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2020 in a nutshell

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 Ein komisches Jahr geht vorbei. Mehrere stornierte Reisen, unglaublich viel zu Hause gesessen, Homeschooling gemacht, den Garten in einen erstaunlich guten Zustand gebracht, ziemlich happigen Verdienstausfall gehabt, aber am Ende wieder halbwegs kompensieren können, am Ende des Jahres dann ein Todesfall. Alles hing irgendwie entweder direkt oder indirekt mit Corona zusammen. 2021 kann eigentlich nur besser werden. Aber erstmal ein kleiner Jahresrückblick. Das ganz unten ist kein exotischer See, sondern schlicht der Helenesee bei Frankfurter/Oder. Eine der besten Entdeckungen in diesem Jahr. Und weiß jemand, was es mit diesem komischen Straßenschild am PoDaPla (Potsdamer Platz) auf sich hat. Es hängt dort auf einmal. Es fasst, vor allem mit der "Hausnummer", perfekt das Jahr zusammen. 

Mit dem Zug zum Polarkreis

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Zeit für einen kleinen Jahresrückblick. Nein, nicht wirklich, eher ein Blick zurück auf den letzten Winter. Und es passt gerade so schön zu Weihnachten... Es war im Februar 2020, als man noch reisen konnte und Corona zumindest gefühlt nur in China war. Zu der Zeit waren Winterferien und meine Kinder wünschten sich Schnee. Und gerne dürfte es auch richtig kalt sein. So dass man draußen Schlittschuhlaufen kann. Und dann hat mir noch jemand ein wunderschönes Foto von Nordlichtern gezeigt.  Kurz überlegt, eine Weile recherchiert und beschlossen: wir fahren zum Polarkreis. Mit dem Zug. Naja, nicht die ganze Strecke, auch wenn das theoretisch ebenfalls geht! Aber dafür bräuchte man mehr Zeit als die Winterferien im Normalfall lang sind. Also ging es zunächst (noch einmal...) mit easyJet nach Stockholm, dann mit einer Fähre ins finnische Turku und dann 9 Stunden mit dem Zug nach Rovaniemi. Das ist die Hauptstadt von Lappland, das Tor zur Arktis, es liegt ziemlich genau auf dem Polarkreis und

An und mit Corona...

Mitte November bekamen wir einen Anruf aus dem Altenheim der dementen Oma, über die ich hier schon öfter geschrieben habe. Ihr Corona-Test sei negativ. Aha, dachten wir. Dann werden wohl die in den Medien angekündigten Reihentests gemacht und die Meldung bedeutet, alles sei okay. Inzwischen wissen wir: nix war da mehr okay, da war bereits ein Corona-Ausbruch im Wohnbereich und getestet wurde mit einem Grund. Inzwischen wissen wir auch, dass dies in anderen Heimen so ist. Reihentests gibt es noch gar nicht, es werden noch Konzepte erarbeitet. Man kann sich also sicher sein, wenn getestet wird, dann momentan noch mit Grund. Eine Woche später, 7 Uhr morgens, das Telefon klingelt. Eine Notärztin ist dran, die ins Heim gerufen wurde. Der Corona-Test der Oma sei positiv, Atemnot, braucht Sauerstoff, ob Patientenverfügung vorliege und ob und welche lebensverlängernden Maßnahmen gemacht werden sollen. Oha! Wir waren alle schlagartig wach. Es war nicht mehr ganz einfach für die Ärztin, noch ein

Bahnsinn. Heute: Alterseinsamkeit

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Momentan kann man das Reisen in  vollen leeren Zügen genießen. Ich finde das schön, aber gebe zu, dass mir die Plaudereien schon etwas fehlten.  Das war vor der Corona-Pandemie ganz anders. Ständig unterhielt ich mich mit anderen Fahrgästen. Kannte einige Pendler auch schon. Ich kannte den Typen um die 45, der eigentlich ganz sportlich wirkte, aber immer einen Hüftschaden simulierte, wenn er den letzten noch freien Platz haben wollte. Unsere wissenden Blicke kreuzten sich regelmäßig im 7 Uhr-Zug nach Halle. Und ich wusste, wem ich Bescheid sagen muss, dass wir jetzt wirklich gleich in Wolfsburg sind und der Zug heute schneller ist und man lieber schon den Laptop zusammenpacken sollte. Corona hat auch das verändert und die Zeiten, in denen man sich mit Fremden unterhalten hat, scheinen vorbei. Eher wird man angeschaut, als ob man Pest und Cholera in den Zug bringen wird, wenn man den Gang entlang läuft. Auf einer meiner ersten Fahrten nach dem Lockdown habe ich meine Maske vergessen auf

Ein letztes Mal nach Tegel

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 In wenigen Wochen ist es soweit, der BER wird tatsächlich öffnen. Der Flughafen Schönefeld mit dem Charme einer Schuhschachtel wird Terminal 5 des BER und von Ryanair betrieben und TXL wird schließen. Ich gebe zu, dass ich das sehr schade finde und mich der Fluglärm, den wir hier bei uns aber nur leicht hören, nie gestört hat. Ich mochte auch die Architektur mit den Sechsecken - auch wenn mir schon Leute erzählt haben, dass sie nach der Landung einfach den Ausgang nicht fanden und immer in der Mitte des Flughafens standen ;-).  Ich habe kurz ernsthaft darüber nachgedacht, mir ein Ticket für den letzten Flug am 7.11. zu holen, ein Air France-Flug nach Paris. Aber erstens ist Fliegen aktuell vielleicht allgemein keine so gute Idee und Paris noch weniger. Und auch die Rundflüge, die u.a. Eurowings anbietet, sind mit Maske und so vielleicht nicht so schön und vielleicht auch ein Risiko.  Und ich fürchte sogar, dass es keine Abschiedsfeier in Tegel geben wird wie damals, als Air Berlin sei

Berlin im Oktober 2020

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Berlin, Oktober 2020. Seit einigen Tagen ist ganz Berlin nun Corona-Risikogebiet. Die Zahlen im heimischen Pankow sind noch nicht ganz so hoch, wobei 45 Fälle pro 100.000 nun auch nicht mehr weit weg ist von der magischen  Grenze zum Risikogebiet. Die Corona-Warn-App zeigte mir bereits 2 Risikobegegnungen, aber mit geringem Risiko, also weit weg oder kurz. Ich vermute, das war entweder im Zug oder aber in der U-Bahn, dabei nutze ich die Öffis kaum noch und überlege, mein Monatskarte zu kündigen, weil es sich nicht mehr lohnt, da ich die Fahrten immer weiter reduziere. Eigentlich wollte ich heute nach Warnemünde fahren. Aber genau wie mein geplantes Wochenende in Prag im Mai und mein Besuch bei einer Taufe in Oslo im September musste auch dieser Ausflug wegen Reisebeschränkungen storniert werden. Immerhin geht es uns allen gut und das ist das wichtigste. Gestern haben wir uns nach langer Zeit mal wieder in die Innenstadt begeben. Einen Vorteil hat die ganze Pandemie ja: die Stadt ist le

Einmal um die Ostsee, Teil 2 - Alandinseln

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Letztes Jahr jedenfalls, als wir beschlossen, die Ostsee zu umrunden, fiel der Blick natürlich auch auf die Alandinseln. Sie liegen zwischen Schweden und Finnland, gehören zu Finnland, die Einwohner sprechen aber Schwedisch und die Inseln sind eigentlich autonom.  Für die mitlesenden Geocacher: es zählt als eigenes Land und es gibt Länderpunkt und Souvenir ;-). Ein Ausflug von Stockholm oder Helsinki (oder Turku) ist mit Viking Lines oder Silja Line gut machbar, denn die Linien halten auf der Strecke von Schweden nach Finnland hier an, selbst mitten in der Nacht, wenn kein Mensch ein-oder aussteigen will. Es gibt einen Zusammenhang mit dem Verkauf zollfreier Waren auf den Fähren. Wir wählten die morgendliche Abfahrt mit der Silja Line. Trotz Sommerzeit und Ende der Hochsaison war es ziemlich leer. Außer uns waren nur ca. 100 weitere Personen auf dem Schiff unterwegs, die meisten schienen zum Einkaufen dort zu sein. Auf das Schiff, die MS Galaxy, passen eigentlich 2800 Passagiere! Die Ü