Montag, 8. Juni 2015

Irre in der Bahn - die nie endende Serie...

Ebenfalls in der S-Bahn. Wie so oft... viele Irre unterwegs.

Ein Querflötenspieler erscheint. Und flötet los. Und flötet. Und flötet... flöt, flöt, flöt... Erkennbare Lieder, aber schrill. Drei Stationen geht das geht, bis ein bis dahin völlig ruhiger Mann aufspringt und austickt:
"Eeeeeyyyyy, aufhören!! Das nervt!!! Hören Sie, aufhören!!!!!!!!!!!!"
Es ging dann noch eine Station weiter, dann stiegen beide aus. Ich gehe davon aus, es gab keine Schlägerei, zumindest stand nichts in der Zeitung...

Mich erinnerte die Szenerie an einen Bericht aus der U2, in der jemandem mit einer Trompete ein Zahn ausgeschlagen wurde, weil ihm das Trompeten misfiel und er das auch kundgetan hatte...

Kurz darauf wollte auch ich aussteigen. Plötzlich steht jemand hinter mir, spricht wie Kermit, der Frosch, wenn er etwas Geheimes verkaufen will und fragt:
"Na du, steigst du auch aus?"
"..."
"Ja?"
"Hm."
"Toll, dann steigen wir ja gemeinsam aus."
Ja... zum Glück mitten in der Innenstadt, mitten am Tag und mitten unter vielen anderen Leuten. Sonst hätte ich gedacht, ich hätte es mit einem Axtmörder zu tun.


Kommentare:

  1. Axtmörder? Aber in der Ex-Frauenklinik am Mariendorfer Weg umherirren, wo nicht gerade selten allerlei seltsames Gelichter sein Unwesen treibt ... :-).

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/frauenklinik-in-berlin-neukoelln-einstuerzende-altbauten/8400110.html

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    1. Axtmörder ist bei uns immer das Synonym für "das gruseligste, was vor einem stehen könnte". Wir haben kürzlich über AirBnB Unterkünfte gebucht und da war auch immer das erste "Sieht der Vermieter harmlos aus oder eher wie ein Axtmörder" ;-)

      In die verlassenen Gebäude gehe ich nie allein, daher mache ich mir da nicht so viele Gedanken, aber ich weiß, dass da auch nicht so nette Wesen unterwegs sind. Ich habe viel von Kamera-Diebstählen in der Klinik in der Weissensee gehört.

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