Dienstag, 27. November 2012

Kita-Besichtigung, Teil...keine Ahnung mehr wie viel...

So, ich habe mal wieder eine Kita angeschaut. Inzwischen kenne ich sie in der Gegend hier ja nahezu alle und ich habe den Suchradius erweitert. Zwei Kilometer von hier entfernt und direkt auf dem Schulweg der Großen liegt eine Eltern-Initiativ-Kita. Ein Kinderladen war es mal. Recht klein, nur 28 Plätze. Eine (aber eben auch insgesamt nur eine) sehr gute Bewertung bei Qype und der erste Eindruck am Telefon war sehr nett.

Heute dann ein Info-Abend. Es war recht voll. Die Kita-Leiterin erinnerte mich an Cindy aus Marzahn. Ein beachtlicher Teil der Eltern wirkte wie ebenfalls von dort. Aber gut. Muss ja nix heißen und die Öko-Muttis aus der Schule der Großen sind auch seltsam. Wenn auch wieder anders seltsam.

Die Kita ist eher klein, was ich eigentlich sehr symphatisch finde. Die Spielgeräte sahen allerdings irgendwie baufällig aus. Ich schaute so das Spielhäuschen aus recht dünnem Sperrholz an, das bis an die Decke reichte und wunderte mich, dass die Bauaufsicht das wohl irgendwann abgenommen haben muss.
Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass dieses Häuschen tatsächlich ein Eigenbau ist, der nun aber wegkommt und durch ein anderes, von einer Firma errichtetes, ersetzt wird.

Ansonsten recht wenig Spielzeug (ist ja auch ganz gut so), aber das was da war, wirkte ok. Low Budget, aber kein Plastikgedöns. Auch der Spielplatz war recht großzügig, 600 qm, viele Spielgeräte und eine Wiese. 

Es gibt 28 Kinder, nahezu alle U3. Die Kita gibt es seit 10 Jahren. Es drängt sich ein wenig die Frage auf: wo sind die älteren Kinder? Wechseln die alle im Laufe der Zeit? Es gäbe aktuell 5 Vorschulkinder. Von denen würden aber 3 von der Einschulung zurückgestellt werden, weshalb es im kommenden August nur 2 Plätze gäbe. Aha... Warum werden so überpropotional viele zurückgestellt? Liegt es an der Qualität der Vorschularbeit?

Für die 28 Kinder gibt es 4 Erzieherinnen. Das sei ein überdurchschnittlich guter Betreuungsschlüssel, sogar eine Erzieherstelle "zuviel" sozusagen. Hm?

Sie machen viele Ausflüge und ab 2,5 Jahre verreisen sie einmal im Jahr mit den Kindern. Öhm...ja... Ich glaube nicht, dass irgendein Kind in dem Alter solche Kinderreisen braucht.
Ich musste aber etwas schmunzeln. Denn als die Große mit 5 Jahren erstmals eine Woche auf Kita-Reise war, hieß es von vielen Außenstehenden  "Echt, du lässt sie eine Woche wegfahren, mit 5 Jahren?!" ;-)

Dann kam der Punkt, auf den ich gewartet habe. Mittagsschlaf. Ich gebe zu, ich habe da ein Trauma aus meiner eigenen Kita-Zeit. Was habe ich es gehasst, hellwach jeden Mittag 2 Stunden herumzuliegen, sich nicht bewegen zu dürfen geschweige denn aufs Klo zu gehen.
Das will ich für meine Kids definitiv nicht. Ruhepausen... ja, auf jeden Fall! Zwangsweise schlafen   geht meiner Ansicht nach aber gar nicht.
Tja... aber diese Kita macht aber 3 Stunden (!) Mittagspause mit Schlafen für alle Altersstufen, also bis zum Schuleintritt. Ruhiges Spielen/CD anhören/Bücher anschauen etc. nach dem Essen gibt es nicht als Option.

Ok...da dachte ich noch "gut, dann holste ihn vor dem Mittagsschlaf ab"...

Das geht aber nicht. Da das Mittagessen mit direkt angeschlossenem Schlaf um 11 Uhr ist, müsste ich ihn dann vor 11 Uhr holen *hust*..  Das ergibt nicht viel Sinn, zumal sie auf einen Betreuungsumfang von 9 Stunden Wert legen... Und ich so viel Umfang ohnehin auch gar nicht wollte.

Dabei hätten unsere Chancen wohl gar nicht so schlecht gestanden, denn sie suchen derzeit Jungs, die beim Kita-Start etwa 2 Jahre alt sind, weil sie total von Minis mit 13-14 Monaten überrannt werden...


Morgen telefoniere ich dann weiter herum...

Kommentare:

  1. Oje, Eltern-Initiativ-Kita. Das klingt nach Räume putzen, Rasselbande hüten etc... :-)

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    1. Ja, klingt es. War (zum meinem Erstaunen) aber nicht der Fall. Sie haben auch einen eigenen Koch (den sie sich zwar mit 2 anderen Kitas teilen, aber man muss nicht selbst kochen). Bestimmt gibt es dann Dinkelkekse...

      Die Cindy aus Marzahn hat nämlich ungefähr 5x betont, dass es keine Süßigkeiten gäbe (was bei ihrem Aussehen, das mehr nach "5 Tafeln Schokolade pro Tag" aussah, etwas unglaubwürdig wirkte... Aber vielleicht gibt es ja nur keinen Süßkram für die Kinder ;-)).

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    2. Oh je, wieder eine Niete? ... Ich drück Dir die Daumen, manchmal kommt es echt schneller als man denkt (war bei uns auch so, wir hatten uns angemeldet... waren auf der Warteliste... einige Zeit später kam der Anruf, ein Platz wäre frei (wegen Umzug). Da haben wir natürlich zugegriffen.

      Noch was zur Kita-Reise: Macht unser Kinderladen auch (auch mit den Kleinsten), sie müssen nur schon mindestens ein dreiviertel Jahr in die Betreuung gehen und sich auch wohlfühlen).

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  2. Unsere Tochter war auch in einer Eltern-Initiativ-Kita; wir Eltern mussten keine Dienste verrichten. Es geht also auch ohne ;)

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    1. Ich hätte prinzipiell nicht einmal etwas gegen Dienste, so lange es nicht ausartet. In der Kita der Großen habe ich öfters mal etwas gemacht (Ausflugsbegleitung, bei Kita-Renovierung geholfen) und das war in Ordnung.

      Die Renovierung fand ich sogar ganz interessant, denn das war eine sehr gute Gelegenheit, sich mal ganz in Ruhe mit allen Erzieherinnen zu unterhalten. Und auch ganz anders, viel lockerer und entspannter, weil absolut kein Kind herumsprang. Und nebenbei lernte man noch die Chefin des Kita-Trägers kennen. Das war keine allzu nette Begegnung, aber interessant.

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