurde und und und...
Fazit: sehr seltsam. Aber günstig mit 39 Euro pro Strecke, zumal eine Sitzplatzreservierung dabei ist. Spontan verreisen ist aber unmöglich.

Pünktlich ging es los. Die Fahrt dauert etwas über 6 Stunden. Es geht über Frankfurt/Oder und Posen irgendwann Richtung Norden nach Danzig und dann nach Gdynia. Die Gegend sieht nicht viel anders aus als in Deutschland. Einziger Unterschied: es gibt Netz und das überall, 4G steht oben im Handy und das immer. Sobald der Zug auf der Rückfahrt Frankfurt/Oder erreicht, heißt es wieder "es gibt nur noch Edge, willkommen in Deutschland!". Dafür lief im Zug das Wifi nur sehr mäßig. Das kann die Bahn im ICE besser.



Aber wir waren ja zum "Aus dem Fester gucken" da: Felder, viele beschrankte Bahnübergänge, an denen der Zug permanent hupte, ein Hirsch, viele Störche, Kraniche. Viele Städte mit Namen, die wir nicht aussprechen konnten. In Gdynia ist Endstation und man landet um 20:53 Uhr am Hauptbahnhof. Erster Eindruck des Augustabends: warm ist es und die Mücken stechen fies.

Der Weg zur AirBnB-Bleibe war gut zu finden, überhaupt ist die Stadt klein und nach drei Tagen hatten wir den Durchblick übers ganze Stadtgebiet, aber an unserem ersten Abend lernten wir etwas Neues. Und zwar, dass an polnischen Wohnhäusern unten offenbar keine Namen stehen. Wir standen also vor einem Wohnhaus. Wir wussten, dass oben jemand auf uns wartet. Nur konnten wir demjenigen nicht mitteilen, dass wir da sind, weil wir nicht wussten, was wir bei diesem dusseligen Display mit den Zahlen eingeben sollen. Es war dunkel. Mein Sohn bekam langsam leichte Panik. Ich versuchte die Vermieterin zu erreichen, was zunächst erfolglos blieb. So ein Mist. Also habe ich schon einmal nachgeschaut, wo das nächste Hostel ist. Mein Mann meinte per WhatsApp von zu Hause aus, ob denn die "18" nach der Hausnummer eine Wohnungsnummer sein könnte.... Öhm, ja. Da hatte er Recht, das half zwar erst einmal auch nicht weiter, aber genau in dem Moment erschien ohnehin unten an der Haustür ein alter Mann. Unsere einzige Chance, um diese Uhrzeit irgendwen aus dem Haus anzutreffen. Also versuchte ich es mal und fragte nach unserer Unterkunft. Er verstand zwar nur polnisch, aber es stellte sich heraus: er war derjenige, der auf uns wartete und nun gehen wollte, da wir nicht kamen. Puh! Im gleichen Moment rief auch die Vermieterin selbst an... Der Mann schleppte den Kinderwagen die 6 (!) Etagen hoch und wir waren endlich angekommen.



Die Wohnung war typisch AirBnB... ganz offensichtlich waren die eigentlichen Mieter im Urlaub und vermieteten nun ihre Wohnung. Das nenne ich effektiv ;-). In den Schränken war Kleidung, in den Küchenschränken Lebensmittel, im Kinderzimmer Spielzeug. Vier kreischende Dinosaurier, von denen ich den letzten erst nach zwei Stunden fand und abschalten konnten, hielten uns bis fast Mitternacht auf Trab...

Am nächsten Morgen ging es los durch die Stadt. Sie ist nicht allzu spektakulär, hat keine Altstadt oder ähnliches. Es ist ein ehemaliger Fischerort, der durch den Hafen zur wohlhabenden Stadt geworden ist. Es gibt eine Hauptstraße mit vielen Läden und Restaurants, Theater, einen Hügel, auf den eine Seilbahn hinauffährt, einen Strand mit Spielplatz mit Rummelplatz nebenan und auf der anderen Seite des Bahnhofs, quasi landeinwärts, eine Hügellandschaft, die zum Wandern einlädt, ordentlich Kondition vorausgesetzt. Das Einkaufszentrum neben dieser Hügellandschaft ist beeindruckend riesig und an allen Ecken im Center sind kleine Spielplätze.



Auch in fast allen Restaurants gibt es Kinderspielecken - sei es ein Bällebad oder Ecken mit Spielzeug. Uns fällt auf: es gibt insgesamt viel mehr Kinder als in Deutschland und offenbar gibt es überall etwas zum Spielen. Find ich klasse. In Berlin sind solche Restaurants eine absolute Seltenheit und Spielplätze mit Klettergerüst und Rutsche im Einkaufszentrum habe ich noch nie gesehen.

Nachdem wir Gdynia komplett gesehen hatten und fast den gesamten Geocaching-Trail geschafft hatten (bis uns abends ein verdächtig zahmer Fuchs, der uns immer weiter entgegen kam, das Weiterlaufen verhagelte), ging es natürlich auch Sopot und Danzig.



Danzig ist schön. Die Altstadt hat echt Charme, es ist eine Stadt, wie sie typisch für die baltische Region ist. Sie erinnerte mich ein wenig an Tallinn. Viele alte Gebäude, viele Fachwerkhäuser. Seeehr viele Touristen, überwiegend Rentner aus Deutschland. Wir schlenderten durch die Stadt, schauten uns hier und da um und kamen an  Riesenrad und einer Art Wasserfest mit Booten vorbei. Und an öffentlichen Ladestationen fürs Handy. Da hat jemand mal gut mitgedacht. Die Westerplatte, den Ort, an dem der 2.Weltkrieg begann, haben wir ausgelassen, da es etwas weit weg war und zwar historisch interessant, aber nicht schön.


Danzig ist allgemein sehr voll. Nicht nur mit Touristen. Die Bahn, eine Art S-Bahn, die nach Sopot und Gdynia fuhr, war irre voll und das an einem Sonntag! Dazu gibt es eine riesige, wirklich riesige Lücke zwischen Bahn und Bahnsteigkante. Wir hatten ziemliche Panik, wie wir mit einem Kind mit kurzen Beinen und dazu einem Baby im Kinderwagen aus dem Zug wieder herauskommen sollten, nachdem schon das Einsteigen ein Abenteuer war.





Natürlich durfte bei der Expedition Sopot nicht fehlen - das Ostseebad. Sehr alt, kaum im Krieg zerstört und somit noch quasi im Originalzustand. Und es ist sehr schön. Man kann vom Bahnhof zum Strand runterlaufen. Dort wartet eine schöne Promenade und die längste hölzerne Seebrücke Europas. Der Ort ist schön, nicht nur direkt am Strand, sondern auch allgemein. Viele Parks und viel Platz zum Radfahren.  Die Häuser sehen alt, aber gut in Schuss aus, es ist schöner als andere Seebäder. Wenn ich noch einmal in diese Gegend an die Ostsee fahre, dann dorthin. Zumal der Zug aus Berlin ja eben auch in Sopot anhält. Ich weiß gar nicht, ob andere Ostseebäder so leicht mit dem Zug erreichbar sind, dass man quasi 500 m vom Strand aus den Fernbahnhof hat



Ich wurde gefragt, ob die Leute da Englisch verstehen. Ja. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie Deutsch sprechen, ist deutlich höher. Erst fiel uns das bei sehr alten Leuten auf und wir dachten, sie können das vielleicht noch, weil die Gegend mal Deutsch war. Aber auch junge Leute sprechen Deutsch. Einen Versuch war es immer wert, zu fragen, eh man auf Englisch loslegt, weil man immer denkt, im Ausland spricht man halt Englisch...

Ach ja - ja, es gibt Bernstein. Kleine Teile fand man quasi dort, wo die Wellen ankommen. Ein Sieb hätte die Suche enorm erleichtert. Und ich denke, nach Herbststürmen findet man mehr als im Hochsommer. Aber wir sind mit unserer Ausbeute zufrieden.


Und noch etwas: das ist keine Butter... Wir haben uns im Supermarkt noch gefragt, warum da eine Oma auf der Butter abgebildet ist. Tja, weil es Hefe ist. Das bemerkten wir leider erst beim Schmieren der Frühstücksbrötchen ;-)


Und noch ein Fun Fact: Kinder unter 4 Jahre brauchen ein Ticket für die Regionalbahn. Es kostet aber nichts...


Unser Fazit:
Eine schöne Gegend an der Ostsee, Danzig ist zudem eine hübsche Stadt, aber wir waren mit der Wahl unserer Unterkunft in Gdynia sehr zufrieden, da es in der Stadt leerer und weniger wuselig war. Ich werde doch sicher noch einmal hinfahren und dann vielleicht länger am Strand bleiben oder Richtung Norden, ins Baltikum, weiterfahren. Wenn ich herausgefunden habe, wie man ein Visum für Kaliningrad bekommt...




Donnerstag, 9. August 2018

Schlaflos dank Maus im Haus...



Es gibt Sachen, die braucht kein Mensch...  Es fing alles an, dass die Kinder wegen der anhaltenden Hitzewelle, die uns täglich Temperaturen über 30 Grad beschert, die Farbmäuse abkühlen wollten. Das machen wir mit Fliesen und Tontöpfen im Nagarium, aber sie hatten auch gelesen, dass man bei zahmen Mäusen den Schwanz mit Wasser benetzen kann. Also wurde eine Maus ins Bad getragen und das Nagarium, also der Deckel oben, nur aufgelegt, statt verriegelt. Das ist schon einige Mal gut gegangen...

Also, danach Maus wieder rein in den Käfig und verschlossen. Die andere war nirgendwo zu sehen, was für einen Vormittag normal ist, da schlafen sie ja meist ohnehin. So haben wir dann noch die Wohnung gelüftet mit offenen Balkontüren und dann ging ab nach draußen, ein normaler Tag.

Abends dann Inventur... Wo ist eigentlich die schwarze Maus?
"Die ist irgendwo... die hat sich bestimmt eingebuddelt...die ist öfter mal nicht zu sehen...die ist 100% da".
Nach viel hektischem Wühlen, dem Anheben aller Häuschen und Tunnel, dem Betrachten der Kokosnuss und sonst sämtlichen Spielkrams war klar: die eine Maus ist weg. Und zwar die, die kurz im nicht fest verschlossenen Käfig war, während die andere im Bad war.

Na super... Die Suche ging los. Ich fand ein paar Spuren. Sie hatte sich am Futtervorrat bedient und war danach offenbar durchs Regal unter dem Fernseher marschiert. Aber dann verlor sich die Spur. Vom Fernseher bis zur Balkontür sind es nur ca. zwei Meter. Ich war mir nahezu sicher, dass sie rausgerannt ist. Dort käme sie vermutlich die Wand aus rauem Putz hoch und wäre dann auf und davon.

Ich informierte die Nachbarn, dass uns eine Maus abhanden gekommen ist und dass sie bei einer Sichtung bitte nicht den Kammerjäger holen sollen. Danach suchten wir alles ab. Die Wohnung ist nicht gerade klein und hat so einige Mäuseverstecke. Selbst hinter ein Billy-Regal würde eine Maus passen...  Wir räumten alle Regale aus, rückten Schränke ab, durchsuchten jedes Lego-Haus... Unsere Wohnung glich einem Schlachtfeld. Das tut sie in Maßen zwar sonst auch öfter, gerade in den Ferien, wenn der Jüngste eine Art Lego-Spur durch die Wohnung legt, aber das war nun ausbrach, war unbeschreiblich.

Wir stellten zudem einiges auf, damit sie zurückkommen kann... Unter anderem stellten wir ihre Transportbox mit Futter und Wasser auf - mit Leiter davor. Damit sie hineinkommt, aber nicht mehr raus. Das war der Plan...

Große Aufregung bei den Kindern, gemischt mit Panik und Traurigkeit. Ich war mir sicher, die Maus ist über den Balkon längst weg und las mich abends dann schon einmal ein, wie man eine neue Maus mit der übrig gebliebenen vergesellschaftet... Denn ich sah mich schon am nächsten Morgen losfahren, um eine neue Maus zu holen.

An Schlaf war nicht zu denken und da Mäuse nachtaktiv sind, war mir klar, dass die Nacht wohl unsere einzige Chance ist. Wenn sie denn noch in der Wohnung ist. Ich lauschte. Ich leuchtete vorsichtig mit der Taschenlampe durch alle Zimmer. Und dann, um 1:30 Uhr sah ich sie. Sie wollte zurück zum Käfig, wo ihre Freundin schon hektisch oben am Käfig herumwuselte und scheinbar suchte. Ich denke, sie werden für uns unhörbar kommuniziert haben.

Und ich hatte sie schon fast in der Hand, sonst ist sehr zahm. Aber die Aufregung durch den Ausflug, machte sie etwas unberechenbar und zack, war sie wieder weg. Ich war sicher, sie ist zumindest noch in dem Zimmer und verschloss sämtliche Türen, packte zusätzlich vor jeden Türspalt etwas, was ich gerade fand... Bücher, Bilderrahmen...

Und dann saß ich da und leuchtete das Zimmer ab. Bis um 4 Uhr. Dann war ich so dermaßen müde, dass ich eingenickt bin.

Morgens um 7 Uhr weckte mich mein Mann mit den Worten, er habe sie gefangen. Mit einer Plastikkiste, die er darübergestülpt hat. Und sie war in einem ganz anderen Zimmer. Sie war offenbar bei meinem Fangversucht um 1:30 Uhr schneller in ein anderen Zimmer gerannt, als ich die Türen schließen konnte.

Ende gut, alles gut. Aber so etwas brauche ich nicht noch einmal....

Mittwoch, 18. Juli 2018

Gekidnapped - Ein Besuch bei Escape Berlin

Vor einigen Woche wurde ich von Escape-Berlin gefragt, ob ich mit Freunden ein Live-Escape-Game ausprobieren möchte. Ich hatte zuvor schon viel Gutes über solche Spiele gehört, also entschied ich mich, Mitspieler zusammenzutrommeln und es zu probieren.
Mir wurde ein Gutschein für ein Spiel für bis zu 6 Personen gratis zur Verfügung gestellt.



Schließlich haben wir das Spiel zu viert gespielt - weil die fünfte eingeplante Person schon zu Beginn Angst bekommen hat. Aber dazu später mehr...

Wie gesagt, gehört hatte ich schon einiges  davon, ausschließlich Gutes. Aber ich muss zugeben, dass ich selbst eher skeptisch war. Kniffelige Rätsel lösen, um zu einem Ziel zu kommen - das mache ich beim Geocachen ohnehin ständig und das draußen und ohne Eintritt zu bezahlen. Aber gerade von anderen Cachern hatte ich gehört, dass solche Escape-Games klasse sein sollen - wie ein riesiger, besonders gut gemachter Cache, bei dem garantiert alles funktioniert und der tolle Elemente beinhaltet.

Escape-Berlin liegt in der Nähe des S-Bahnhofs Landsberger Allee in einem alten Bürogebäude. Wenn man von der Storkower Straße mit Auto oder Bus kommt, sieht man ein großes Schild. Am S-Bahnhof ebenfalls, aber vor Ort  an der Tür zum Gebäude wäre ich beinahe erst einmal vorbeigelaufen.
Direkt vor der Tür gibt es übrigens Parkplätze.


Ist man mit dem Aufzug ins Obergeschoss gefahren, erkennt man von dem hässlichen Bürogebäude nichts mehr. Schöne Räumlichkeiten warten auf einen, ein freundlicher Empfang und die Wartezeit bis zum Spielbeginn kann man in einem großen Raum mit mehreren Sitzecken und Blick auf die Stadt verbringen.

Es gibt vier verschiedene Spiele zu unterschiedlichen Themenbereichen:

  •  Sherlock Holmes  
  •  Kidnapped - ein Horror-Spiel
  •  Schnapsladen - eine Art Trinkspiel mit echtem Alkohol
  •  Big Päng - ein Game mit satirischen Anspielungen auf bekannte TV-Serien
Auf dieser Webseite  gibt es übrigens eine Auflistung von  den unterschiedlichsten Escape-Games in zahlreichen Städten. Ich bin erstaunt, was es alles gibt. 


Bei allen Games geht es darum, durch das Lösen von Rätseln nach einer Stunde wieder den Raum zu verlassen. Die Räume, die wir gesehen haben, waren groß. Man fühlte sich nicht wirklich eingesperrt.

Ein Spiel kostet 19 Euro pro Person (Schnapsladen 25 Euro) und man bucht vorab auf der Webseite und geht dann zum gewählten Termin hin. Das Szenario hat man dann für eine Stunde, komplett für sich allein und kann ungestört rätseln.
Sherlock Holmes und Big Päng sind auch für Kinder geeignet, Schnapsladen und Kidnapped nicht.


Wir entschieden uns für das Horrorspiel "Kidnapped". Zum einen kannten zwei der Mitspieler das Spiel Sherlock Holmes schon (welches sonst die erste Wahl gewesen wäre), zum anderen mag ich persönlich durchaus gruselige Dinge und war gespannt, was hier geboten wird.

Bei dem Spiel geht es darum, dass man von einem Psychopathen gekidnapped wurde und nur eine Stunde Zeit hat, um ihm zu entfliehen. Die Räume sind mit vielen gruseligen Elementen versehen, manche Bilder behält man noch recht lange im Kopf. Es ist in der Tat definitiv nicht für Kinder geeignet.

Bildquelle: Escape Berlin
Nach einer kurzen Anweisung durch die Spielleiterin ging es los. Rucksäcke, Taschen, Jacken, Getränke und was man noch so dabei hat, kann man dann in einem Spind einschließen. Das Mitnehmen von Essen und Getränken in die Spielräume war auch gar nicht erlaubt. Aber man hat zum Essen ohnehin keine Zeit.

Natürlich werde ich nun nicht spoilern, aber schon im Vorraum unseres Spiels war alles so gruselig gestaltet, dass eine Mitspielerin rückwärts wieder hinauslief. Wir anderen waren mutig, aber ich gestehe, dass mir streckenweise schon sehr mulmig war. Es war ein Erlebnis für alle Sinne und man rechnete immer mit weiteren gruseligen Dingen und wurde ziemlich schreckhaft, weil es einige überraschende Momente gab.
Man wusste zwar natürlich die ganze Zeit, dass es ein Spiel ist, aber es war ein wenig wie Geisterbahn fahren, nur deutlich realistischer.

Bildquelle: Escape Berlin
Vermutlich vernebelte uns die Angst auch ein wenig das Gehirn, denn wir brauchten beim Rätseln einige Male Hilfe, die nach einiger Zeit erfolglosem Grübeln dann auch immer auf einem Monitor erschien. Das fand ich gut, denn so hatte man eine realistische Chance, es in einer Stunde zu schaffen.

Die Rätsel waren alle stimmig, gut lösbar und logisch, einiges erforderte echt Mut und anderes Überwindung. Es gab einige sehr überraschende und auch witzige Elemente, die gut umgesetzt waren. Unser Fazit war ganz klar: es hat Spaß gemacht!

Auf dem Monitor erschien auch immer die Angabe der noch restlichen Zeit. Gerade einmal zwei Minuten vor Ablauf der Zeit hatten wir es geschafft und waren dem Psychopathen entronnen.

Danach sahen wir "unsere" Spielleiterin wieder, das Licht ging an und es wurden zum Abschied noch Fotos geknipst, die man sich direkt kurz darauf auf der Webseite ansehen konnte (natürlich nicht öffentlich, man erhielt einen persönlichen Link).

Unser Fazit:
Es hat großen Spaß gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Spiel einen wirklich eine Stunde so fesselt und die Zeit wie im Fluge vergehen lässt. Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es empfehlen.

Montag, 25. Juni 2018

Könnte sein...

Gestern Abend... ich trete gerade durch unsere Gartentür, als ein alter Mann mit Gehstock den Weg entlang läuft und sich wegen meines plötzlichen Erscheinens erschreckt...

"Huch, da kommt ja jemand aus der Höhle!" sagt er eher zu sich selbst... "Hey, hey, ich habe vor 3 Tagen die Hecke geschnitten...!" denke ich mir dazu...

Der Mann läuft recht zügig weiter, ich schaue den Weg entlang und entdecke eher am Horizont einen schnell laufenden, aber noch weit entfernten Hund. Ohne Besitzer. Ich beobachte das ein wenig, aber es erscheint kein Besitzer. Ich überlege schon, ob mir da jetzt gerade ein Hund zuläuft und flitze erst einmal dem schnellen alten Herrn hinterher und frage, ob das sein Hund ist...Denn außer ihm ist weit und breit niemand zu sehen.

Er dreht sich um. Schaut. Ist verwundert. Und meint todernst:
"Ja, das könnte mein Hund sein".
Wie....könnte?! Wenn man Gassi geht, weiß man doch, dass man einen Hund dabei hat und wie der aussieht?!

Wie sich herausstellte, war es sein Hund. Aber der Mann hatte ihn eigentlich nicht mit zum Spazieren genommen und der Hund war schlicht ausgebüxt. Ende gut, alles gut.