Sonntag, 31. Mai 2015

Unterirdisch

Es ist immer wieder erstaunlich, was es so in der Stadt gibt. Schutzbunker, frei zugänglich, mitten unter belebten Plätzen in Friedenau beispielsweise...Die genaue Adresse verrate ich bewusst nicht hier öffentlich, aber wer es wissen möchte, kann mir eine Email schreiben.

Ein wenig gruselig war es schon, der Einstieg war aber so simpel, dass sogar unser Vierjähriger hineingehen konnte (nachdem wir uns versichert hatten, dass da unten keine Gespenster Bewohner oder Leichen sind...).

Die Fotos geben leider nicht so ganz die Dunkelheit wider, sondern zeigen, dass auch Sprayer diesen Ort bereits gefunden haben. Aber trotzdem, einen Eindruck gibt es...



Noch ein Bunker, aber in Zehlendorf

Kommentare:

  1. Zu der Mannesmann-Klappe: Ein wirklicher Bunker wird hinter bzw. unter diesem Einstieg eher nicht gewesen sein, sondern ein oder mehrere - damals während des II WK vorgeschriebene - Zivilschutzkeller in den Wohnhäusern, die im übrigen mit Durchbrüchen durch die sogenannten Brandmauern jeweils links und/oder rechts mit den Nachbar-Wohnhäusern verbunden gewesen waren.

    Diese Luftschutz-RÄUME(!) waren nicht so gebaut, wie die eigentlichen massiven Bunker im Berliner Stadtgebiet und boten daher einen eher geringen Schutz vor Spreng- oder Brandbomben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Luftschutzkeller

    Vor einigen Monaten hatte ich die gleiche Mannesmann-Klappe hier in Aachen vorgestellt.

    http://tanoscederquist-lounge.blogspot.de/2014/09/die-lutticher-strae-in-aachen.html

    Für den Fall einer Verschüttung der Fluchtwege, dienten diese Klappen/Luken dem Ausstieg, sofern man die Angriffe überlebt hatte.

    Habt Ihr mal das Licht aus gemacht und geprüft, ob die Wände oder Teile dieser Kellerwände dieser Räume am am leuchten gewesen sind?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Phosphoreszenz

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    1. Das Mannesmann-Gitter ist von einem Schutzraum an einem Wohnhaus gewesen. Es passte thematisch so gut und ich war überrascht, so ein Gitter noch heute zu finden.

      Leider haben wir nicht geschaut, ob die Wände leuchten. Wir hatten Taschenlampen dabei, aber haben sie nicht ausgemacht. Leider haben wir das auch beim Oder-Warthe-Festungsbogen nicht gemacht, den wir vor kurzem besucht haben (Bilder wird es demnächst hier geben). Beim nächsten Bunker werde ich darauf achten.

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    2. Im rechten Seitenflügel auf dem Hof des Hauses Möckernstraße 70 in Kreuzberg gibt es noch immer einen Luftschutz-Keller mit fluoreszierenden Wänden aus der Kriegs- und Nachkriegszeit.

      Als meine Großmutter mütterlicherseits und der Bruder meiner Mutter dort in den 50´ bis Ende der 60´ger noch wohnten, haben mein Onkel und ich aus diesem Keller oft die Briketts, die Eierkohlen, den Koks und das Brennholz für die Kachelöfen, den Küchenherd (der mit den Eisenringen) oder den Waschzuber von dort geholt.

      Wir hatten entweder Taschenlampen dabei oder haben dort mit Kerzen rum hantiert, was bei den Materialien die dort lagerten eher suboptimal gewesen war ...

      Mein Onkel hatte seinen Spaß dran, mit der Taschenlampe Totenköpfe, Fratzen oder sonstiges Spuckzeugs an die Wände zu "zeichnen", die mit diesem Zeugs gestrichen waren.

      Wenn meine Oma anderntags mal dort runter ging, hat das immer noch geleuchtet und sie hat ein wenig schmunzelnd gemeckert ...

      Richtiges Licht - also Strom - wurde dort erst so in den Siebzigern gelegt.
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      Der Notausstieg von Mannesmann aus meinem oben genannten Beitrag ist seit Mai vergangenen Jahres im Zuge einer Straßensanierung nun auch nicht mehr vorhanden.

      Gruß Der Tano

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    3. Das mit den Fratzen und Totenköpfen ist ja eine gute Idee, damit könnte man in so einem verlassenen Bunker auch Leuten einen Schrecken einjagen. Meine Kinder waren sich auch so sicher, dass es da Gespenster gibt.

      Kann man in den Luftschutzkeller in Kreuzberg einfach hinein? Sicher nicht, oder?

      Das Mannesmann-Gitter hier habe ich vor 2 Wochen in Zehlendorf, vor dem Haus Berliner Straße 51, entdeckt, ich vermute, es wird noch lange bleiben, denn die Gegend wirkt nicht, als ob dort bald größere Bauarbeiten stattfinden.

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    4. Also "einfach" sicher nicht! Du müßtest versuchen, da jemanden zu kontaktieren und zu fragen. Ich kenne dort niemanden mehr.

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  2. Ich schaue mal, ob ich noch andere, leichter zugängliche Orte finde, wo ich das testen kann. Vielleicht radele ich nochmal durch Friedenau und klettere in den großen Bunker, das war problemlos möglich. Und vielleicht geht das mit den leuchtenden Wänden ja dort. Und da muss man einfach nur ein Gitter mitten auf einem Platz anheben, Treppe runter und schon war man dort. Mich wundert, dass da unten niemand wohnt. Es lagen nur viele Fahrräder herum.

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    1. Das wird wohl auch nichts mehr in der Möckernstraße 70 http://www.architektur-mekoehler.de/mok-1.html.

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    2. Stimmt, Kellersanierung klingt als sei da alles neu.

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