Donnerstag, 26. Dezember 2013

Mondsee, Österreich-Urlaub, Teil 2

Es gibt Orte, die ich nicht besucht hätte, wenn ich nicht eine Reise dorthin gewonnen hätte. Im Laufe der Jahre kam da doch immer mal wieder etwas ins Haus. So war es auch ein Gutschein von der Tourismus-Info von Österreich, der eines Tages im Briefkasten lag- für 4 Tage im Mondseeland mit Hotel samt Halbpension, Bootsfahrt und kleinerem Schnickschnack.

Die Anfahrt war nicht dabei, aber nach Anschauen dieser Gegend im Internet, habe ich beschlossen, wir fahren da mal hin und schauen uns das an. Die Bahntickets kosteten dank Spartarif auch nicht Welt. Und wenn ich mich etwas früher hätte entscheiden können, wann wir denn nun hinfahren,wären wir noch für 33 Euro/Strecke mit Germanwings weggekommen.

Österreich war für mich bisher Skifahren (kann ich nicht), Schnee und Kälte (mag ich nicht wirklich), Geranienbalkons (auch nicht mein Fall) und irgendwie verrückte Leute. Wie ich auf letzteres komme, weiß ich nicht. Aber als ich in Salzburg den ersten Freak entdeckte, der mir unheimlicher war als die in Berlin, fühlte ich mich in meiner subjektiven Meinung bestätigt (aber vermutlich achtet man in der Ferne nur anders auf Freaks als daheim?). Und in Mondsee entdeckte ich am Wegesrand das hier. Also...sowas habe ich in Berlin noch nie erlebt...liegen gelassenes Messer am Straßenrand...



Der Mondsee ist gut eine Stunde Busfahrt von Salzburg entfernt. Man lernt auf der Fahrt alle möglichen kleinen Orte kennen. Der See ist in der Nähe vom Attersee, den manche vielleicht kennen, weil es von dort ständig Meldungen über Tauchunfälle gibt. Die Seen in der Gegend sind tief und sehr klar.


Die Gegend ist selbst im Dezember richtig schön. Und das will ja schon etwas heißen. Der See ist riesig und die Berge im Hintergrund für mich als Berlinerin beeindruckend. Unser Hotel hatte einen Badestrand, aber im Dezember war der sehr leer. In der Nähe war auch ein großes Strandbad samt Rutschen und ein riesiger Spielplatz (das Foto zeigt nur einen kleinen Teil).


Das Hotel war ein 4-Sterne-Hotel samt Gourmet-Restaurant. Der aktuelle Text im Gault Millaut ist allerdings schon etwas... naja, lest selbst.
Halbpension bedeutete hier, dass man jeden Abend ein 4-Gänge-Menü bekommt. Zum Glück mit den für solche Restaurants typischen eher kleinen Portionen, aber ich war dennoch jedes Mal sowas von pappsatt, dass ich mich bemühen musste, irgendwie noch das Dessert zu schaffen.

Bei manchen Dingen weiß ich immer noch nicht, was ich da eigentlich gegessen haben. Was ist beispielsweise trüffelierte Maronischaumsuppe? Maroni püriert mit Trüffeln? Das Abendessen dauerte immer gut 2 Stunden, in denen man beispielsweise eigenartige Gespräche an Nachbartischen belauschen kann.
Abendessen...
Das Zimmer war ein Doppelzimmer Superior und hatte, wie jedes Zimmer des Hotels, vom Balkon aus einen Blick auf den See und die Berge. Den Blick konnte man sogar aus dem Bad geniessen, denn es gibt eine Fensterfront zwischen Bad und Zimmer. Die Toilette ist in einem anderen Raum, also kann man vom Zimmer aus nur Badewanne (ziemlich groß...man versinkt total darin), Aromadusche und Waschbecken sehen. Eine ziemlich coole Sache, vor allem für Paare.



Das Zimmer war recht groß, alles wirkt neu und dank viel Holz sehr gemütlich - und der Teppich war flauschig. Die Frau vom Tourismusverband hatte uns Wein und Kekse hingestellt.Dort lagen dann auch unsere Gutscheine für Getränke auf dem Adventmarkt (in der Gegend ohne s) und für eine Bootsfahrt.

Auf dem Boot waren wir nahezu allein und fuhren durch den Nebel:


Der Ort ist klein. Er ist schön mit mehreren Kirchen, dem See und Wanderwegen in der Umgebung, die teilweise eine gute Aussicht bieten.Aber nach einem Tag hat man alles gesehen. Ein Auto wäre schon praktisch, um auch mal woanders hinzufahren. Es scheint in der Gegend einige spaßige Ausflugsziele zu geben (beispielsweise Salzbergwerke, in die man hineinrutschen kann).
 
Uns hats gefallen. Mein Kind will noch einmal hin, aber im Sommer, wenn die Wasserrutschen des Strandbades nutzbar sind ;-)

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