Freitag, 25. Juli 2014

Bumm...

So sieht es aus, wenn auf einem Ausflugsdampfer am Tegeler See mal eben aus dem Nichts heraus eine Glastür in die Luft fliegt. Sich selbst sprengt. Springt. Einfach den Geist aufgibt. Das Schiff sei über 40 Jahre alt, noch nie sei etwas gewesen, aber als wir keine 5 m vom Ort des Geschehens saßen, passierte es. Was da noch zusätzlich heruntergekracht ist, konnte ich nicht definieren. Zum Glück haben wir keine Scherben abbekommen.

Da meine Tochter auf einem der Sitze nahe der Tür saß, wurde sie von einem der Angestellten (Seeleute?? :-)) schwungvoll über die Scherben gehoben. Ergebnis: Beule am Kopf wegen niedriger Schiffsdecke...


Sonntag, 20. Juli 2014

Peoplemover

In Rummelsburg am S-Bahnhof entdeckt: ein Peoplemover. Das ist ein Aufzug, der nicht nur hinauf und wieder herunter, sondern auch noch "quer" fährt. Quasi ein Aufzug, der um die Ecke fährt. Es gibt davon deutschlandweit drei Stück. Leider war er außer Betrieb, als ich vorbeikam.


Dienstag, 15. Juli 2014

Siegerflieger

Wann immer ein besonderes Flugzeug angekündigt wird und wir Zeit haben, fahren wir nach Tegel. Ist ja nicht weit... Insgeheim hoffen wir, dass der BER nie fertig wird ;-)

Heute war es der Siegerflieger, den wir fotografieren wollten. Schon eine Stunde vor der Landung füllten sich die Dachterasse vom Clou und das Parkdeck vom Bauhaus (ehemals Praktiker). Viele hatten Smartphones dabei, um auf flightradar24 den Flieger zu verfolgen, wir hatten noch ein Funkgerät dabei, um den Flugfunk zu belauschen. So bekamen wir auch mit, dass der Flieger die Erlaubnis bekam, über die Fanmeile zu fliegen. Coole Sache.

Nachdem Air Berlin mit schmucker Sonderbemalung vorbeigeflogen kam, landete endlich die Fanhansa.






Montag, 14. Juli 2014

Lost, reloaded...

Am Wochenende haben wir, wieder einmal, eine mehr oder weniger schlaflose Nacht hinter uns gebracht. Nein, nicht wegen der WM, sondern es war die Nacht von Samstag zu Sonntag. Um 22:30 Uhr klingelte unser Telefon. Wir kennen es mittlerweile schon. Wenn es um diese Zeit klingelt, hat sich entweder jemand verwählt oder die demente Oma ist, mal wieder, weg. Leider hatte sich niemand verwählt.

Es war die Polizei, die uns sagte, dass das Heim eine Vermisstenmeldung herausgegeben habe und Ihnen unsere Telefonnummer gegeben habe. Von uns wollten sie nun eine Beschreibung und ein Foto der Oma. Anscheinend hatte das Heim dafür keine Zeit? Angeblich sei die Oma diesmal im Nachthemd unterwegs. Oh weh.

Diesmal fuhr mein Mann los, um zu suchen. Mir war es schon zu dunkel und gemeinsam können wir nicht los wegen der Kinder. Er hielt auch beim Altenheim an, zum einen, um zu fragen, ob sie inzwischen wieder da sei, zum anderen um nähere Details zu erfahren. Wir erfuhren, dass sie seit mindestens 20 Uhr weg sei, aber vermutlich doch nicht im Nachthemd. Sie habe sich angezogen. Woher wissen sie das? Ich hoffe mal, dass sie NICHT die Oma voll angezogen noch schön gesehen, aber NICHTS unternommen haben...Sondern dass sie einfach nur gemerkt haben, dass ihre Kleidung dann demnach wohl weg war.

Mein Mann fand sie nicht und im Laufe der Nacht gab es auch keine entwarnende Meldung. Panik stieg in uns auf. Es war aber immerhin eine laue Sommernacht. Kein Regen, kein Gewitter. Und die letzten Male ist es ja auch gut gegangen, irgendwer hat sie immer gefunden und gemerkt, dass sie Hilfe benötigt.

Viel mehr Sorgen machte uns diesmal der Opa, also der Ehemann der dementen Oma. Seine allergrößte Sorge ist, dass sie verloren geht. Deshalb hat er dem Umzug ins Heim zugestimmt. Weil sie zu Hause nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden konnte...Bisher waren die nächtlichen Ausflüge der Oma immer gegen Mitternacht vorbei, also weit vor dem Frühstück, dass er immer mit ihr gemeinsam isst und demnach dann merken würde, wenn sie nicht da ist.

Diesmal war es bereits 6 Uhr morgens und noch keine Entwarnung... Die Sorge um den herzkranken Opa, der im Fall einer solchen Vermisstenmeldung vermutlich so durchdrehen würde, dass wir gleich das nächste Problem haben, machte es nicht besser.

Um 7 Uhr riefen wir im Heim an. Sie sei wieder da, frisch aus dem Krankenhaus vorbeigebracht worden. Sie war um 5:30 (!) in einer Kleingartenanlage liegend aufgefunden worden, komplett verängstigt, zitternd und orientierungslos. Das Krankenhaus habe sie aber als "topfit" eingestuft und ins Heim entlassen.

Immerhin...sie ist wieder da. Es ist nichts ernsthaftes passiert. Kein Unfall, nicht im Wald verloren gegangen, in keinen See gefallen. Nicht auf böse Mitmenschen getroffen, vermutlich.
Und dass es ihr Angst gemacht hat, wird auch diesmal wieder keinerlei Lerneffekt haben. Weil das aufgrund ihrer Erkrankung nicht geht.
 Das Telefon wird bald wieder nachts klingeln.

Details zu der ganzen Aktion (welche Kleingartenanlage, damit wir wissen, wo wir beim nächsten Mal suchen gehen sollten oder "war sie bei 13° C wirklich im Nachthemd unterwegs?") liessen sich nicht herausbekommen. Das Krankenhaus meinte, sie können nicht alle 84 Rettungseinsätze der Nacht im PC nachsehen. Dafür sei keine Zeit. Das Heim wusste nur, sie ist wieder da, mehr nicht...wegen Schichtwechsel.

Und es wird bald wieder passieren. Und wieder und wieder. Weil nachts nach wie vor ein Druck auf den Türöffner reicht und man ist draußen. Warum? Klar, man kann nicht abschliessen, wegen der Fluchtwege. Aber wenigstens eine Glocke an der Tür, die meldet, wenn jemand stiften geht? Oder zumindest ein Alarm, wenn der Türdrücker nach Ende der Rezeptionszeiten betätigt wird, Kamera dazu vielleicht? Gibt es doch alles und ist nicht mehr soooo teuer. Oder ein Nachtwächter?

Es gibt auch geschlossene Heime, aber dafür braucht es eine richterliche Anordnung, da das Freiheitsberaubung ist. Anscheinend hat man, egal wie wirr man ist, ein Recht auf "Verlorengehen". Ich habe gelesen, es gehöre bei dieser Krankheit eben dazu, dass man irgendwann orientierungslos abhanden kommt, einsam im Wald verhungert oder einen Unfall hat. Hart.

Samstag, 12. Juli 2014

Das Buffet, Teil 2

Kurz vor dem Ende des alten Schuljahres war das Kennenlern-Treffen der neuen Klasse meiner Tochter... Mein "Was nehme ich nur mit zu diesem Buffet?"-Problem habe ich unbeabsichtigt pragmatisch gelöst. Ich habe die zur Mitnahme geplanten Brezeln einfach zu Hause vergessen. Meinen Fehler bemerkte ich erst, als wir angekommen waren und lauter Leute mit Tupperdosen und Kuchenkisten an mir vorbeiliefen. Ups...

Aber es gab eh viel zu viel und es fiel nicht auf, dass etwas fehlte... Und unbedingt fürs nächste Mal merken: Mini-Pizzen machen und mitnehmen. Tolle Idee, die ich beim nächsten Büffet-Problem, das sicher irgendwann kommt, abkupfern werde. Die Pizzen gingen weg wie nix im Gegensatz zu den 15 (!!) Kuchen.

Ansonsten war es ziemlich unspektakulär. Während solche Veranstaltungen an der bisherigen Schule immer im Chaos und oft auch mit Verletzten dank "Vor Zuckerschock gegen die Wand gelaufen" endeten, war hier nix. Fast schon langweilig.

Die neuen Mitschüler sind zahlreich (31 Kinder und somit doppelt so viele als wir es bisher gewohnt waren) und haben laut Einschätzung meiner Tochter seltsame Namen. Aber wir haben uns ja in Kita und der bisherigen Schulzeit schon an einiges gewöhnt - von Jante über Cordt bis Yuki-Elin (alle Namen sind NICHT frei erfunden!)... Man findet es nach spätestens 2 Wochen nicht mehr seltsam.

Die Lehrerin wirkte auch nett und ist schon seit mehreren Jahren an der Schule. Mein Kind war beeindruckt, kennt sie sonst ja eher fliegende Lehrerwechsel (ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, ich kann mich nur an 5 Schulleiter und 7 Musiklehrer in 3 Jahren erinnern...).

Es waren recht viele Helikopter-Eltern da. Das verspricht noch lustig zu werden. Ich belauschte unfreiwillig folgenden Dialog:
"Also, meine Tochter will mal Professorin werden."
"Welche Richtung?"
"Ist egal, Hauptsache C4 und viele Auslandsaufenthalte."
Diese Juniorprofessorin ist 9 oder 10 Jahe alt...
Nun ja. Nichts sagen. Lächeln, wundern und nicken.

Aber erstmal sind ja nun Sommerferien...

Donnerstag, 10. Juli 2014

Bei den Wasserbüffeln

Nein, wir waren nicht in Asien, sondern sind nicht einmal 15 Minuten mit dem Auto gefahren, um zu den Wasserbüffeln zu gelangen. Wir waren diese Woche mal wieder am Löwenzahnpfad in Mühlenbeck-Mönchmühle. Der Pfad wurde mit der gleichnamigen ZDF-Sendung angelegt und erstreckt sich um die Schönerlinder Teiche. Man kann die Gegend auch mit der S-Bahn erreichen.


Auf dem Weg gibt es etliche Infotafeln, die in erstaunlich gutem Zustand sind und die auch ein wenig interaktiv sind... Man kann etwas drehen, klappen, durch die Tafel hineinschauen und drinnen Bilder entdecken... Die Aussichtsplattform aus Holz ist wieder in Betrieb, bei unserem letzten Besuch sah sie ziemlich eingefallen aus und war gesperrt.


Ich frage mich allerdings, wie viele Leute hier wohl hergelockt werden. Es ist eine wirklich schöne Gegend, es gibt die Wasserbüffel und Konikpferde als "Landschaftspfleger" und viele weitere Tiere, wir haben dort vom schönen Schmetterling bis zum Maulwurf schon alles mögliche gesehen, aber wir haben dort noch nie andere Menschen getroffen.



Ob es daran liegt, dass der Weg so zugewachsen ist, dass man sich ganz schmal machen und dann quasi mit Armen nach oben durch die Brennnesseln und Herkulesstauden wandern muss? 



Oder daran, dass der Weg teilweise sehr ungewegsam ist...Mit Kinderwagen oder Buggy hat man hier keine Chance, egal, wie geländegängig er ist, spätestens an diesen Holzbrücken ist Feierabend. Abgesehen davon, dass man eh nicht durch die Brennnesseln käme.



Oder daran, dass jüngere Kinder vermutlich einen Stromschlag bekommen würden, weil man hier kilometerweit direkt am Elektrozaun vorbeiwandert, so nah, dass eine falsche Bewegung reicht, um eine gewischt zu bekommen.
Aber ob da überhaupt Strom drauf ist? Dieses Pferd sieht so entspannt aus...



Oder daran, dass man sehr leicht vom Weg abkommt? Nachdem ich von einer Holzbrücke beinahe rückwärts heruntergepurzelt wäre (ob ich jemals gefunden worden wäre?), bin ich vom Weg abgekommen, weil er sehr zugewuchert war. Es war nicht erkennbar, wo er nach der Brücke weitergeht, es war einfach alles grün. Also ging ich weiter, so wie ich es logisch gefunden hätte. Bis ich vor einem gigantischen Büffelhaufen stand und dachte "Wenn HIER der Büffel sein kann, dann sollte ich hier nicht sein...oder was macht der Büffel auf dem Weg?"... Ich bin dann zurückgegangen und habe den richtigen Weg doch noch gefunden...


Aber wie dem auch sei... eine schöne Gegend. Nicht wirklich für kleine Kinder geeignet, wie es der Name eigentlich vermuten lässt, aber für Kinder ab dem Schulalter schon. Unbedingt ein Fernglas einpacken, etwas zum Trinken, nicht bei 35°C losziehen, denn es gibt kaum Schatten und lieber im Frühsommer, denn im Juli ist das hier die grüne Hölle...

Immerhin, mal wieder null Zeckenbisse, was ich wohl dem Antibrumm zu verdanken habe...


Sonntag, 6. Juli 2014

Unfallfrei...

Gesehen am Kraftwerk Klingenberg in Rummelsburg. Ich überlege immer noch, wie Fremde dort verunfallen können.


Irrenhaus

Man stelle sich folgendes vor...

Eine kleine Straße. 14 Häuser. Offiziell Teil einer Kleingartenanlage, aber mit großen Häusern, in denen viele dauerhaft wohnen und riesigen Gärten alles andere als typisch (und gartenzwergfrei). Eigentlich hieß es, dass das Arreal bald aus dem Verein herauslöst wird. Wir hatten uns schon gefreut. Aber dann starb der Vorstand und mit den neuen mutiert eher alles zu einer Zweigstelle von Bonnys Ranch.

Die Woche kam ein Schreiben:
"Bitte verseht jedes Haus mit der Hausnummer 177."
JEDES. Alle 14 Häuser bekommen EIN und DIESELBE Hausnummer."

Das kann ja nur ein Irrtum sein. Also habe ich nachgefragt.

"Das müssen wir wegen der Feuerwehr machen."
"???"
"Damit die uns finden."
"Aber eh die wissen, welche 177 von 14 brennt, brennen alle Häuser...."
Irres Kichern...

"Und wegen der Post müssen wir das auch machen."
"Aber bisher kommt die Post doch an." (tut sie, seit Jahren...)
"Ja, das kommt sonst nicht an, kannste glauben."
"Kommt aber an." (bei uns sogar, obwohl ein paar Honks unseren Briefkasten in die Luft gejagt haben... seitdem schmeisst die Post alles in die Hecke...).
"Nein, bei uns schreibt die Post immer schon von sich aus mit Bleistift eine 177 drauf"
Ja, ist klar...

"Wir müssen das so machen, dann brauchen wir uns nicht an die Vorschriften mit den Heckenhöhen halten!"
Das Kichern wird wirrer...

Das Leben war immer so ruhig in unserem Garten.