Dienstag, 25. März 2014

Die Mitte nicht gefunden

Es gibt Dinge auf dieser Welt, von denen hatte ich, bevor ich Kinder bekam, noch nie gehört. Beispielsweise, dass es passieren kann, dass man seine Mitte nicht finden könne.

Ich hörte kürzlich folgendes:
"Also, der Tim-Xaver, der lernt jetzt Klavier spielen. Wegen seiner Gehirnhälften. Die waren nicht richtig vernetzt, deshalb ist er in der Schule so schlecht, zappelig und kann sich nicht konzentrieren. Das liegt an der schweren Geburt (die 8 Jahre her ist *Anmerkung Amélie). Er konnte seitdem seine Mitte nicht finden."

Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich bin jetzt 33. Meine Mutter sagt, meine Geburt sei auch schwer gewesen. So schwer, dass sie den Ärzten dankt, dass es mich gibt. Ich habe nie Klavier spielen gelernt. Ich bin extrem unmusikalisch und kann nicht einmal "Alle meine Entchen" auf einem Xylophon spielen. Zumindest nicht bis zum Ende des Liedes. Vermutlich habe auch ich meine Mitte nicht gefunden. Was ist mit meinen Gehirnhälften? Kann man da noch etwas machen? Klavier spielen möchte ich aber nicht. Niemals. Ich habe vor lauter Horror vor dem Klavier in der Schule frühzeitig Musik abgewählt...Wäre mein Abi vielleicht um Längen besser gewesen, wenn ich meine Mitte gefunden hätte? Und überhaupt...

Vielleicht ist es ganz schön, dass es früher noch nicht so viel Esoterik gab.

Kommentare:

  1. Ostheopatie oder Bioresonanztherapie.. dann kannst deine Blockaden noch lösen und dein Geburtstrauma bewältigen..

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  2. Homöopathie.
    Potenzierte Essenz von Schulversagern (nach der achten Klasse abgegangen) D30 sollte wirken.

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    1. Das ist die Lösung...zusammen mit Ostheopatie und Bioresonanz wird aus mir vielleicht noch eine Klavierspielerin.

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    2. Ommmmmmmmm.... vielleicht hilft das?

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    3. Habe ich schon probiert, sogar direkt in Indien. Vielleicht habe ich dabei ja die Mitte gefunden, woran merkt man das eigentlich, wenn man sie hat? ;-)

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  3. Chakren sortieren, in Schüßlersalzen pökeln und mit Bachblüten umwickeln, das soll auch helfen.

    Und dazu einen homöopatischen Wein in D20.

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