Montag, 3. September 2012

Freifahrtschein?

Gestern waren wir Geocachen. In einer Gegend mit Feldern und Wald, Seen... Es ist auch ein Hundeauslauf-Gebiet, aber es ist weder eingezäunt wie diese Agility-Hundespielplätze, noch steht irgendwo auch nur dran, dass es sich um ein Hundeauslauf-Gebiet handelt. Das weiß man irgendwie, weil es schon immer so war und man es, wenn man sucht, eben im Internet findet. Und man merkts an den vielen Vierbeinern.

Nun waren wir da heute, ohne Hund, da wir ja gar keinen haben, dafür mit Buggy. Und sind über die Feldwege spaziert. Ein großer Hund kam immer an und wollte an meiner Hand schnuppern. Erst habe ich mir nur erschreckt. Als der Hund dann wieder ankam, bin ich einfach etwas ausgewichen. Klar, in einem Hundeauslauf-Gebiet muss man damit rechnen. Daher habe ich auch tapfer gelächelt und irgendwann nur völlig neutral gesagt, die Hundebesitzer sollten uns vielleicht besser überholen (damit der Hund weiter weg kommt...).

Die Frau pöbelte (!) mich daraufhin an, warum ich ins Hundegebiet komme, wenn ich keine Hunde mag (hallo? Ich mag nur nicht von einem riesigen Hund ständig beschnuppert werden!) .Und ich soll von Glück reden, dass ihr Hund nicht in den Buggy springt, das mache er nämlich gerne. Und da dürfte ich mich dann nicht beschweren, ist schließlich ein Hundegebiet.

Ist ja gut und schön... aber darf man sich dann echt nicht beschweren? Nicht mal, wenn der mein Kind am Ende noch abschleckt oder beisst? Sind Hundeauslauf-Gebiete eine Art Freifahrtschein für alles, was Hunde halt so machen?

Mir ist völlig klar, dass in so einem Gebiet viele Hunde herumlaufen, man schauen muss, wo man hintritt und ab und an mal auch einer an einem sehr dicht vorbeistreift... Aber alles andere? Kommt mir dann doch leicht seltsam vor. Und diese "Regeln" auf der Webseite der Stadt Berlin bestätigen auch meine Vermutung...SPaziergänger dürfen auch in solchen Gebieten nicht belästigt werden. Die ganze Aktion bestätigt meine Klischees von militanten Hundehaltern...

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