Dienstag, 28. Februar 2017

Kommste rauf, kannste runtergucken - in Kreuzberg

Gestern war in Berlin richtig frühlingshaftes Wetter... Überall blühen schon Winterlinge, Schneeglöckchen, hier und da auch Krokusse. Ein weiteres, untrügliches Zeichen, dass der Winter langsam geht, ist: es liegen überall in der Stadt verlorene Handschuhe, Schals, Stirnbänder (oder sind das Ohrenwärmer?), Mützen, Pullis...


Aufgrund des schönen Wetters ging es hinaus... Dieses Mal nach Kreuzberg. Nein, genau genommen *auf* den Kreuzberg.


Allein in den letzten Wochen bin ich schon auf einige Hügel gestapft, schließlich muss man für so manchen Geocache eben auch mal Hügel erklimmen und dort Infos sammeln...Ich war auf der Oderbruchkippe im Prenzlauer Berg, auf dem Bunkerberg im Friedrichshain, auf den Hügeln im Fritz-Schloss-Park in Moabit und mal wieder auf dem Bunker im Humboldthain.  So langsam fängt es sogar an, Spaß zu machen. Die Aussicht ist tatsächlich jedes Mal erstaunlich gut.

Nun also mal der Kreuzberg.  Als ich am Mehringdamm aus dem U-Bahnhof hinaus auftauchte, sprang auf meinem Handy eine Meldung auf: "Möchten Sie Fotos und Bewertungen zu Mustafas Gemüsekebab bei Google hochladen?". Ähm, nein. Keine Lust auf Warteschlange und auch keinen Hunger. Aber unheimlich, dass das Telefon einen immer sofort wissen lässt, dass es weiß, wo man ist und was man tun könnte.

Statt Kebab zu essen, habe ich mal in die Sarotti-Höfe geschaut. Schokolade gibt es leider nicht mehr, aber schöne Fassaden...



Der erste Eindruck vom Viktoriapark, als ich vom Mehringdamm aus ankam: will ich hier wirklich hin? Auf der Wiese saß ein Junkie und friemelte mit Spritze in der Hand irgendwie in seiner Hose. Hm. Schnell weiter....


Der Rosengarten ist gerade winterlich kahl, der Park insgesamt im Sommer vermutlich schöner und der Wasserfall... nun ja... gerade nicht da. Aber man spürte den Frühling. Es wimmelte vor Meisen und Amseln, die bereits Nester bauen. Jede Menge Eichhörnchen sprangen umher. Natürlich wurden auch hier Handschuhe, Mützen und Schals verloren. Sogar eine Wickeltasche in stylischem Gold und eine Brille sah ich unterwegs verloren herumliegen.


Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz und ein Tiergehege mit Ziegen. Kaninchen und Meerschweinchen sind noch im Winterquartier.

Und dann ging es den Berg hinauf. Nicht die Treppe, sondern schön gemütlich die Wege hoch. Als ich oben ankam und per WhatsApp einem Freund unbedingt berichten musste, wie schön die Aussicht sei und dass sich der Aufstieg gelohnt habe, kam die Antwort, man hätte von der Dudenstraße auch mit dem Auto fast bis hochfahren können. Nun ja...

Fazit: tolle Aussicht, bisher die beste von den erklommenen Hügeln Berlins. Hier ist es bestimmt nett zu Silvester dank Blick auf die ganze Stadt. Und im Sommer, wenn der Wasserfall auch wirklich fällt. Wir werden also wiederkommen.


Ach ja, falls jemand sein Rad vermisst: es hängt am Mehringdamm am Haus. Wer macht so etwas und wie?




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