Montag, 23. Februar 2015

Frühlingsshopping...

Der Frühling kommt. Schneeglöckchen und Krokusse blühen, die Sonne scheint und ich fange so langsam an, nach der Frühjahrsgarderobe zu schauen. Auch wenn ich momentan noch eher wie der Yeti aussehe, wenn ich das Haus verlasse – der Frühling kommt unweigerlich.

Und da auch die Zeit der Winterstiefel irgendwann in absehbarer Zeit vorbei sein wird, habe ich vor Kurzem schon einmal einen Blick in den Schuhschrank geworfen. Da ich ab und an gerne mit Sandalen oder Flipflops nach einem warmen Sommerregen durch Pfützen laufe und bei mir manchmal auch die normalen Alltagsschuhe für die eine oder andere spontane „Ich muss jetzt aber spontan in diesem Unterholz etwas suchen“-Aktion abseits der Wege herhalten müssen, überleben diese Schuhe bei mir, ehrlich gesagt, selten länger als eine Saison. Eher weniger. Meinen Sommerschuhen des letzten Sommers sieht man den Staub Berlins und meinen Spaß an Regentagen an.

Etwas Neues muss her und gleich ein kleiner Vorrat. Denn ich weiß daher aus Erfahrung: mitten im Sommer ist es dann schwer, etwa nachzukaufen, das alltagstauglich, schön und nicht zu bunt ist. Und womit ich auch nicht aussehe wie Tante Uschi.
Zumindest in meiner doch recht großen Schuhgröße, wird es irgendwann im Laufe der Saison schwierig, etwas zu finden, was diesen Kriterien entspricht.

Der frühe Vogel fängt also den Wurm und kauft am besten einen kleinen Vorrat. Nur einen kleinen, denn seit dem großen Aufräumen Ende letzten Jahres möchte ich nichts mehr ansammeln.

Ich gehöre nicht zu den Frauen, die gerne Schuhe shoppen. Damit gehöre ich vermutlich einer seltenen Spezies an. Denn eigentlich kennt man es ja anders. Freundinnen zeigen ihre Neuerwerbungen diverser (Online-)Shops auf Facebook und dann geht das große „Gefällt mir“-Klicken los. Mit einer Bekannten musste ich in Indien in jeden Schuhladen, denn so günstig würde sie nie wieder Schuhe kaufen können. Sie hatte ein eingebautes Schuhladen-Radar. Sie fand sie alle. Und es endete mit einer Menge von Schuhen, bei der der Rucksack überquoll. Mich wunderte, dass am Flughafen niemand nachfragte, ob wir einen Laden aufmachen wollen... Und als in Berlin eine Zeitlang ab und an ein temporäres Schuh-Outlet seine Pforten öffnete, soll es dort regelrechte Massengedränge gegeben haben. Es sollen sich Szenen wie früher, als es noch den klassischen Schlussverkauf gab, abgespielt haben. Ich war nie dort, die Berichte von Freundinnen reichten als Abschreckung aus. Ich bekomme da schon beim Gedanken daran hektische Flecken.

Komischerweise mag mein Sohn Schuhläden und berät liebend gern die Oma und seine große Schwester. Mir würde er auch mal Schuhe mit Glitzersteinen (bei ihm heißen sie „Glänzer“) empfehlen, aber nun ja...

Aber da ich natürlich auch nicht um den Schuhkauf herum komme, kaufe ich sie, wie nahezu alles andere auch, einfach online. Da muss ich nicht hinaus in einen Laden, mir viele Paare anschauen, die ich gar nicht mag oder am Ende feststellen, dass meine Größe überhaupt nicht vorrätig ist. Oder nur in einer Farbe, die inakzeptabel ist.

Wie jedes Jahr bin ich durch diverse Shops gezogen, habe viel angeschaut, immer wieder nicht das gefunden, was ich suche oder eben nicht in meiner Größe - und bin am Ende wieder bei Esprit gelandet, wo ich sowieso gerne Basics kaufe und für die ich ohnehin noch einen Gutschein vor ein paar Tagen im Briefkasten gefunden habe. Und wenn man dort durch die virtuellen Regale schlendert und eine Weile sucht, findet man dort auch alltagstaugliche Sommerschuhe und einfache Flipflops, die trotzdem nicht nach Schwimmbad aussehen. Solche sind es jetzt auch geworden. Der nächste Sommer samt Regen kann dann kommen...

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