Montag, 16. Januar 2012

Fast schon unheimlich

Letzte Woche fuhr ich mit der S-Bahn. Es stieg eine Gruppe Schüler ein. Grundschüler mitsamt ihrer (Hort?)-Erzieherin. Ich schaute mir die Erzieherin an. "Die kenne ich doch", dachte ich mir. Ja, die kannte ich. Das war S. - in der Grundschule meine beste Freundin und dann ging das ganze irgendwie im frühpubertären Wahnsinn unschön auseinander.

Dank Google wusste ich schon, dass sie heute Erzieherin ist. Sogar an welcher Schule sie arbeitet. Und diese Schule war eben genau in der Gegend, in der nun gerade die S-Bahn entlang fuhr. Als die Kinder sie auch noch "Frau C." riefen, war klar, sie ist es.

Erstaunlich, wie sie sich in den letzten nun schon 20 Jahren verändert hat. Und wie andererseits auch nicht. Sie kaut heute noch Kaugummi. Ich kenne sie nur Kaugummi kauend. Immer. Sie trägt auch noch eine ähnliche Frisur. Und hat immer noch den "Ach, die Welt ist doof, aber egal"-Blick drauf.

Ich habe mich hinter meinem Buch versteckt. Und mit dem Smartphone schnell der Welt mitgeteilt, wen ich gerade gesichtet habe. Aber ich wollte nicht erkannt werden. Ob sie mich doch erkannt hat, weiß ich nicht. Angeschaut hat sie mich nicht. Sie war zu beschäftigt mit den Kiddies.

Einerseits schade, andererseits hatte ich echt so gar keinen Bock diese uralte Vorpubertätsgeschichte nochmals aufzuwärmen ;-)

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