Dienstag, 5. Juni 2018

Der unerreichbare Busknopf...

Am Wochenende war, wie in jedem Jahr, der Tag der offenen Tore bei der S-Bahn-Werkstatt in Erkner. Bisher haben wir den weiten Weg aus dem Norden Berlins doch etwas gescheut, aber dieses Mal waren wir dort. Ausführliches mit einigen Fotos kommt in ein paar Tagen. Vorab eher etwas lustiges...



Vielleicht kennt noch jemand diese Ikarus-Busse, die in Ostberlin vor 1990 fuhren? Mit diesen ungarischen Bussen konnte man auch bei diesem Tag der offenen Tor in Erkner fahren. Oder man konnte sie besichtigen. Wir beschränkten uns auf letzteres und schauten uns in diesem alten Bus um.



Bei diesen Bussen kommen bei mir bis heute Kindheitserinnerungen hoch... Diese unfassbar hohen Stufen, die ich als kleines Kind kaum hochkam und wie meine Mutter mich immer so am Arm dort hochzog. Das seltsame Griffteil so schräg an der Treppe. Die oft kaputten braunen Ledersitze, ebenfalls mit Griff.


Und das schlimmste: der Knopf, um dem Fahrer zu signalisieren, dass man aussteigen will. Der war über der Tür angebracht. Ganz oben. Man kam, als Erwachsener, stehend dort heran, wenn man oben im Bus, nicht auf der Treppe direkt unter dem Knopf, stand. Man musste sich so schräg machen. Ich weiß noch, wie sich meine Mutter mit ihren 1,68 m immer gestreckt hat, um den Knopf zu erreichen. Und wie ich als Kind immer Angst hatte, dass ich irgendwann ja mal allein Bus fahren muss und dann werde ich niemals an diesen Knopf kommen. Im Hinterkopf schwirrte das immer herum. Ich sah mich bereits durch die Weltgeschichte gurken, dazu verdammt, niemals aussteigen zu können ;-): Warum auch immer mir dieser Gedanke kam. Und irgendwie war ich echt froh, als die BVG-Busse, die ja dann bald in ganz Berlin fuhren, plötzlich bestens erreichbare Knöpfe hatten (und bis heute haben).




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