Donnerstag, 14. Juni 2012

Schatzsuche...

Wir gehen gern spazieren. Mit Kindern "muss" man das ja auch irgendwie machen, denn die müssen ja an die Luft ;-). Allerdings mag ich es nicht, völlig ziellos in der Gegend herumzulaufen. Daher suche ich immer ein Ziel...mal das Erkunden von Gegenden, die ich noch nicht kenne, mal suchen wir Tiere (Kaulquappen...haha...).  Inzwischen kenne ich vermutlich jeden Stein, jeden Tümpel und jeden Wald im Umkreis von ca. 5 km, eher mehr, weil wir manchmal auch mit dem Auto lostuckern, um dann irgendwo im Wald nach Seen zu schauen...

Vorgestern habe ich eigentlich nur googlen wollen, welche Tiere (Amphibien und Libellen!) es denn in Süddeutschland gibt, da wir dort demnächst mal wieder hinfahren. Und ich entdeckte anstelle von Tieren Geocaching. Geocaching? Das ist doch das mit dem GPS und den Nerds...? Gibt es das noch?

Ich schaute mir mal die Seite Geocaching.com an und war begeistert. Es gibt Caches direkt in meiner Umgebung. Vermutlich bin ich unzählige Male schon dran vorbeigelatscht...Flugs habe ich mich registriert (nur dann sieht man die Koordinaten, die man zum Suchen braucht) und los ging es...mit einem alten GPS-Empfänger, da mein Blackberry leider kein GPS hat.

Handys bzw. Smartphones haben übrigens dafür gesorgt, dass Geocaching nicht mehr (nur) etwas für Nerds ist, sondern seit wenigen Jahren boomt. Die Stadt ist voll mit Caches. Und das merkt man auch, wenn man mal einfach nur seine Wohngegend im Netz anschaut. In jedem Park, an Wiesen, Kirchen und selbst beim Supermarkt...alles voller Verstecke. Teilweise mit anspruchsvollen Rätseln, teilweise ganz einfach.

Wir haben uns für den Anfang erstmal etwas einfaches gesucht. Schwierigkeitsstufe fürs Suchen 1 und beim Terrain ebenfalls. Es gibt eine Abstufung von 1-5. 5 haben dann Caches, die man nur dank dem Lösen vieler Rätsel findet und die man zudem nur schwer (z.B. nur mit einem Boot) erreichen kann.

Gestern beim Abholen aus der Schule erklärte ich dann meinem Kind, dass wir jetzt einen Schatz suchen gehen werden. Sie war sofort begeistert. Sie hoffte auf eine riesige Truhe. Nun ja...Sie stellte sich mit dem GPS recht geschickt an und den Ort hatten wir sofort gefunden. Nur dann verbrachten wir eine Stunde (!) rund um den Ort, bis wir den verdammt gut versteckten (Stufe 1??)-Schatz gefunden haben. Er war in einem Baumstamm eingelassen, der genau so zurechtgesägt war, dass die Dose genau hineinpasste und auf dem Dosendeckel war, zur Tarnung, eine Baumscheibe aufgeschraubt.



In so einem Cache sind oft ein paar Kleinigkeiten. Die darf man zwar rausnehmen, aber nur wenn man 1:1 tauscht. Also, wenn man eine Sache rausnimmt, muss man etwas hineintun, das gleichwertig oder auch höherwertig ist. Im Fall des gestrigen Cache konnte man sich auch nur eintragen ins Logbuch. Fand meine Tochter nicht so spannend, aber die Freude über das erfolgreiche Finden überwog.

Heute beim Spazieren habe ich schon wieder 2 Caches entdeckt...einer sogar mit Geschenken darin (die mir alle nicht so zusagten, weshalb ich einfach noch einen Schlüsselanhänger dazu gepackt, aber nix rausgenommen habe...).

Am Supermarkt hier bei uns ist auch einer...Aber da waren vorhin so viele Muggler (Leute, die nicht eingeweiht sind, Passanten eben...die aufmerksam werden könnten und dann den Cache vielleicht klauen oder zerstören), dass wir beschlossen haben, die Suche außerhalb der Öffnungszeiten noch einmal anzugehen...

Fazit: Macht echt Spaß und vor allem für Kinder ist es super...endlich mal ein trifftiger Grund zum Wandern ;-). Und es ist viel besser als Bookcrossing, was ja leider immer an den Leuten scheitert, die die Bücher klauen.


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