Mittwoch, 21. Juni 2017

Ausflug: blu in Potsdam

Vor ein paar Monaten unterhielt ich mich mit einer anderen Mutter in der Schule der Großen über Freizeitbädern. Und sie sagte folgendes:
"Also ich bin ja so froh, dass meine Kinder jetzt mit 12 und 14 endlich aus dem Wasserrutschen-Alter raus sind und nun mit in die Sauna gehen."
Hm... ich wagte es kaum zu gestehen, dass ich mit 36 immer noch im Wasserrutschen-Alter bin und Saunen sterbenslangweilig finde... Es gab sogar mal eine Phase, in der ich Saunen ein wenig mochte, aber das war nur eine Phase. Nun sind es wieder Wasserrutschen ;-P.


Und nachdem nun tagelang immer wieder in der Zeitung von der Eröffnung des neuen Schwimmbades blu in Potsdam die Rede war, hieß es: "Pack die Badehose ein...und dann nüscht wie ab nach Potsdam"... 

Blu nennt sich das neue Bad, ist eine Mischung aus Sport- und Freizeitbad und kein wirkliches Spaßbad, dafür ist es doch etwas klein. Es ist quasi ein Schwimmbad mit Spaßfaktor, dafür dann aber recht gut. Das Bad wurde erst am 7.6. eröffnet, entsprechend ist alles noch ganz neu. Luftballons waren bei unserem Besuch am 10.6.  in der Eingangshalle, die Tiefgarage noch nicht fertig, der Parkplatz recht klein - aber wir ergatterten ein Plätzchen.

Es gibt Tages- und 3-Stunden-Karten, man kann ins Sportbad oder ins Familienbad.
Eine Familienkarte fürs Spaßbad (mit Sportbadnutzung) schlägt mit 24 Euro zu Buche (2 Erwachsene plus 2 Kinder), regulär für Erwachsene kostet es 12 Euro und für Kinder 7 Euro.



Am Eingang gibt es Armbändchen mit Chip, damit kommt man durch die Türen, kann den Schrank verschließen und das Essen im Restaurant/Imbiss bezahlen. Kennt man aus anderen Bädern auch. Man sollte aufpassen, dass man, wenn man nur fürs Sportbad bezahlt hat und auch nur dorthin möchte, nicht versehentlich in den Spaßbereich läuft... das kostet extra und wird nicht erstattet.

Es gibt ein paar Chip-Lesegeräte, die anzeigen, welchen Schrank man ausgewählt hat (man vergisst es ja, wenn keine Nummer draufsteht und man freie Wahl hat...). Das heißt aber auch: bei Verlust des Armbands ist Eile angesagt, bevor jemand das Band findet, die Nummer herauskriegt und den Schrank ausräumt...Da ist es dann nicht anders als bei klassischen Bändchen mit Nummer auf dem Schlüssel... Wertsachenfächer sind draußen im Flur, die werden klassisch mit Euro-Münzen gefüttert und sind leider nicht im Sichtbereich der Kassen.


Der Spaßbereich ist nicht endlos groß und es gibt nur zwei Rutschen. Eine quietschbunte Breitrutsche und eine recht große Röhrenrutsche mit Spaßfaktor. Man nutzt Reifen , entweder für eine oder zwei Personen oder eine Matte und dann geht es los auf Höhe der Hallendecke. Die Rutsche hat mehrere Programme, die per Knopfdruck gewählt werden können - Unterwasserwelt, Disco und Thriller. Die Knöpfe funktionieren nicht wirklich. Wir haben etliche Versuche gebraucht, bis wir alle Programme mal endlich gesehen hatten. Am besten gefällt mir Thriller, am Ende geht es da mit Vollgas in die Hölle ;-). Das Programm besteht aus Soundeffekte, die gut in der Rutsche hallen und kleinen Videos auf den zahlreichen Monitoren. So wird es nicht so schnell langweilig, denn es gibt immer anderes zu sehen.

Zudem gibt noch Punkte in der Rutsche, die man berühren kann und unten wird die Punktzahl angezeigt. Das klappte bei uns allerdings auch nicht so wirklich. Cool sind auch der Trichter in der Rutsche, der einen ordentlich hochwirbelt (und manchmal dreht) sowie eine komplett durchsichtige Fläche, die einen Blick nach unten möglich macht. Schon cool, so kann man viele Mal rutschen ohne Langeweile.



Zudem gibt es Sprudelliegen, einen Strömungskreisel und bei unserem Besuch auch eine Wasser-Slackline. Eine kleine Kletterwand am Wasserbecken und dann noch ein separater Kleinkinderbereich mit Sprudeltieren, kleinem Fluss und warmen Wasser. Spielgeräte aus Plastik zum Wasserschöpfen können ausgeliehen werden.

Bei unserem Besuch war es nicht voll. Wir waren dort, als in Berlin zwar noch Ferien waren, in Brandenburg aber nicht. Zudem waren wir direkt vormittags um 10 Uhr zu Beginn der Öffnungszeiten da. Gegen 14 Uhr wurde es voller. Aber kein Vergleich zum Turm in Oranienburg, wo man manchmal unglaubliche Schlangen vor der Tür findet.

Es soll auch einen Außenbereich geben. Bei unserem Besuch war das noch eine Baustelle mit Baggern und allem drum und dran.

Der Gastronomiebereich ist im Obergeschoss, man kann von hier auf den Spaßbereich schauen und soll keinesfalls ein Glas hinabwerfen...("denke auf keinen Fall an einen blauen Elefanten...!"... und, was passiert?...mit anderen Worten, man bringt die Leute mit dem Schild auf Ideen...).


Die Preise sind schwimmbadtypisch mit 2,50 Euro für Pommes und 2,80 Euro für Bratwurst. Und happige 6,90 Euro für einen (allerdings großen) Burger. Es gibt auch Wraps und andere gesündere Alternativen zum Fast Food.

Alles in allem: es ist kein zweites Tropical Islands, man darf nicht zuviel erwarten. Aber für ein Schwimmbad im Spaßbereich ist es schon schön, aber durchaus kein preisgünstiges Vergnügen. Aber allein für die Rutsche lohnt sich ein Besuch ;-).

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