Montag, 28. April 2014

Ödnis

Letzte Woche hatte ich einen Termin in Adlershof. Ich habe mein Rad mitgenommen und beschlossen, nach dem Termin in Richtung Treptow zu fahren. Vorbei an Gegenden, die ich bisher bestenfalls vom Namen her kannte. Johannisthal beispielsweise war für mich bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Dort gibt es ein ehemaliges Flugfeld. Wie in Tempelhof, nur anders. Hier gibts keine Kiter, keine Segways, keine Drachen, sondern nichts. Nein, es gibt ein Naturschutzgebiet, das komplett eingezäunt ist. Mit einem kleinen, theoretisch überwindbaren Zaun, aber was bringt es einem, in die Einöde zu klettern?

Ich glaube den Info-Tafeln, wenn sie behaupten, es gäbe dort tolle Wiesenpflanzen, Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Sogar ein Storch war auf einer der Tafeln abgebildet.


Gesehen habe ich: einen Hasen (hui!!!), eine Katze und einen Raben. Sonst nichts. Auf einer Infotafel hieß es, im Spätsommer sähe das Feld sehr karg aus. Ich finde, momentan sieht es auch nicht gerade üppig-grün-verwunschen aus.

 naturgeschützte Katze!
Später radelte ich durch den Ort Johannisthal. Ich habe noch nie so viele Rentner gesehen. Renter mit Rollatoren, Rentner mit Hackenporsche, stark übergewichtige Renter, die vorn übergebeugt Brennnesseln jäteten...

Weiter ging es in die Königsheide in Richtung Baumschulenweg. In der Königsheide habe ich mehrere Geocaches, aber noch mehr Drogenverstecke gefunden. Und diesen riesigen Besen. Wer vergisst denn sowas im Wald?

Kommentare:

  1. Vor einigen Jahren hab ich dort mal bei Sturm und Wind einen größere Schafherde weiden gesehen. Mir gefällt es da aus den genannten Gründen, - Mega-Tote-Hose, fast völlige Stille und so gut wie keine Menschenseele.

    Für längere Aufenthalte sollte man einen Stullenbeutel dabei haben :-)))

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    1. Stimmt, zu essen gab es auch nichts ;-)

      Ich finde Stille und Tote Hose an sich auch gut, aber ich mag irgendwie mehr Tiere sehen. Und ich mag Gewässer in Naturschutzgebieten.

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