Samstag, 19. April 2014

Radrennbahn bei Möbel Kraft

Und wieder etwas aus der Kategorie "Orte, die auch viele Berliner nicht kennen". Ich kam hier auf einer Radtour vorbei.

Die Radrennbahn Schöneberg gibt es nicht mehr, aus ihr ist nun quasi Möbel Kraft geworden. Es erinnert nur noch dieser eine Wettkampfturm und eine Info-Tafel an die ehemals denkmalgeschützte Anlage. Beides ist ziemlich unscheinbar quasi hinter dem Möbelladen versteckt. Ich brauchte eine Weile, bis ich den Zugang gefunden hatte.

Man sollte neben Möbel Kraft hineingehen, einfach an Personaleingang, Warenlager und was da alles ist, vorbeimarschieren. Und nicht, wie ich es gemacht habe, einen großen Bogen um den Laden machen und dann zwei Autobahnbrücken (ein hin, einmal her...) zu überqueren...


Freitag, 18. April 2014

Wer weiß es...?

Eine wirklich ernst gemeinte Frage: Auf dem Mauerweg habe ich in der Nähe von Schildow diesen Gedächtnisweg entdeckt. Wer aber ist derjenige, an den der Weg erinnern soll?



Google findet unter diesem Namen jemanden, der anscheinend bei vielen Läufen teilgenommen hat -  und Traueranzeigen. Aber wer war das?


Mittwoch, 16. April 2014

Streetart-Schild

Immer wieder schön...diese beiden Balken-Männchen. Diesmal habe ich sie in Mitte gesichtet:


 Der rasende Rollschuh (?) oben im unteren Bild ist aber auch nicht schlecht :-)

Dienstag, 15. April 2014

Feuerchen

Da hat wohl jemand den Kanister vergessen... Dann kann man gleich sehen, womit diese Sachbeschädigung fabriziert wurde...



Sonntag, 13. April 2014

Klong...gebeamt in die Vergangenheit

Kennt Ihr das Geräusch, das ein verbogenes Metall-Fußabtreter-Gitter macht, wenn man beim Betreten eines Hauses drauftritt...?  Dieses "Klong"? Das ist ein Geräusch, das ich mit meiner Kindheit assoziere. Dieses Geräusch gab es bei der Post. In der Grundschule. In unserem Wohnhaus. Überall...Tür auf...Klong...Unter einem bewegte sich das Gitter und krachte wieder zurück in seine Ausgangslage. Ich glaube, das gab es nur im Osten. Oder?

Dieses Geräusch habe ich seit Jahren nicht mehr gehört. Gibt es solche Gitter noch? Wenn ja, sind sie nun nicht mehr verbogen, bewegen sich also beim Drauftreten auch nicht...

Aber letzte Woche habe ich einen Ort gefunden, der wirkt, als sei er noch wie früher. Es war ein schon fast skuriles Erlebnis. Ich war mit dem Rad in Lichtenberg unterwegs. Eigentlich wollte ich ins Dong Xuan-Center, um dort etwas etwas essbares zu erstehen. Aber ich hatte nicht bedacht, dass das Center dienstags Ruhetag hat. Und es war Dienstag.

Also radelte ich weiter auf der Suche nach Nahrung, Geocaches und interessanten Orten. Und fand an der Siegfried-/Ecke Hertzbergstraße das hier. Ein ehemaliges Verwaltungsgebäude aus DDR-Zeiten. Ich dachte erst "ah, eine Ruine". Aber dann entdeckte ich, dass da ein recht neu aussehendes Schild vor der Tür stand und für eine Kantine im Inneren dieses Gebäudes warb...Man konnte in das Haus also hinein...

Als ich durch die Tür trat, war es da...das Geräusch...Klong...ein verbogenes Gitter im Boden. Drinnen fühlte ich mich, als habe mich jemand in einen Plattenbau der 80er Jahren gebeamt. 

Alles in einem gruseligen Braunton. Alte Aufzüge, mit beleuchteten Pfeilen. Eine alte Briefkasten-Anlage. Dunkle Flure. Ein verwilderter Garten. Und tatsächlich eine Kantine. Ob das Essen dort schmeckt, weiß ich nicht. Ich fühlte mich unwohl und bin schnell gegangen. Alle sahen aus, als säßen sie schon seit 30 Jahren hier und seien irgendwie in einer Zeitschleife stecken geblieben.







Die Lichtverhältnisse da drinnen waren ziemlich schlecht, daher sind die Fotos leider nicht so, wie ich sie gerne gehabt hätte. Aber sie geben einen Eindruck vom Gebäude.

Freitag, 11. April 2014

Mini-Ruine im Wald

Im Wald habe ich diesen ehemaligen Verkaufs-und Auskunftspavillon von Frohnau entdeckt. Er wurde 1909 von Paul Poser gebaut, der bis 1934 der am meisten beschäftige Architekt in Frohnau war. Der Pavillon wurde vor ein paar Jahren abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut.

An der alten Stelle ist heute nichts mehr. Außer einer Treppe und diesem zugemauerten Stückchen vom Gebäude. Das Fundament ist also noch da. Warum ist da eine Öffnung gelassen worden? Für Fledermäuse vielleicht? Ich hatte leider keine Taschenlampe dabei, um mal einen Blick hinein zu werfen...






Mittwoch, 9. April 2014

Ausflug: Wildschweine im Tegeler Forst

Als ich letzte Woche durch den Wald in Heiligensee radelte, dachte ich "Gibt es hier eigentlich Wildschweine? Haben die jetzt nicht Frischlinge? Ist das gefährlich, wenn ich hier ganz allein herumradele?"...

Zu Hause fragte ich Google nach Wildschweinen im Tegeler Forst. Ok...ich habe ja vor kurzem erst eins gesehen. Aber  in Frohnau. Wie sieht es also aus... sind sie überall? Und überhaupt. Mein Mann sagt, ich hätte eine Wildschwein-Phobie.

Und was hilft dann... ? Genau, Konfrontation. Google meint, es gibt ein Wildtiergehege im Tegeler Forst. Also, nix wie hin und nachgeschaut... Wir haben sie gefunden. Wildschweine, Rehe und Hirsche. Und Muffel. Der, die, das Muffel?



Wer möchte, kann für einen Euro Wildtierfutter kaufen. Auch für die Wildschweine. Ich vermute, man muss das Futter dann aber über den Zaun werfen...denn von der Fütterung von Hand wird hier eindrucksvoll abgeraten...


Die Gehege sind ziemlich groß. Die Wildschweine waren nahe beim Zaun, die andere Tiere in ihrem Gehege nicht. Zumindest am Vormittag lagen sie in der Sonne und haben geschlafen. Sie waren im Prinzip fast unsichtbar. Dafür gab es bei den Wildschweinen sogar einen Frischling zu sehen.


Als ich nachmittags noch einmal mit den Kindern hinfuhr, um ihnen die Tiere zu zeigen, kamen auch die Rehe hervor und waren neugierig, was wir mit unserer Kamera da machten. Oder ob wir vielleicht Futter aus dem Automaten haben...


Der Eintritt ist frei und man kann hier gut mit dem Rad hinfahren. Zu Fuß kommt man gut her (von der Bushaltestelle Förster Weg der Linie 222 läuft man ca. 15 min durch den Wald). Für Autos gibt es aber auch einen kleinen Parkplatz. Im Sommer wird der vermutlich nicht ausreichen.

Denn direkt hier ist auch noch die Badestelle Reiherwerder. Ein kleiner Sandstrand am Tegeler See mit Blick auf die Villa Borsig. Und auf startende Flugzeuge in der Ferne...Wo gibt es das schon...Strand mit Blick auf Flugzeuge und Diplomaten und hinter einem Wildschweine...


Und dran denken: nicht die Enten mit Krümeln bewerfen...



Anfahrt:
Schwarzer Weg
13505 Berlin

Montag, 7. April 2014

Im Keller: Legoland Discovery Centre Berlin

Meine Kinder lieben Lego. Entsprechend groß war die Freude, als ein paar Freikarten fürs Legoland Discovery Centre am Potsdamer Platz in unserem Briefkasten lagen. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal im Berliner Legoland und ich fand die Preise so hoch, dass ich mich schwer tat, für das, was da geboten wird, noch einmal so viel Geld auszugeben...

Da ist es...
Das Legoland Berlin liegt so zentral, dass es eigentlich nicht zentraler geht. Nämlich direkt am Potsdamer Platz, im Sony Center. Eine Giraffe weist den Weg zur Kasse.  Das Legoland ist immer gut besucht. Aber die Zeiten, in denen man 2 Stunden an der Kasse stand, sind zum Glück vorbei.

Die Eintrittspreise sind unterschiedlich je nach Tageszeit und ob man sie online kauft! So kostet eine Tageskarte am Vormittag (10-12 Uhr) an der Kasse 18,50 Euro, online nur 8,95 Euro. Abendtickets gibt es auch. Es wird bei den Preisen nicht unterschieden zwischen Kindern und Erwachsenen. Alle über 3 Jahren zahlen den gleichen Preis, Kinder unter drei sind frei.
Eine Abendkarte reicht durchaus, denn man ist eigentlich in 2-3 Stunden sicher durch...zumindest mit den Nerven aufgrund der Akustik. 


Früher dachte ich immer, Legoländer seien so eine Art Freizeitpark mit Legosteinen. Ich war noch nie Billund oder Günzburg, aber das Legoland Berlin ist jedenfalls in einem Keller. Es gibt kein Tageslicht.

Gleich wenn man hineinkommt, erwartet einen das Miniland. Eine Art Berlin-Nachbau aus Lego mit ein paar interaktiven Features. Man kann Knöpfe drücken und dann passiert manchmal etwas. Manchmal auch nicht.
Der Knopf, der ständig betätigt wird, ist der mit dem Mauerfall. Dann dröhnt David Hasselhoff (!!) durchs ganze Wunderland und ein Stückchen Legomauer fällt um...

I´ve been looking for freedom...
Weiter geht es zu Star Wars-Figuren und dann ab nach unten. Hier erwartet einen eine Art Geisterbahn (klein, nicht wirklich gruselig, aber ist ja auch für kleine Kinder gedacht) und ein Karussel, bei dem man nach oben schwebt, wenn man kräftig in die Pedale tritt. Für Erwachsene ist es nur bedingt geeignet (die sollen aber mitfahren!)...Ich habe mir ständig schmerzhaft die Knie am "Nicht-Rausfall-Bügel" gestossen.

Ansonsten kann man hier unten Lego-Autos bauen. Es ist nicht so einfach, zumindest vier zusammen passende Räder zu finden und dann vielleicht noch ein paar Steine...Dann kann man die Autos zwei Rampen herunterfahren lassen und gucken, wie schnell das jetzt war...

Steine...

Ein Modelbauworkshop soll ebenfalls vorhanden sein. Angeblich kann man dort Inspirationen zum Bauen sammeln. Ich konnte da nichts entdecken, außer Leuten, die mit Legosteinen allein an Tischen etwas gebastelt haben. Hm. Das können wir eigentlich auch zu Hause.

In der LegoFabrik kann man einen Stein "herstellen". Es werden ein paar überdimensionale Knöpfe im Rahmen einer kleinen "Show" betätigt, am Ende bekommt jeder einen Stein zum Mitnehmen.

Das Duplo-Dorf für die Kleinsten ist überschaubar. Und besteht, wie andere Bereiche auch, eben aus vielen herumliegenden Steinen.

Ich frage mich ohnehin, wie viele Steine hier wohl so pro Jahr von den Besuchern rausgeschleppt werden? Gibt es ab und an eine Inventur? 

Neu seit unserem letzten Besuch ist die Mädchen-Ecke. Quietschig rosa und als Küche eingerichtet. Hier können Duplo-Muffins "gebacken" werden. Das Kontrastprogramm zu den Autos, sozusagen. Mich wundert das dort noch nicht protestiert wurde...wie beim Barbie Dreamhouse...

Für die Mädels...

Zwei Softplay-Anlagen sind vorhanden, man kann also klettern, rutschen etc.. Es ist sehr unübersichtlich. Eigentlich ist es überall unübersichtlich, es ist gar nicht einfach, sich an dieses Schild hier zu halten und die Kinder zu beaufsichtigen:

Nicht klettern!

Mal etwas anderes ist das 4D-Kino. Die Filme sind zwar nicht wirklich berauschend, aber man wird nass oder Wind weht oder sonstwas passiert.

Vor dem Kino war dieser Wegweiser zu den stillen Orten...



Und es gibt natürlich auch einen Spender mit Flyern...Kinderveranstaltungen, Familienveranstaltungen, viel heile Welt und mitten drin DAS hier...der Anwalt hat Humor und findet bestimmt hier seine Zielgruppe...

Zielgruppenfindung...


Und am Ende geht es hinaus in den obligatorischen Lego-Shop. Mitten durch, kein Weg führt vorbei.

Unser Fazit... Die Kinder hatten Spaß. Vor allem der Kleine hat noch nachts im Schlaf von Lego-Katzen gesprochen, aber ich vermisste irgendwie das Tageslicht und finde den Eintrittspreis viel zu hoch. Ob es in Billund und Günzburg besser ist? War jemand von Euch schon dort?