Freitag, 12. Februar 2016

Prenzlprinzessin

Im Jugendmuseum in Schöneberg habe ich dieses Playmobil-Set entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass Playmobil so viel Humor hat...

Es gibt übrigens eine ganze Berlin-Serie... die depressive Aldi-Mitarbeiterin ist auch sehr treffend ;-)



Mittwoch, 10. Februar 2016

Nebel

Der Winter scheint fast vorbei zu sehen... es blühen Schneeglöckchen und Winterlinge und am Wochenende habe ich den ersten Zitronenfalter gesehen. Vor kurzem habe ich im Spandauer Forst noch diese leicht gruseligen Fotos gemacht...









Freitag, 5. Februar 2016

Energiepunkt

Es gibt Momente, in denen ich echt nicht weiß, wie ich reagieren soll. Grundsätzlich ist mir egal, woran man so glaubt und ich führe da auch keine Diskussionen. Ich sage nichts, wenn jemand auf dem Spielplatz die Arnika-Glauboli rausholt oder die halbe Flasche Bachblüten runterkippt, weil es einem ja manchmal so eng ums Herz wird (was sicher nicht an den täglichen 30 Zigaretten liegt).

Aber gestern habe ich wirklich kurz überlegt, was ich sagen soll, denn ich wurde aufgefordert, etwas zu sagen... Eine Bekannte, ihres Zeichenes Naturwissenschaftlerin (!) und Beamtin, erzählte mir todernst und ganz aufgeregt:

"Ich hatte vor 3 Wochen eine Gehirnerschütterung. Es tut immer noch weh an der Stelle, an der ich mich verletzt habe. Und ich bin sooo schlapp."
"Hm...könnte noch  normal sein, oder?"
"Naja... ich war bei meinem Osteopathen. Der hat eine Verspannung festgestellt."
"Hm." (Hat das nicht jeder?)
 Und er sagte, dass genau DER Energiepunkt an meinem Kopf getroffen wurde, genau DER wichtigste!!"
"Oh."
"Man weiß nicht, ob das jemals wieder besser wird! Stell dir das bitte mal vor!!!"
*Ok...Schon den Antrag auf Pensionierung wegen dem nun nicht mehr energetischen Punkt gestellt?*


Mittwoch, 3. Februar 2016

Schaumparty

Aus der Kategorie: Nicht nachmachen! Heute: Spülmittel im Geschirrspüler.

Gestern ist es passiert. Ich stellte Geschirr in den Geschirrspüler und habe nicht gesehen, dass in einer Schale Spülmittel war, weil ich da etwas eingeweicht hatte. Ergebnis: Schaumparty... Aber nicht zu knapp. zum Glück lief der Geschirrspüler nicht unbeaufsichtigt, sondern hätte wohl die ganze Küche geschäumt.  So habe ich rechtzeitig gesehen, dass da ein Schaumteppich durch die Küche wabert...Wieso kommt Schaum eigentlich einfach aus der geschlossenen, laufenden Spülmaschine?!

Programm abgebrochen. Google befragt. Horrorstoys gelesen von komplett zerstörten Geschirrspülern, Schaum im ganzen Raum, man solle zig Spülgänge machen, mit Glück geht es wieder. Man könnte Öl nachkippen oder Essig oder sonstwas.

Es war am Ende nicht ganz so schlimm. Nachdem ich sämtlichen Schaum ausgewischt hatte und der Spüler drei Mal leer gelaufen ist, ist nun alles wieder gut. Der Boden blitzt nun übrigens wie lange nicht mehr.

Aber trotzdem:nicht nachmachen.

Freitag, 29. Januar 2016

Kontrolle oder Privatsphäre?

Diese Woche gab es einen Elternstammtisch. Eigentlich wollte ich nicht hingehen. Ich sah vor meinem geistigen Augen schon die ganzen Helikopter einschweben. Aber ich wollte auch nichts verpassen, es hätte ja wichtige Themen geben können. Also bin ich hingegangen.

Erster Eindruck: ein Treffen mit mehr als 20 Leuten in einem extrem hellhörigen Restaurant ist so als "Unterhaltungsrunde" echt ungünstig. Die erste halbe Stunde hatte ich den Eindruck, ich könnte auch gleich wieder gehen, ich verstehe eh nix. Also trank ich meine Fanta und versuchte zu erahnen, um was es geht.

Irgendwann ging es um... WhatsApp. Klar, theoretisch dürften die Kinder, da sie unter 16 sind, es gar nicht nutzen. Tun sie aber fast alle und sie haben einen Klassenchat. Wie vermutlich viele andere Klassen in dieser Republik auch. Und da sind nahezu alle drin. Oder anders gesagt, hat man kein WhatsApp, ist man so ein wenig außen vor.

Eine Mutter fragte in die Runde:
"Und, lest Ihr da mit? Kontrolliert Ihr das?"
Und es kam aus allen Ecken: "Ja, natürlich!".

Oh.

  • Mein erster Gedanke: "Ok, fein, wenn das die anderen machen (und somit dafür sorgen, dass es da nicht zu wüst zugeht), muss ich das ja nicht machen."
  • Der nächste Gedanke: "Vernachlässige ich mein Kind, wenn ich das nicht kontrolliere?"
  • Und der übernächste: "Was hätte ich dazu gesagt, wenn meine Eltern früher die Zettelchen, die man sich so schrieb, gelesen hätten? Haben die Eltern meiner Freunde die Briefe gelesen? Wo sind die damals eigentlich immer hinverschwunden? Hätte man das nicht schreddern müssen?"
  • Und noch ein Gedanke: "Nutzt Kontrolle bei WhatsApp etwas? Man kann doch einzelne Nachrichten löschen. Und die Kids wissen das besser als die meisten Erwachsenen, wie das alles geht..."

 Meine Tochter hat mir schon so manche Funktion im Handy gezeigt, von denen weder ich noch mein Freundeskreis wusste und wir sind eigentlich alle keine Neulinge in Punkto Smartphone-Nutzung...

Tja, ich weiß es nicht. Zu dem Thema Kontrolle diskutieren viele Eltern, mit denen ich so zu tun habe. Zu 95% höre ich, dass die Handys kontrolliert werden. Ich gestehe, bislang tue ich das nicht. Ich käme mir vor, als würde ich Tagebuch lesen. Oder an der Tür lauschen, wenn sie mit Freundinnen telefoniert. Oder ihr heimlich folgen, wenn sie verabredet ist. Kurz: nicht vertrauen.

Ich habe meiner Tochter, als sie ein Telefon samt WhatsApp bekam, erklärt, was alles geht und was nicht. Dass man bitte keine Fotos von sich, nicht mal das langweiligste Selfie, einstellt, weil immer jemand eine bescheuerte Fotomontage daraus machen kann. Dass man bloß niemals nie gar irgendwelche peinlichen Bilder verschickt. Auch keine Videos. Dass man nix teilt, egal, woher man es hat. Keine Links anklicken. Vor der Installation von Spielen und Apps bitte fragen. Nicht lästern, das gehört sich nicht und man setzt sich in die Nesseln, wenn es auch noch groß und breit für immer im Chat steht oder jemand einen Screenshot gemacht hat, bevor man es löschte. Dass alles nachverfolgbar ist und gespeichert wird. Dass sie mir sagen soll, wenn andere Dinge teilen oder schreiben, die ihr komisch vorkommen.

Dass etwas komisches passierte in diesem Chat, kam bisher nur einmal vor. Da kam es zu einer noch relativ harmlosen Geschichte in der Klasse, ein Zwist zwischen zwei Jungs und als dann die Fetzen im Chat flogen, wurde mir das brühwarm erzählt.Weil es einfach spannend war. Mein Kind sah aus, als verfolge sie ein Fußballspiel, als sie mit Telefon in der Hand live mitlas.

Ab und an sehe ich auch so mal, was in diesem Chat geschrieben wird - wenn ich nachts das Telefon vom Ladekabel trenne, sehe ich, was abends noch an Nachrichten reinkam und auf dem Startbildschirm angezeigt wird. Das sieht man dann halt. Und das sind dann so unglaublich wichtige Dinge wie: "Was haben wir in Mathe auf?", "Schreiben wir einen Test in Musik?" oder "Gute N8 @ all"...Oder Nachrichten, bei denen jeder Buchstabe einzeln abgeschickt wird. Manchen muss langweilig sein.

Tja... aber dann kommen die Gedanken... was, wenn etwas ganz schlimmes ist und ich merke es nicht? Also doch besser kontrollieren, nur für den Fall der Fälle?

Aber wenn ich mir dann vorstelle, meine Eltern hätten früher so etwas getan - gechattet hat man ja damals schon, einen Verlauf am PC gab es auch und ich bin mir absolut sicher, meine Eltern haben das alles nie gelesen. Bei uns wurden auch nie Briefe von jemand anders geöffnet, als vom dem, an den er adressiert war. Und es wurden nie Handys kontrolliert - SMS gab es "damals" ja auch schon. Hätte man lesen können, theoretisch.
Ich finde, Privatsphäre ist meiner Ansicht nach wichtig und Kontrolle nur bei begründeten Verdacht gerechtfertigt.

Aber der Restzweifel bleibt...wenn es doch anscheinend alle tun und man den Eindruck hat, die Welt ist so hochgefährlich, dass Kontrolle nötig ist. Schwierig.

Montag, 18. Januar 2016

Zum Weltschneemann-Tag


Angeblich ist heute Weltschneemann-Tag. Ich bin mir bei all diesen Tagen immer gar nicht so sicher, ob es die wirklich gibt oder nur so ein Spaß sind, den Leute in den den sozialen Netzwerken teilen. Aber egal... es hat am Wochenende geschneit. Der Schnee war nicht besonders gut zum Bauen geeignet, aber für vier kleine Schneemänner hat es gereicht.


Freitag, 15. Januar 2016

Müttermilch

Man wundert sich, was es nicht alles für Produkte gibt. Das hier entdeckte ich diese Woche in der "Alles muss raus, kaufen Sie es bitte endlich!"-Ecke beim hiesigen Rewe. Milch für Mütter. Von Nuk. Machten die nicht mal Trinkflaschen für Babys?

Natürlich war ich neugierig und wollte wissen, was das denn bitte für eine Milch ist. Was bringt die? Ist die für Schwangere, Stillende, Schlaflose, Trotzphasen-Geplagte, Nervenüberstrapazierte, für  Mütter von Babys, Kleinkindern, Vorschulkindern, Schulkindern, Pubertierenden? Oder ist das die Alternative zu Stilltee? Ersetzt sie Kalzium, damit es nicht heißt "Jedes Kind, ein Zahn"?

Bis zu welchem Lebensmonat (der Mutter??)  ist die Milch eigentlich geeignet?  Und warum gibt es keine Väter-Milch?

Keine Ahnung, ich habe die Flasche gedreht und gewendet und versucht, herauszufinden, wozu sie gut ist und warum sie nun speziell für Mütter ist. Ich weiß es nicht. Alle anderen wohl auch nicht, sonst wäre die Flasche, die übrigens gut in der Hand liegt, wohl nicht auf dem Grabbeltisch gelandet.

Falls jemand Bedarf hat: sie ist noch immer da, im Rewe in Rosenthal ;-)



Donnerstag, 7. Januar 2016

Ausflug: Stadtbad Lankwitz

Was macht man zwischen den Feiertagen, wenn alle die Stadt verlassen und man gelangweilt herumhängt, die Kinder Stubenkoller bekommen und fragen, warum eigentlich aaaaallle weggefahren sind? Dann macht man halt Ausflüge. Und testet mal wieder ein Schwimmbad. Diesmal haben wir uns auf den Weg zum Stadtbad Lankwitz gemacht.


Es ist eines von drei offiziellen Spaßbädern der Bäderbetriebe. Das Stadtbad Schöneberg (wirklich toll!) und das Bad am Spreewaldplatz (besser als erwartet) kennen wir schon, uns fehlte nur noch dieses Bad.

Die Bewertungen im Internet waren unterschiedlich... von "alt, schrecklich, überfüllt" bis "total super" war alles dabei. Viele Schränke seien kaputt, das Personal unfreundlich, aber die Rutsche super. Hm.
Also sind wir hin und haben uns mal überraschen lassen.

Das Bad liegt, wie man sich denken kann, in Lankwitz und zwar in der Leonorenstraße. Deshalb nennt man es auch Leonorenbad. Direkt dahinter liegt die Eisbahn Lankwitz. Beide Locations teilen sich einen Parkplatz, der übrigens nicht gratis ist und wo auch ständig geschaut wurde, ob auch bezahlt wurde (eine Schranke o.ä. gibt es aber nicht). Der Platz ist zudem auch relativ klein. Am besten reist man also einfach mit der S-Bahn oder der BVG an.

Der erste Eindruck von außen: sehr unscheinbar. Sehr sehr unscheinbar. Hätten da nicht die zerfetzten Bäderbetriebs-Fahnen im Wind gehangen - wir hätten es nicht gesehen. Das Schild sieht alt aus, das Gebäude auch. Aber das fällt mir oft auf im Süden der Stadt. Je weiter man in den Süden kommt, umso älter wirkt alles. Das ist nicht schlecht, nur ungewohnt. Mal angenehm anders im Vergleich zum Prenzlauer Berg, Kreuzkölln oder Mitte (oder jetzt bald auch in Lichtenberg, das soll ja der neue Trendbezirk sein...!). In Kladow gibt es übrigens sogar noch Filterkaffee und Dauerwellen bei Frauen unter 80!
Aber ich schweife ab... zurück nach Lankwitz...

An der Kasse zahlt man zum regulären Eintritt 2 Euro Warmbade-Aufschlag pro Person, also Erwachsene sind mit 7,50 und Kinder mit 5,50 Euro dabei. Familienkarten gibt es natürlich, Rabatt mit Familienpass, Ferienpass (wenn Ferien sind...) natürlich auch. Kurzum: die Preise sind wie überall bei den Berliner Bäderbetrieben zuzüglich 2 Euro Warmbadezuschlag.

Die Wertsachen haben wir direkt am Eingang in die Wertschließfächer neben der Kasse eingeschlossen. Falls man ins Bistro möchte, sollte man aber noch Geld mit in die Umkleide nehmen. Sonst läuft man bei Hunger einmal bis komplett durch das ganze Bad inklusive Umkleiden zu den Schließfächern und das dann im Badedress...
Es gibt keine Möglichkeit, mit dem Schrankbändchen zu zahlen oder solchen Schnickschnack, den man aus Freizeitbädern in der Provinz in Brandenburg kennt.

Angst vor Schuhdieben hat man in Lankwitz ganz offensicht nicht. Denn direkt vor Beginn des Umkleidebereichs stehen regalweise Schuhe. Komisch. Habe ich so in noch keinem Bad gesehen. So etwas kenne ich nur aus Krabbelgruppen. Oder von indischen Tempeln. Aber im Schwimmbad? Wir outeten uns mal als "wir sind nicht von hier" und nahmen unser Schuhwerk mit. Weniger aus Angst vor Dieben, eher aus Angst, dass unsere Winterschuhe aussehen wie die von allen anderen und es zu Verwechslungen kommt..

Die Umkleidekabinen sind erstmal nicht leicht zu finden. Ein laaanger Gang und überall "Herren", "Herren" und nochmals "Herren". Aber dann, es gibt doch Umkleiden für Frauen... Die Kabinen sind groß und gleichzeitig (!) der Schrank. Mit anderen Worten, es gibt keine Kabine mit Mini-Schrank gegenüber, sondern einfach nur Umkleidekabinen und die kann man dann mit einer Münze abschließen.
Einerseits: praktisch, kann man seinen Kram einfach so stehen lassen, Tür zu - fertig. Oben auf der Kabine ist ein Gitter, damit kein Dieb kommen kann. Meine Kinder meinten, mit einer Angel ginge es bestimmt trotzdem - denke ich eher nicht ;-). Aber die Kabinen haben unten eine ordentlich breite Öffnung. Da passt eigentlich auch keiner durch, aber irgendwie war mir doch lieber, dass Telefon, Geld etc. im Wertschrank waren.

Die Duschen heißen hier noch Brausen und sind Gemeinsschaftsduschen wie überall. Sie sind nicht so altmodisch wie das Wort Brause annehmen lässt, aber es gibt keinen Schnickschnack wie "Babysitze", wie es sie in der SSE Halle an der Landsberger Allee  gibt. Damit Mütter duschen können, während der Nachwuchs (hoffentlich) entspannt in einer Art Hochstuhl sitzt und nicht stiften geht (und ausrutscht, sich eine Beule zuzieht, das Bad zusammenschreit etc.pp....). Braucht Gut, so einen Sitz braucht man ja auch eher nicht so wirklich. Aber wenn, dann würde ich so etwas in einem Spaßbad erwarten.

Aber kommen wir zum Wesentlichen. Dem Schwimmbad. Das Wasser ist in der Tat schön warm, gute 30 Grad zeigte das Thermometer am Schwimmerbecken, das 25 m lang ist und recht viele Bahnen bietet. Bei unserem Besuch war gerade Spaßbaden, wie fast immer am Wochenende in den Bädern und dementsprechend waren der Sprungturm (1 und 3 m) geöffnet. Es wird direkt ins Schwimmerbecken gehüpft, was das sportliche Schwimmen schwieriger macht.

Leider gab es sonst kaum spezielle "Spaßelemente" zum Spaßbaden. Es wurden lediglich noch ein paar schwarze Reifen ins Nichtschwimmerbecken geworfen. Eine große Kiste, die nach Spaßkiste aussah, blieb geschlossen - die könnte man mieten für 9 Euro für Kindergeburtstage.

Direkt neben dem Schwimmerbereich ist ein klassisches Nichtschwimmerbecken. Nichts besonderes, einfach nur ein quadratisches, flaches Schwimmbecken mit ebenfalls etwa 28-30 Grad. Ein kleines, ganz flaches Babybecken ist an der Treppe integriert und einfach nur quadratisch, praktisch, unattraktiv und für Babys sicherlich zu kalt.

Einen Whirlpool gibt es auch... Bietet Platz für 8 Leute und ist immer voll gewesen. Aber ich bin ohnehin kein Freund dieser Kannibalen-Kochtöpfe.

Wirklich nett ist das Kleinkinder-"Spaßbecken", das richtig schön warm ist und nur ca. 35 cm "tief". Hier gibt es einen Sprudelpilz und auch eine kleine Rutsche, die so flach ausläuft, dass hier auch recht kleine Kinder (ab ca. 3 Jahre) rutschen können. In den Becken ist es aufgrund der Wärme immer sehr voll, es liegen jede Menge Erwachsene herum. Kennt man ja aus anderen Bädern auch.

Direkt neben diesem Becken gibt es eine Kindertoilette. Find ich gut, spart weite Wege, wenn es schnell gehen muss. Allerdings habe ich dort niemanden hingehen sehen...

Das beste in diesem Bad ist definitiv die 60 m (!) lange Röhrenrutsche. Das ist die vermutlich längste Wasserrutsche in den Bädern der Berliner Bäderbetriebe, zumindest in den Hallenbädern wird das nicht getoppt. Die Rutsche ist eine geschlossene Röhren, die in einigen Runden nach draußen geht und in der Halle dann endet. Jetzt in Winter ist das spürbar kühl in der Röhre, aber das Wasser ist ja warm.
Die Rutsche hat sicher schon viele Jahre auf dem Buckel. Auf den Schild des Herstellers ist die Postleitzahl noch vierstellig. Aber egal, sie macht Spaß, ist groß und die Warteschlange ist deutlich kürzer als in manchem Spaßbad. Und es war alles in vernünftigem Zustand. Ein wenig ausgeblichen, aber sonst alles ok.

Überhaupt war das Bad in einem ordentlichen Zustand. Man sieht, dass es nicht mehr neu ist, aber das erkennt man eben eher an Dingen wie der Postleitzahl oder dem Wort Brausen.

Und das unfreundliche Personal? Kann ich nicht bestätigen. Der Bademeister hat sogar gelächelt. Aber man kann so etwas nach einem Besuch nicht beurteilen - eine Bademeisterin, die mich in der Halle im Märkischen Viertel mal bis zur Weißglut gebracht hat, war letzten Sommer im Strandbad Tegel auf einmal zu freundlichem Smalltalk aufgelegt. Wie dem auch sei: die schlechten Bewertungen in diesem Punkt kann ich nicht bestätigen.

Ein Bistro gibt es auch. Man darf hier gern viel viel Hunger mitbringen. Es gibt gigantische Portionen. So viel kann man gar nicht schwimmen, wie man Kalorien hier bekommt. Die Currywurst ähnelt eher dem Horn einer Kuh und die Pommes reichen für die ganze Familie. Und nein, das war nicht die Portion im XXL-Format. Die ist laut Verkäufer noch größer.

Unser Fazit: Für die Rutsche lohnt sich der Weg nach Lankwitz. Das Kleinkinderbecken ist auch schön, aber ich würde sagen, das in Schöneberg ist noch besser. Das Schwimmbecken ist wie überall. Und über allem liegt so ein wenig der Charme vergangener Zeiten, wie eigentlich fast überall im Südwesten der Stadt.