Montag, 7. April 2014

Im Keller: Legoland Discovery Centre Berlin

Meine Kinder lieben Lego. Entsprechend groß war die Freude, als ein paar Freikarten fürs Legoland Discovery Centre am Potsdamer Platz in unserem Briefkasten lagen. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal im Berliner Legoland und ich fand die Preise so hoch, dass ich mich schwer tat, für das, was da geboten wird, noch einmal so viel Geld auszugeben...

Da ist es...
Das Legoland Berlin liegt so zentral, dass es eigentlich nicht zentraler geht. Nämlich direkt am Potsdamer Platz, im Sony Center. Eine Giraffe weist den Weg zur Kasse.  Das Legoland ist immer gut besucht. Aber die Zeiten, in denen man 2 Stunden an der Kasse stand, sind zum Glück vorbei.

Die Eintrittspreise sind unterschiedlich je nach Tageszeit und ob man sie online kauft! So kostet eine Tageskarte am Vormittag (10-12 Uhr) an der Kasse 18,50 Euro, online nur 8,95 Euro. Abendtickets gibt es auch. Es wird bei den Preisen nicht unterschieden zwischen Kindern und Erwachsenen. Alle über 3 Jahren zahlen den gleichen Preis, Kinder unter drei sind frei.
Eine Abendkarte reicht durchaus, denn man ist eigentlich in 2-3 Stunden sicher durch...zumindest mit den Nerven aufgrund der Akustik. 


Früher dachte ich immer, Legoländer seien so eine Art Freizeitpark mit Legosteinen. Ich war noch nie Billund oder Günzburg, aber das Legoland Berlin ist jedenfalls in einem Keller. Es gibt kein Tageslicht.

Gleich wenn man hineinkommt, erwartet einen das Miniland. Eine Art Berlin-Nachbau aus Lego mit ein paar interaktiven Features. Man kann Knöpfe drücken und dann passiert manchmal etwas. Manchmal auch nicht.
Der Knopf, der ständig betätigt wird, ist der mit dem Mauerfall. Dann dröhnt David Hasselhoff (!!) durchs ganze Wunderland und ein Stückchen Legomauer fällt um...

I´ve been looking for freedom...
Weiter geht es zu Star Wars-Figuren und dann ab nach unten. Hier erwartet einen eine Art Geisterbahn (klein, nicht wirklich gruselig, aber ist ja auch für kleine Kinder gedacht) und ein Karussel, bei dem man nach oben schwebt, wenn man kräftig in die Pedale tritt. Für Erwachsene ist es nur bedingt geeignet (die sollen aber mitfahren!)...Ich habe mir ständig schmerzhaft die Knie am "Nicht-Rausfall-Bügel" gestossen.

Ansonsten kann man hier unten Lego-Autos bauen. Es ist nicht so einfach, zumindest vier zusammen passende Räder zu finden und dann vielleicht noch ein paar Steine...Dann kann man die Autos zwei Rampen herunterfahren lassen und gucken, wie schnell das jetzt war...

Steine...

Ein Modelbauworkshop soll ebenfalls vorhanden sein. Angeblich kann man dort Inspirationen zum Bauen sammeln. Ich konnte da nichts entdecken, außer Leuten, die mit Legosteinen allein an Tischen etwas gebastelt haben. Hm. Das können wir eigentlich auch zu Hause.

In der LegoFabrik kann man einen Stein "herstellen". Es werden ein paar überdimensionale Knöpfe im Rahmen einer kleinen "Show" betätigt, am Ende bekommt jeder einen Stein zum Mitnehmen.

Das Duplo-Dorf für die Kleinsten ist überschaubar. Und besteht, wie andere Bereiche auch, eben aus vielen herumliegenden Steinen.

Ich frage mich ohnehin, wie viele Steine hier wohl so pro Jahr von den Besuchern rausgeschleppt werden? Gibt es ab und an eine Inventur? 

Neu seit unserem letzten Besuch ist die Mädchen-Ecke. Quietschig rosa und als Küche eingerichtet. Hier können Duplo-Muffins "gebacken" werden. Das Kontrastprogramm zu den Autos, sozusagen. Mich wundert das dort noch nicht protestiert wurde...wie beim Barbie Dreamhouse...

Für die Mädels...

Zwei Softplay-Anlagen sind vorhanden, man kann also klettern, rutschen etc.. Es ist sehr unübersichtlich. Eigentlich ist es überall unübersichtlich, es ist gar nicht einfach, sich an dieses Schild hier zu halten und die Kinder zu beaufsichtigen:

Nicht klettern!

Mal etwas anderes ist das 4D-Kino. Die Filme sind zwar nicht wirklich berauschend, aber man wird nass oder Wind weht oder sonstwas passiert.

Vor dem Kino war dieser Wegweiser zu den stillen Orten...



Und es gibt natürlich auch einen Spender mit Flyern...Kinderveranstaltungen, Familienveranstaltungen, viel heile Welt und mitten drin DAS hier...der Anwalt hat Humor und findet bestimmt hier seine Zielgruppe...

Zielgruppenfindung...


Und am Ende geht es hinaus in den obligatorischen Lego-Shop. Mitten durch, kein Weg führt vorbei.

Unser Fazit... Die Kinder hatten Spaß. Vor allem der Kleine hat noch nachts im Schlaf von Lego-Katzen gesprochen, aber ich vermisste irgendwie das Tageslicht und finde den Eintrittspreis viel zu hoch. Ob es in Billund und Günzburg besser ist? War jemand von Euch schon dort?

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