Mittwoch, 4. März 2015

In Salz gebadet

Vor kurzem habe ich dieses Floating - Erlebnis von mydays geschenkt bekommen und dabei wurde mir überlassen, wie ich darüber berichte.


Von mydays hatte ich schon gehört, es aber noch nie ausprobiert. Ich wusste nicht, wie es abläuft – vor allem, ob man sich schon vor dem Verschenken auf ein Angebot festlegen muss. Denn was passiert, wenn der Beschenkte das von mir ausgewählte Erlebnis gar nicht haben möchte, sondern lieber ein anderes...

Da ich mich aus Versehen erst für ein anderes Angebot entschieden hatte und dann nochmal tauschen musste, kann ich sagen: es geht. Man kann also dort einen Gutschein kaufen, aber der Beschenkte kann ihn gegen ein anderes Erlebnis tauschen und dann entsprechend einlösen. Ist das Erlebnis dann teurer, zahlt man nach, ist es billiger, gibt es einen Wertgutschein über den verbleibenden Betrag.

Die Auswahl ist wirklich beachtlich. Früher dachte ich, auf solchen Seiten gäbe es nur ganz abgefahrene und teure Erlebnisse, die nicht unbedingt mein Interesse wecken. Aber dem ist nicht so. Von der Massage über Schnorchelkurse bis zur Polar-Expedition ist alles dabei.

Nachdem ich die wirklich sehr zahlreichen Angebote für den Berliner Raum durchgesehen hatte, habe ich mich für einen Floating-Gutschein entschieden. Das wollte ich schon immer ausprobieren, habe aber gezögert, weil ich doch schon recht unterschiedliches gehört hatte. Von toll bis langweilig war alles dabei.

Ich habe mich für das Angebot in Kaulsdorf entschieden. Mitte oder Potsdam wären als Orte zum Floaten ebenfalls möglich gewesen, aber die Salzlounge in Kaulsdorf hatte die besseren Bewertungen. Und so weit draußen ist es eigentlich auch nicht, zumal die Salzlounge auch direkt am S-Bahnhof liegt.

Gestern war es nun so weit. Mit meinem Gutschein und Badekleidung im Gepäck ging es los. Ich hatte gestern ziemlich schlechte Laune und war etwas gestresst, als ich ankam. Aber die freundliche Mitarbeiterin ließ sich davon nicht anstecken und nach einer kurzen Erklärung, was beim Baden in so viel Salz zu beachten ist, ging es los.

Zu meiner Überraschung war es gar kein Tank, der auf mich wartete. Ich dachte bisher immer, dass man beim Floaten in einem Tank liegt, abgeschottet von allen Einflüssen von außen. Das war hier nicht der Fall. Es ist eher eine große Badewanne, groß genug für zwei Personen. 30 cm tief ist es und das Wasser angenehme 35 Grad warm. Und so warm bleibt es auch während der 45 Minuten. Ich war eigentlich ganz froh, dass es kein Tank war. Ich habe zwar keine Klaustrophobie, aber ich bin unsicher, ob mir eine Stunde totaler Reizentzug, ohne die Möglichkeit, mal kurz zu pausieren, so wirklich gefallen würde.

Das Einlassen des Wassers dauerte gut eine Viertel Stunde, aber man muss sich ja ohnehin umziehen, Schmuck ablegen und duschen. Man ist in dem Raum mit dem Tank komplett allein. Niemand kann hereinkommen und auch das Personal würde nur dann erscheinen, wenn man den Notknopf drückt.

Neben dem Tank sind in dem Raum ein Waschbecken und eine Dusche. Seiflappen liegen bereit, damit man sich im Fall des Falles das Salzwasser aus den Augen wischen kann.

Irgendwann ging das Licht aus, es leuchtete nur noch das bunte Licht an der Decke. Das Licht wechselte die Farben und erinnerte mich an eine Bio-Sauna. Ich mag das gerne, aber wer es nicht möchte, sondern wirklich komplett abschalten möchte, kann dieses Licht und auch die einzelnen Effekte dank einiger Knöpfe umstellen oder auch ausschalten. Musik gab es aus Unterwasser-Lautsprechern. Es war langsame Musik mit Vogelgezwitscher. Das habe ich ausgeschaltet, weil ich beim Schweben immer wieder in Richtung Lautsprecher getrieben wurde und mich das dann doch etwas nervte.

Das Wasser ist wirklich hochkonzentriert salzig. Ich war noch nie am Toten Meer, aber so in etwa stelle ich mir das vor. Man legt sich hin und liegt dann einfach auf dem Wasser. Das habe ich so ähnlich schon einmal in einem anderen Wellness-Center in einem Salzbecken zum Schwimmen erlebt, aber der Effekt beim Floaten war deutlich stärker. Es war nicht möglich, einfach aus dieser schwebenden Lage die Füße auf den Boden zu bekommen, weil man wie ein Korken auf dem Wasser schwamm.

Und dann liegt man da. Die Ohren sind im Wasser, über einem das bunte Licht. Es ist tatsächlich sehr entspannend, meine schlechte Laune wich ziemlich schnell einer recht entspannten Stimmung. Da die Wanne sehr groß ist, schwimmt man, ohne irgendetwas zu tun, hin und her. Ich habe zeitweise auch das Licht ausgeschaltet und das bringt tatsächlich noch einen zusätzlichen Effekt. Allerdings wurde es leider nie ganz dunkel, da zumindest die Knöpfe zum Anstellen der Musik und des Lichts immer leicht leuchteten.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Salz einen recht positiven Einfluss auf die Haut hat. Sie fühlt sich schon während des Floatens sehr weich an und bleibt das danach auch. Man sollte aber wirklich keine offenen Wunden haben, wenn man floaten geht, weil das sehr stark brennt.

Also, es hat mir gut gefallen. Ich würde jederzeit wieder floaten, aber vermutlich lieber zu zweit.

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