Montag, 29. Juli 2013

Ein Tag am See

Es war in den letzten Tagen warm. Sehr warm. Es war definitiv Strandbad-Wetter...

Wir gehen gern ins Strandbad Lübars. Es ist nicht weit von uns und auch deutlich leerer als das Sommerbad in Pankow, das vor allem in den Ferien extrem überfüllt ist. An der Rutsche kann man in Pankow schon mal anstehen, bis man einen Sonnenstich hat. Und gerade erst gestern gab es dort Tumulte wegen Überfüllung...

Sprungturm

Also meiden wir in den Ferien Pankow und fahren in den Norden von Reinickendorf. Vorbei am sehr beliebten Eiscafé Angelina, vorbei an Reiterhöfen und Feldern zum Strandbad.
Wenn man nicht gerade bei besten Sonnenwetter herkommt, findet man auch einen Parkplatz. Ansonsten empfiehlt sich die Anreise per Rad oder Bus.

Der Eintritt ist mit 5 Euro für Erwachsene etwas teurer als in den Freibädern der Bäderbetriebe. Kinder zahlen 2,50 Euro, Kleinkinder nix und es gibt Familienkarten für 9 Euro.
Ab 17:30 wird es übrigens angenehm leer und die Eintrittspreise werden halbiert. Da ich ohnehin nicht gern in der Mittagshitze ins Strandbad gehe, ist das für uns ein tolles Angebot. Das Wasser und die Luft sind immer noch warm genug am Abend und bei gutem Wetter ist das Bad bis 20 Uhr geöffnet.

Platsch!
Geschwommen wird hier im Ziegeleisee von Lübars und das bereits seit 1926. Man sieht dem Strandbad das Alter aber nicht so extrem an wie dem in Wannsee. Aber gut, die Rutschen sind nicht "up-to-date". Keine Röhre, kein Highspeed, aber Spaß machen die drei Rutschen trotzdem. Eine der Rutschen ist allerdings wirklich eine Zwergen-Kleinkind-Rutsche.

Im Hintergrund: die Zwergenrutsche

Das Wasser ist schön sauber, man kann am Ufer Fische beobachten. Es gibt laut Badegewässerprofil eine "ausgezeichnete Wasserqualität".

Wenn man an einem Tag hingeht, an dem wenig los ist, kann man auch recht viele Fische sehen. Darunter sogar große Karpfen. Außerdem laufen dann ganz Schwanenfamilien mutig über die Liegewiese und futtern einem schonmal die Pommes weg. Das ist merkwürdig, lustig und beängstigend gleichzeitig.

Flugverbot

Merkwürdig und lustig (aber nicht beängstigend) ist es auch, wenn es voll ist... Dann sind viele Leute da. Eine kleine Auswahl, letzte Woche beobachtet in nicht einmal 2 Stunden:
  • Das kleine Mädchen, das mit einem Einhorn-Schwimmtier in PINK über den See schipperte bzw. es versuchte...Ihre Beine reichten nicht bis ins Wasser, da das Schwimmgetier SEHR groß war.
  • Der große Junge, der seinen kleinen Brüder an den Ohren ins Wasser zog. Und alle Beteiligten, inklusive dem kleinen Bruder, fanden es lustig.
  • Das Pärchen, das sich direkt im Nichtschwimmerbereich aneinanderheftete - er mit einem lüsternen Blick wie aus einem schlechten Porno, während sie so unbeteiligt wie möglich dreinschaute.
  • Das dicke Kind, das einen Monokini trug, aus dem ALLES herausquoll und dessen Stoff nicht reichte, um die Kehrseite zu bedecken. Wohl gemerkt, es war ein Kind! Höchstens 10 Jahre alt.
  • Die Frau mit Kind an der Brust und Bleistift im Haar (beim Schwimmen?!), die eine beeindruckende Matte unter den Armen präsentierte...Eine Öko-Mutter aus Prenzlauer Berg?
  • Wohl eindeutig aus Pankow kam ein Mann, der den Namen seines Bezirks in ganz großen Lettern auf den Bauch tätowiert trug.
  • Und dann gab es da noch jemanden, der eine Art Fernseh-Testbild-Badehose trug:
Streifen

Und ab und an hörte man den Bademeister über den Lautsprecher. Meist habe ich ihn nicht verstanden. Nur einmal, als es hieß "Wir werfen nicht mit Sand". Nie darf man `was...
 

Alles in allem...lustig, sonnig, gemütlich und freundlich. Und mit deutlich angenehmeren Publikum als in so manchem Sommerbad der Bäderbetriebe, in die man zwar mit Ferienpass kostenlos hineinkommt, aber eigentlich gar nicht hingehen will.

1 Kommentar:

  1. *loooooooooool* - Ja, im Strandbad kann man was erleben! ;)

    AntwortenLöschen