Montag, 3. Dezember 2012

Kita-Besichtigung, nächster Teil

Ein Lichtblick! Wir haben heute eine Montessori-Kita angeschaut.

Im Vorfeld gab es einige Unkenrufe im Umfeld...
"Da gehen doch nur Leute in Jute-Klamotten hin! Und Dinkelkeks-Eltern!"
"Das ist total teuer!"
"Rechne mit 70 unbezahlten Eltern- Arbeitsstunden im Jahr."

Nichts davon traf ein.

Aber erstmal ganz von vorn. Die Kita ist recht groß, hat drei Etagen und einen großen Garten. Das Personal war noch ziemlich jung, total fröhlich, freundlich und... weder die Angestellten noch die Eltern sahen nach "öko" aus. Gut, zwei Mütter schon so ein bißchen, aber es ging. Ist mir immer noch lieber als Cindy aus Marzahn.

Das Gebäude besteht eigentlich aus drei Wohnungen, in jeder Wohnung ist eine Gruppe untergebracht. Warum die Kleinsten unter dem Dach sind, war mir ein Rätsel. Gut, es gab eine Treppensicherung, eine (abschließbare) Tür zum Treppenhaus und auch die Fenster waren alle mit Schlössern versehen, aber das Geschleppe ist doch unpraktisch. Allerdings war es mir dann auch wieder fast egal, denn unser Zwerg wird beim Kita-Start schon über 2 Jahre alt sein und nicht mehr in diese Gruppe unterm Dach kommen.

Essen gibt es selbstgekocht von der Küchenfee, überwiegend Vollwert und Bio,Frühstück und Vesper wird auch bereit gestellt. Man braucht, wie in den meisten Kitas, nichts mitgeben.

Die Spielmaterialien waren montessori-typisch (alles andere wäre auch verwunderlich). Gefiel mir gut. Mittagsschlaf kann man natürlich machen, aber es ist keine Pflicht, wer nicht einschlafen kann, muss auch nicht. Die Älteren hören Hörspiele oder vorgelesene Geschichten in der Mittagspause. Prima, genau so stelle ich mir das auch vor. Schon einmal ein großer Pluspunkt.

Es werden alle Arten von Kita-Gutscheinen genommen, die Anzahl der Schließtage ist überschaubar, der Personalschlüssel ist ok (12:2 im U3-Bereich, 19:3 im Ü3-Bereich). Die Kosten waren niedriger als erwartet und Arbeitsstunden braucht man nicht leisten. Das scheint demnach sehr unterschiedlich in den Einrichtungen zu sein.

Alles war nett eingerichtet, derzeit weihnachtlich geschmückt, es gibt ein Aquarium und einen Hund (huch?). Ok...in der Kita der Großen gabs damals Kaninchen.


Im Essensraum waren auf einem Tisch viele Krümel vom gerade erst beendeten Vesper. Ob es Dinkelkekse waren?

Wie dem auch sei... es war besser als erwartet, wir waren positiv überrascht. Das ist aber bekanntlich nur die halbe Miete. Wir stehen nun auf der Warteliste und harren aus...


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