Donnerstag, 11. Dezember 2014

Erkältungszeit

Momentan steht auf dem Schwarzen Brett im Kindergarten meines Sohnes jeden Tag eine andere Seuche, die gerade ausgebrochen ist. Mal Magen-Darm, mal Läuse und dann hustet und schnupft es auch noch überall. Ich warte förmlich darauf, dass uns auch irgendetwas davon erwischt. Und hoffentlich nicht alles gleichzeitig.

Immerhin habe ich bereits unsere Hausapotheke aufgefüllt. Denn Läuse findet man immer abends, wenn der Kinderarzt schon zu hat und man bestenfalls noch in der Nachtapotheke am anderen Ende des Bezirks eine teure Packung Antiläuse-Mittel erstehen kann (und eine Nacht warten, bis ich ein Rezept holen kann, möchte ich auch nicht). Mittel gegen Erkältungen und etwas gegen Magen-Darm-Virus habe ich auch gerade erst wieder bestellt. Seit Jahren bin ich Kunde von Online-Apotheken. Davon gibt es inzwischen eine ganze Menge, ich habe auch einige ausprobiert - dieses Mal habe ich direkt bei aliva.debestellt, denn da gibt es Rabatt-Gutscheine und einen Bereich, in dem man kostenlose Proben mitbestellen kann.

Ich gehe ungern in Apotheken. Als vor etlichen Jahren die ersten Online-Apotheken aufkamen, war ich ziemlich angetan, denn ich finde nichts schrecklicher, als frei verkäufliche Medikamente in Apotheken zu kaufen. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist es anders. Da reicht man nur den Zettel hin, bekommt das gewünschte Produkt- fertig.

Aber bei freiverkäuflichen Medikamenten ist fast egal, was man dort kauft, man wird immer beraten und genau das mag ich nicht. Wenn ich Beratung möchte,frage ich gerne - das geht bei allen Apotheken, auch bei denen im Netz. Aber ich hatte sogar schon Diskussionen über Fieberthermometer und finde das völlig unnötig!

Ich möchte nicht diskutieren, wenn ich beispielsweise nur ein Mittel gegen Heuschnupfen kaufe. Denn das sieht dann öfters mal so aus:
„Ja, ich war deshalb schon beim Allergologen. Nein, ich möchte da nicht noch einmal hin, denn ich weiß, dass er mir GENAU dieses Mittel auf Privatrezept verschreibt und deshalb kaufe ich jetzt ohne Umwege direkt bei Ihnen.“

Oder aber man hat sich dank ausgiebiger Online-Recherche für ein bestimmtes Produkt entschieden, geht in die Apotheke und dann geht es los:
„WIE heißt das? Können Sie das mal buchstabieren? Habe ich noch nie gehört!“ Ich fühle mich dann immer total doof, weil ich den Eindruck habe, dass ich irgendeinen komplizierten Namen eines Medikaments jetzt falsch ausgesprochen habe oder sonst irgendeinen Fehler gemacht habe. Das passiert mir nicht, wenn ich das in eine Online-Suche eintippe.

Es gibt auch Medikamente, bei denen mir der Kauf unangenehm ist. Das fängt bei Läusemitteln an und hört bei noch viel privaterem Kram auf. Es gibt Sachen, die möchte ich einfach nicht quer durch die Apotheke posaunen.

Außerdem kaufe in Online-Apotheken gelegentlich Kosmetika. Da ich leider so gut wie nichts aus dem normalen Drogeriemarkt vertrage, bestelle ich in Apotheken. Die Preisunterschiede sind, genau wie bei den rezeptfreien Medikamenten, beachtlich im Vergleich zu dem, was man in einer Apotheke vor Ort bezahlt. Da kommt auch keine Kundenkarte mehr mit.

Wie dem auch sei... der Winter kann nun kommen, gegen Husten, Schnupfen und auch gegen Läuse sind wir gewappnet.

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