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Bahnsinn. Heute: Alterseinsamkeit

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Momentan kann man das Reisen in  vollen leeren Zügen genießen. Ich finde das schön, aber gebe zu, dass mir die Plaudereien schon etwas fehlten.  Das war vor der Corona-Pandemie ganz anders. Ständig unterhielt ich mich mit anderen Fahrgästen. Kannte einige Pendler auch schon. Ich kannte den Typen um die 45, der eigentlich ganz sportlich wirkte, aber immer einen Hüftschaden simulierte, wenn er den letzten noch freien Platz haben wollte. Unsere wissenden Blicke kreuzten sich regelmäßig im 7 Uhr-Zug nach Halle. Und ich wusste, wem ich Bescheid sagen muss, dass wir jetzt wirklich gleich in Wolfsburg sind und der Zug heute schneller ist und man lieber schon den Laptop zusammenpacken sollte. Corona hat auch das verändert und die Zeiten, in denen man sich mit Fremden unterhalten hat, scheinen vorbei. Eher wird man angeschaut, als ob man Pest und Cholera in den Zug bringen wird, wenn man den Gang entlang läuft. Auf einer meiner ersten Fahrten nach dem Lockdown habe ich meine Maske vergessen auf

Ein letztes Mal nach Tegel

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 In wenigen Wochen ist es soweit, der BER wird tatsächlich öffnen. Der Flughafen Schönefeld mit dem Charme einer Schuhschachtel wird Terminal 5 des BER und von Ryanair betrieben und TXL wird schließen. Ich gebe zu, dass ich das sehr schade finde und mich der Fluglärm, den wir hier bei uns aber nur leicht hören, nie gestört hat. Ich mochte auch die Architektur mit den Sechsecken - auch wenn mir schon Leute erzählt haben, dass sie nach der Landung einfach den Ausgang nicht fanden und immer in der Mitte des Flughafens standen ;-).  Ich habe kurz ernsthaft darüber nachgedacht, mir ein Ticket für den letzten Flug am 7.11. zu holen, ein Air France-Flug nach Paris. Aber erstens ist Fliegen aktuell vielleicht allgemein keine so gute Idee und Paris noch weniger. Und auch die Rundflüge, die u.a. Eurowings anbietet, sind mit Maske und so vielleicht nicht so schön und vielleicht auch ein Risiko.  Und ich fürchte sogar, dass es keine Abschiedsfeier in Tegel geben wird wie damals, als Air Berlin sei

Berlin im Oktober 2020

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Berlin, Oktober 2020. Seit einigen Tagen ist ganz Berlin nun Corona-Risikogebiet. Die Zahlen im heimischen Pankow sind noch nicht ganz so hoch, wobei 45 Fälle pro 100.000 nun auch nicht mehr weit weg ist von der magischen  Grenze zum Risikogebiet. Die Corona-Warn-App zeigte mir bereits 2 Risikobegegnungen, aber mit geringem Risiko, also weit weg oder kurz. Ich vermute, das war entweder im Zug oder aber in der U-Bahn, dabei nutze ich die Öffis kaum noch und überlege, mein Monatskarte zu kündigen, weil es sich nicht mehr lohnt, da ich die Fahrten immer weiter reduziere. Eigentlich wollte ich heute nach Warnemünde fahren. Aber genau wie mein geplantes Wochenende in Prag im Mai und mein Besuch bei einer Taufe in Oslo im September musste auch dieser Ausflug wegen Reisebeschränkungen storniert werden. Immerhin geht es uns allen gut und das ist das wichtigste. Gestern haben wir uns nach langer Zeit mal wieder in die Innenstadt begeben. Einen Vorteil hat die ganze Pandemie ja: die Stadt ist le

Einmal um die Ostsee, Teil 2 - Alandinseln

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Letztes Jahr jedenfalls, als wir beschlossen, die Ostsee zu umrunden, fiel der Blick natürlich auch auf die Alandinseln. Sie liegen zwischen Schweden und Finnland, gehören zu Finnland, die Einwohner sprechen aber Schwedisch und die Inseln sind eigentlich autonom.  Für die mitlesenden Geocacher: es zählt als eigenes Land und es gibt Länderpunkt und Souvenir ;-). Ein Ausflug von Stockholm oder Helsinki (oder Turku) ist mit Viking Lines oder Silja Line gut machbar, denn die Linien halten auf der Strecke von Schweden nach Finnland hier an, selbst mitten in der Nacht, wenn kein Mensch ein-oder aussteigen will. Es gibt einen Zusammenhang mit dem Verkauf zollfreier Waren auf den Fähren. Wir wählten die morgendliche Abfahrt mit der Silja Line. Trotz Sommerzeit und Ende der Hochsaison war es ziemlich leer. Außer uns waren nur ca. 100 weitere Personen auf dem Schiff unterwegs, die meisten schienen zum Einkaufen dort zu sein. Auf das Schiff, die MS Galaxy, passen eigentlich 2800 Passagiere! Die Ü

BER getestet - zum zweiten Mal...

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Wer meinen Blog schon länger kennt, weiß, dass ich vor unglaublichen 8,5 Jahren den BER getestet habe.Ich habe hier darüber auch geschrieben. Damals waren wir die allererste Grupp Komparsen, die testen durfte. Zu der Zeit hieß es, in 3 Monaten öffnen wir. Wir erhielten Bauhelme, Westen und eine Tüte Werbegeschenke und durften unter keinen Umständen Fotos machen. Was aus dieser Eröffnung wurde, weiß jeder... Nun soll aber doch endlich geöffnet werden und es wird wieder getestet. Ich war unsicher, ob ich das noch einmal tun möchte. Ich gebe zu, dass ich nicht so wirklich einsehe, etwas den ganzen Tag zu testen (und ja auch versuche, gutes Feedback zu geben) und nichts dafür zu bekommen. Es mag daran liegen, dass ich auch sonst mein Geld mit dem Testen von Prototypen aller Art verdiene und weiß, dass das so etwas normalerweise immer bezahlt wird, vor allem wenn man vor Ort sein muss. Aber eine Freundin von mir und meine Mutter wollten gerne hin, beide fragten, ob ich mitkomme und da ich

Sommer in Berlin...

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Sommerferien... Eigentlich war geplant, auch in diesem Jahr mindestens eine Woche an der Ostsee in der Gegend um Danzig zu verbringen. Da waren wir vor 2 Jahren, im letzten Jahr habe ich auch kurz vorbeigeschaut und eigentlich war in diesem Jahr eine Woche im Ostseebad Sopot geplant. Aber dann kam Corona und meine Unsicherheit, ob es wirklich eine gute Idee ist, sich stundenlang mit der ganzen Familie in einen Zug zu setzen (ja, man könnte auch Auto fahren, aber ich hasse Auto fahren auf Autobahnen..purer Stress, Angstzustände, das Gegenteil von Urlaub). Und im Zug erschien mir das doch unsicher. Auch wenn ich andererseits zum Arbeiten schon seit Anfang Juni wieder durchs halbe Land fahre. Und das in manchmal leider doch sehr vollen Zügen mit Mitmenschen, die die Maskenpflicht sehr locker auslegen. Aber dann bin ich immer allein unterwegs und kann flexibel das Weite suchen, wenn jemand zum Husten den Schnutenpulli absetzt... Einzelsitz zum Mitnehmen...gesehen im ICE von Leipzig na

Schnabelmaske

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Immer wenn man denkt, verrückter geht es nicht mehr, wird etwas kommen, was es eben doch toppen wird... so wie dieser Schnabeldoktor mit Kräuterkorb im hiesigen Aldi... Kommentar der Kassiererin "Ich glaube, ich gehe nach Hause"...