Donnerstag, 24. Mai 2012

HB-Männchen-Alarm

Meine Mutter hatte seit sicher 12 Jahren einen Vertrag bei einem großen Mobilfunkanbieter. Ich hatte jahrelang eine "Partnerkarte". Damit konnte ich zu günstigeren Preisen telefonieren und SMS verschicken als wenn ich eine PrePaid-Karte gehabt hätte.

Dieser Vertrag wurde zum Mai 2012 gekündigt, da wir bereits seit letzten Herbst dank einem trnd-Projekt BlackBerrys mit PrePaid-Karten haben und den Vertrag gar nicht mehr benötigen. Die Handys (und damit auch die zum Vertrag gehörenden Nummern) sind seit September quasi dauerhaft außer Betrieb. Jetzt zum Mai lief endlich der Vertrag aus. Und wir haben gekündigt, rechtzeitig, schon im letzten Herbst. Unter Angabe der Vertragsnummer. Wie man das eben macht, wenn man etwas kündigt. Was auch sonst bei jedem seriösen Unternehmen klappt. Und zu der Vetragsnummer gehörten ja ZWEI Telefonnummern.Wenn man seinen Festnetz-Anschluss kündigt, kündigt man ja auch nicht alle Rufnummern einzeln...

Eine Kündigungsbestätigung kam (irrwitzigerweise) nur per SMS. Und das auf meinem Handy, also bei der Partnerkarte. Hm. Kein Brief. Nichts. Da es sich aber um eine Bestätigung handelte, haben wir das mal so hingenommen. Wir haben diese SMS sogar ausgedruckt (wie gut, dass man die per Email versenden konnte...schöne moderne Welt...).

Tja...wir haben Mai. Der Mobilfunkanbieter schickte...wie jeden Monat...eine Rechnung. Hm??

Also...ab in den Shop. Kann ja nur ein Irrtum sein. Dort erklärte man, man sei für Kündigungen nicht zuständig. Pffft....Also...Anruf bei der Kundenhotline.

Und die Dame erklärte allen Ernstes, dass NUR eine der Nummern, nämlich die meiner Mutter, gekündigt wurde. Meine Partnerkarte läuft noch ein ganzes Jahr weiter, weil die ja nicht explizit gekündigt wurde...Und das ganze läuft jetzt zu neuen Konditionen!

Ähm...hallo? Sonst geht´s noch? Ich glaube, ich habe zum ersten Mal in meinem Leben das Bedürfnis, die Verbraucherzentrale zu besuchen. Bisher habe ich ja jeglichen Ärger mit Firmen selbst gelöst bekommen, aber das hier macht mich jetzt doch ziemlich sprachlos.

Kommentare:

  1. Das ist leider gängige Praxis unter den Mobilfunkanbietern. Wenn man die Partnerkarte nicht expliziet mitkündigt, mutiert sie nach Kündigung des Hauptvertrages zum eigenenständigen Hauptvertrag - oft zu den Konditionen der ehemaligen Hauptkarte. Für die Partnerkarte gelten nämlich in der Regel Sonder-AGB. Versuch doch mal, beim Mobilfunkanbieter eine Kulanzregelung zu erreichen (dass die Partnerkarte zumindest nur zu den alten Konditionen weiterläuft).

    Lotta

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    1. Inzwischen habe ich denen geschrieben. Die Sonder-AGB wurden uns nie mitgeteilt und es wurde zudem der GESAMTE Vertrag, der ja unter EINER Kundennummer lief, gekündigt. Wir versuchen erstmal nix mit Kulanz, sondern warten mal ab, was Vodafone zu unserem Brief jetzt meint.

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  2. Ja, ich werde das versuchen. Wenn man googlet, findet man wirklich viele Leute, denen sowas passiert. Ich muss gestehen, dass ich dachte, so doof könne man gar nicht denken, dass die, wenn man einen Vertrag kündigt, die eine Hälfte einfach weiterlaufen lassen.

    Und in unserem Fall ist der Anbieter offenbar selbst mächtig wirr...abgeschaltet haben sie meine alte Nummer (die laut denen noch ein Jahr laufen soll). Die Hauptnummer (die meiner Mutter) funktioniert noch. Wie das alles sein kann, konnte sich die Hotline auch nicht erklären.

    Was bezwecken Mobilfunkanbieter mit sowas? Dass man als Kunde garantiert NIE wieder kommt? Ist ja wie bei Fitness-Studios, die auch alles ans Kundenvergraulen setzen...

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