Donnerstag, 14. November 2013

Ausprobiert: amazon Trade-In

Nachdem mein Versuch mit dem textil-ankauf.de nicht berauschend war, habe ich inzwischen weitere Ankauf-bzw. in diesem Fall Eintausch-Plattformen getestet, darunter auch Trade-In. Amazon bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, Bücher, DVDs und Games gegen einen Gutschein zu tauschen. Es läuft also quasi genau umgekehrt als normalerweise bei amazon...man bestellt kein Buch, sondern schickt welche hin...DVDs und Games besitzen wir gar nicht, daher kann ich nichts dazu sagen, wie dabei die Eintausch-Erfolge so sind.

Unsere Bücherregale sind mehr als gut gefüllt gewesen. Bücher wirft man ja auch nicht weg, aber irgendwann kommt der Tag, an dem man beschließt, das manches einfach zu viel ist. Dass man mehr Platz braucht und nicht bereit ist, beim Möbel-Schweden den nächsten Billy zu kaufen. Denn auch der Platz in unserem Zuhause ist schließlich endlich...

Also...wohin damit...? Bisher habe ich Bücher über den Marketplace bei amazon verkauft. Das geht eigentlich recht gut, ich hatte auch noch nie Probleme mit den Käufern (das soll aber anders sein, wenn man dort Games verkauft, vermutlich wegen der anderen Zielgruppe). Aber manches wird man eeeeeewig nicht los oder ständig kommt ein gewisser Medimops und unterbietet einen beim Preis. So dass man nichts los wird. Und manchmal will man nach einem Aufräumanfall einfach nur viel Zeug auf einmal loswerden...

Und einen solchen Anfall hatte ich vor 2 Wochen. Herausgekommen ist ein beachtlicher Stapel Bücher, die wir nicht mehr brauchten. Romane, die man nicht 2x liest. Fachbücher aus meiner Studentenzeit, die ich auch sicher nicht mehr brauche. Bücher mit Bastelanleitungen. Kinderbücher für ein Alter, aus dem meine Kids beide raus sind usw. usw. usw.

Also habe ich mal geschaut, ob ich die Amazon nicht einfach eintauschen kann. Und vieles konnte ich tauschen. Nicht alles. Was zu alt war oder mal zu beliebt war (Bücher-Inflation sozusagen), wird man nicht los. Das Zeug habe ich in einen öffentlichen Bücherschrank gestellt.

Aber eine Kiste Bücher, es waren ca. 30 Stück, konnte eingetauscht werden. Die Preise waren sehr unterschiedlich, von mageren 10 Cent für einen ehemals beliebten Roman bis 10 Euro für ein Wörterbuch und immerhin auch 4 Euro für ein großes Kinderbilderbuch, war die Bandbreite recht groß. Insgesamt versprach mir amazon etwas über 65 Euro beim Eintausch.

Der Zustand aller Bücher war gut, das habe ich auch so angeben. Amazon nimmt keine Bücher, die verschmutzt sind,  moderig nach Keller riechen oder voller Anstreichungen sind (wenige Anstreichungen werden akzeptiert). Das finde ich in Ordnung und kann es nachvollziehen.

Das Eingeben der Bücher ist einfach. Manche Bücher werden aber mit dem Titel komischerweise nicht über die Suche gefunden, es lohnt sich, mal nach der ISBN-Nummer zu suchen. Man kann übrigens nicht nur Bücher, sondern auch Zeitschriften wie Geo oder Gehirn&Geist eintauschen.

Was ich sehr praktisch fand: wenn man die Seite verlässt und ein paar Tage später noch einmal Bücher nachtragen will, ist die alte Liste noch immer da. Sie wird gespeichert. Ich habe immer noch etwas gefunden, was auch ins Paket konnte und da war es gut, dass ich über mehrere Tage die Liste erweitern konnte.

Das Porto zahlt Amazon und wenn man die Liste einmal "abschick-fertig" gemacht hat, kann man nichts mehr hinzufügen und muss innerhalb von 7 Tagen das Paket abschicken. Man schickt es nicht direkt an amazon, sondern an einen anderen Händler, der das Ganze für amazon abwickelt.

Es hat alles sehr gut funktioniert. 4 Tage nach Absenden meines Pakets bekam ich die Email, dass mein gesamtes Paket angenommen und das Geld gutgeschrieben wurde. Es ist aber eben kein Bargeld, sondern ein Gutschein. Amazon verdient also direkt noch einmal etwas ;-). Aber das war für mich jetzt ok, da ich ohnehin vieles dort kaufe und daher direkt eine Verwendungszweck dafür hatte.

Alles in allem: empfehlenswert, wenn man viel auf einmal loswerden möchte und nicht warten möchte, bis sich beim Marketplace oder in der Bucht ein Käufer findet.


Kommentare:

  1. Hallo Amélie,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel. Es ist doch sehr hilfreich, zunächst die Erfahrungen von anderen Usern zu lesen, bevor man sich selbst an Portale wie Amazon Trade-In heranwagt. Es ist mal zur Abwechslung interessant nicht bei Amazon einzukaufen, sondern an sie zu verkaufen. Auch wenn es kein Bargeld gibt, ist es doch eine super Möglichkeit seine Sachen loszuwerden, bevor sie einfach im Regal verstauben. Und es gibt auch sicherlich genug Wege einen Amazon-Gutschein sinnvoll zu verwerten. :)

    Viele Grüße
    Michael

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    1. Hallo Michael,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Also ich kann Trade-In wirklich empfehlen, ich habe gerade wieder ein Päckchen abgeschickt und den Betrag gutgeschrieben bekommen.

      Viele Grüße
      Amélie

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